Vertikale Videos ftw!

Als ich mir die vielen Videos zur Icebucket-Challenge angeschaut habe, sind mir zwei Dinge aufgefallen. Erstens, die Videos waren größtenteils vertikal und zweitens, ich habe keine Artikel gelesen, in denen sich jemand darüber beschwert hätte.

Hamish Foxley (CC)

Nun sind Dirk und ich an dieser Stelle unterschiedlicher Meinung. Er findet vertikale Videos ärgerlich und er ist damit in guter Gesellschaft. Die Augen sind horizontal, so geht es ja schon mal los.

Ich bin da grundsätzlich bei ihm, aber ich sehe auch, dass viele Menschen praktisch keinen Wert darauf legen. Nehmen wir zum Beispiel dieses Bild: Ja, es ist vertikal, aber viel wichtiger: Es ist ein Snapchat-Foto. Snapchat funktioniert nur mit vertikalen Videos (stimmt nicht, man kann das Smartphone auch drehen, aber der Punkt ist, das macht niemand). Die neue Instagram-App, Hyperlapse, übrigens ebenfalls.

Das bringt mich zu meinem Argument: Vertikale Videos sehen nur deswegen so mies aus, weil wir gewohnt sind, Videos auf Youtube zu gucken, auf Fernsehern oder meinetwegen auf Twitch. Also in Umgebungen, die eher 16:9 sind als Hochformat.

Aber - und hier kommen wir wieder zur Icebucket-Challenge - in der Sekunde, in der wir die Videos auf dem Smartphone anschauen, dann ist das Video plötzlich bildschirmfüllend. Dann ergeben die Videos Sinn. Sie funktionieren sofort.

Ich sage nicht, dass die Videos dann optisch schöner sind, ich sage aber sehr wohl, dass vertikale Videos eher dem entsprechen, wie wir unser Smartphone nutzen: im Hochformat. Sie stören dann auch nicht mehr, weil diese riesigen schwarzen Löcher links und rechts fehlen.

Vine und Instagram ‘lösen’ das Problem übrigens, in dem sie die Fotos und Videos gleich quadrieren.