McLaren Report: Keine Beweise für russisches Staatsdoping

Manche Lügen brauchen Zeit, Zeit um sich selbst zu entlarven. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) musste eingestehen, dass der McLaren-Bericht zum Doping in Russland keine Beweise für die Schuld russischer Sportler beinhaltet. Das geht aus einem offenen Brief des Generaldirektors des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Christophe de Kepper, hervor. Bei einem Treffen in Lausanne am 21. Februar hat die WADA nun erklärt, „dass in allen Fällen die vorgelegten Beweise für die erfolgreiche Bearbeitung der Fälle nicht ausreichen bzw. falsch sind“, hieß es in dem Brief.

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Außerdem sind die vom McLaren-Team verwendeten Übersetzungen der Texte fehlerhaft.
 Der kanadische Anwalt Richard McLaren hatte im vergangenen Dezember den zweiten Teil seiner Ermittlungen im Auftrag der WADA vorgestellt. Demnach sollen in Russland zwischen 2011 und 2015 angeblich über 1000 Sportler von Doping-Vertuschungen profitiert haben, darunter bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi.

ARD-Mitarbeiter Hajo Seppelt, der im Jahr 2016 mit seinen “Recherchen” russisches Staatsdoping beweisen wollte, Beweise dafür aber bis heute nicht erbringen konnte, wurde ebenfalls sehr früh als Lügner entlarvt. Schon als er gegenüber einer russischen Journalistin — konfrontiert mit seiner fragwürdigen Arbeit — ausrastete, dämmerte so manchem, dass hier kein Journalist sitzt, der sich seiner Recherchen sicher ist, den geforderten inneren Abstand zum Sujet hält und seine großspurigen Schlüsse mit Fakten nachweisen kann, sondern einer, der Agitation und Propaganda mit heißer Luft und windigen „Zeugen“ betreibt.

McLaren Report Teil 1 und Teil 2 (pdf)

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