Der Business Model Canvas im Einsatz

Co-Creation — Business Modelle halten ja schliesslich nicht für immer!


Eine etwas andere Sicht auf Digitalisierung

Unser (mein) Job bei der Swisscom ist es, Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung zu begleiten. Kein einfaches Vorhaben, zumindest nicht, wenn man sich die Breite der Digitalisierungs-Themen vor Augen führt. Im Kontext, in welchem wir uns bewegen, bedeutet Begleitung: Den Kunden, bzw. das Unternehmen, von der Idee bis zur Umsetzung von Projekten und neuen Business Modellen Schritt für Schritt weiter zu bringen. Dabei übernehmen wir oft ganz unterschiedliche Rollen: Sales, Business Consulting, Business Development, Projektleitung, Koordination, Moderation, wir bauen Prototypen, erarbeiten Ideen und noch vieles mehr.

Kundenfokus mit drei Digitalisierung-Dimensionen

Co-Creation — The glue between ideas and actions

«Digitalisierung» bedeutet für mich in erster Linie aber auch Umsetzung. Dinge tun! Projekte umsetzten. Unternehmen wandeln. Unternehmerisch handeln! Ohne unternehmerisches Handeln bleibt die Digitalisierung in den meisten Fällen nur ein Versuch. Strategien, Konzepte, Projekte und und und … welche nie wirklich nachhaltig verfolgt und umgesetzt werden, oder oft nur eine bestimmte Zielgruppe innerhalb oder ausserhalb des Unternehmens bedienen. Beispiele dazu gibts genug.

Without action, knowledge is often meaningless.

Das eigentliche Problem bei der Sache: Die unterschiedlichen Ansätze zur Umsetzung von Digitaler Transformation. Ein typischer Top-Down Ansatz — also das Management gibt (vielleicht auch strategisch) vor, was zu tun ist — wird von Teilen des Unternehmens unter Umständen nicht getragen, vielleicht sogar aus nachvollziehbaren Gründen. Dem typischen Berater-Ansatz, steht die Belegschaft — und oft auch Teile des Managements — kritisch gegenüber, zumal die Digitale-Transformation eines Unternehmens eine im Kern hoch sensible, äusserst wichtige und daher auch vertrauliche Angelegenheit ist. Digitale Transformation kann aber auch nicht rein aus internem Potenzial und internen Ideen vorangetrieben werden, zu einseitig wäre die Betrachtungsweise auf die Dinge. Was tun also um dieses Dilemma zu lösen?

Raus aus der Controller-Rolle, rein in die Rolle des Machers, des digitalen Leaders!

Doch genau so wichtig ist es auch, auf interne Erfahrung, Ideen und das interne Potenzial zu setzten. Hidden Champions findet man in vielen Unternehmen und Menschen mit Motivation, guten Ideen, viel Erfahrung und der richtigen Einstellung zum Wandel genauso. Und dann wäre noch das externe Wissen. Die vielen Kunden, Experten, Partner, Berater eines Unternehmens haben sehr viel gutes und wichtiges Wissen auf Lager und bringen meist eine objektivere Sichtweise mit. Das lässt sich abschöpfen und nutzen!  Mit Hilfe von Co-Creation Workshops beispielsweise.

Let’s get dirty — Es gibt kein richtig oder falsch, nur tun oder nicht tun!

Die Definitionen von Co-Creation und die Auslegungen wie Co-Creation genutzt werden soll und kann, reichen von der reinen Idee bis hin zum komplexen Methodik-Set. Will heissen … eine klare, einheitliche Begriffsdefinition existiert nicht. Jedoch eine die, wie ich finde, sehr zutreffend und aussagekräftig ist:

Gemeinsam neue Wege gehen und nicht nur darüber diskutieren… sondern wirklich gehen!

Nun, neue Wege gehen? Leichter gesagt als getan, mag man denken. Wo starten, wie an die Sache herangehen, welche Leute einbinden? Was, wenn man sowas noch nie gemacht hat? Der Co-Creation Ansatz an sich ist keine Hexerei. Was es braucht, ist Offenheit, unternehmerisches Mindset und ein entscheidungsfreudiges Management. Mein Team in der Swisscom z.B. unterstützt und begleitet Unternehmen unter anderem mit Co-Creation Workshops. Wir bringen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen zusammen und helfen Unternehmen bei der Entwicklung von digitalen Strategien. Doch nicht nur Experten werden beigezogen, auch Endkunden, Partner oder Aussenstehende, welche im Prozess der Entwicklung neuer Business Modelle einen Beitrag leisten können. Beispielsweise die Design-Agentur, welche seit Jahren die Produkte der Unternehmung gestaltet und kreiert. Oder der externe Verkaufsleiter, welcher über ein unglaublich gutes Markt-Verständnis hat und dieses auch gerne teilen möchte. Und, und, und.

Anonymisierte Visualisierungen aus meinen Co-Creation Workshops.

Und zum guten Schluss

Wer sich etwas vertiefter mit der Thematik beschäftigen möchte, kommt gerne auf mich zu … oder kann die folgenden zwei Lesequellen anzapfen. Beide wärmstens zu empfehlen:

Zwei spannende Bücher zum Thema Co-Creation. Für Details einfach auf das jeweilige Bild klicken!

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Thoughts. Ideas. Experience.

Digital Marketing, Digital Business Development and Mobile Business

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Milos Radovic

Written by

Head of Marketing Development at Swisscom Enterprise — Lecturer for Mobile Business & Digital Marketing

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