Neues von der Insel: Ein Loch ist im Eimer…

Halleluja, es ist Sonntag … auch der Tag des Herrn, aber vor allem ist die Woche vorbei. Der empathische Leser mag schon an dieser Stelle negative Schwingungen spüren und liegt damit genau richtig, denn in dieser Woche war es sehr häufig nötig, tief durchzuatmen und zu denken “einfach schwimmen”.

Schutzlos
Zu Beginn der Woche verabschiedete sich der Einbrecherbusch. Im Moment sind BCM den britischen Einbrechern also schutzlos ausgeliefert und können nur hoffen, dass die reguläre Hausbeleuchtung genug der Abschreckung ist. Die Suche nach einem adäquaten Ersatz läuft.

Langsam erschließt sich die Bedeutung dieses Schildes

Öl los
Am Tag darauf musste C mit Entsetzen feststellen, dass sie einen gut sichtbaren Ölfleck in des Nachbars Einfahrt hinterlassen hatte. Dieser blieb niemandem aus der gesamten Nachbarschaft verborgen und endlich erschließt sich die Bedeutung einer “Neighbourhood Watch Area”. Da man dem Öl beim Ausfließen zuschauen konnte, blieb nur die Fahrt zur Werkstatt. Erfreulicherweise war das Auto zwei Stunden und 48 Pfund später wieder fit. Positiver Nebeneffekt: C kennt jetzt viel mehr Nachbarn und auch etliche Geschichten über ihr Haus und deren Besitzerin.

Maschinenlos
Nachdem der Mittwoch ereignislos verlief, gab am Donnerstag die Waschmaschine den Geist auf beziehungsweise schleuderte nicht mehr. In diesem Fall reagierte die Hausverwaltung fix und schon am darauffolgenden Vormittag stand der Techniker vor der Tür. Trotz intensiver Bemühungen, trotz Plan A und B, musste er unverrichteter Dinge wieder abziehen, um am Montag mit den notwendigen Ersatzteilen wiederzukommen. Bleibt nur zu hoffen, dass damit wieder alles funktioniert, ansonsten gehts nach Windsor in den Waschsalon.

Autopolitur, Grillgabel und Glühbirne haben die Waschmaschine von hinten so lange gepiekst, bis sie den Geist aufgegeben hat — oder so ähnlich

Alles los
Zum Wochenfinale stellte C fest, dass sie am Donnerstag ihren Geldbeutel verloren hatte. Nervig, aber da kein Ausweis drin war, nicht ganz so schlimm. Ärgerlich ist tatsächlich vor allem, dass M’s Krankenhausband auch noch im Geldbeutel war und damit verloren ist.

Rücksicht(s)los
Selbst das Wochenende wartete mit unschönen Ereignissen auf. Nach dem frühmorgenlichen Semmel-Holen parkte das Auto vor dem Haus und zugegebenermaßen vielleicht zu breit auf dem Gehweg, ein Fußgänger kam problemlos vorbei, ein Kinderwagen hätte gekonnt manövriert werden müssen. Das empfand wohl irgendwer als sehr störend, denn als sich BCM zum Einkaufen aufmachen wollten, stellten sie fest, dass der Seitenspiegel rüde nach hinten gebogen worden war. Bei dem Auto kein Beinbruch und das gute Panzertape hält den Spiegel inzwischen auch wieder sicher an seinem Platz, aber doof ist es trotzdem und passend zur Restwoche.

Zahnlos
Es gibt aber auch Positives zu berichten. M mag Gemüse und isst jeden Tag mehr Brei. Süßkartoffel ist immer noch ganz vorne, aber Pastinake, Zucchini und Karotte waren auch ok. Das Farbenspiel begrenzt sich bis jetzt auf M’s Mund und Lätzchen. Heute hat sie allerdings entdeckt, dass Brei sich zwischen den Fingern ganz toll anfühlt, damit vergrößert sich der Breiverteilungsradius immens.

Mühelos
B arbeitet weiter an seiner Qualifikation als Handyman und hat die stark verrostete Halterung eines Badezimmerschranks gekonnt aus der Wand befreit. Gut, denn ansonsten wäre kein Platz für den neu gekauften Schrank gewesen.

Die Murmeltier-Projekte laufen weiter: Die Besitzerin wünscht, dass Farbeimer behalten werden, die eventuell noch gebraucht werden könnten. Kein Problem, sollte man meinen, denn eben diese sind bereits im Schuppen verstaut. B hatte sich entschieden, von den sechs unterschiedlichen Weißtönen diejenigen Eimer zu behalten, die noch verschlossen waren. Ob das ausreichend ist und jetzt endlich ein Dienstleister bestellt wird, der die Altlasten der vorherigen Bewohnerin entsorgt, bleibt abzuwarten. So langsam aber sicher, versuchen B und C sich die britische Gelassenheit zu eigen zu machen.
Die Babygruppen starten nächste Woche nach der Osterpause. Mal sehen, was C und M berichten werden.

Fun Fact der Woche: Bier als Teil der Firmenkultur
In Bayern ist Bier ja schon weithin, etwa zum Mittagessen, gesellschaftlich akzeptiert, aber es gibt dann doch Grenzen. Anders hier, denn die Firmenleitung hat den Wert des Bieres als sozialen Eisbrecher erkannt. So veranstaltet B’s Arbeitgeber regelmäßig eine Quiznight, bei der man für 5 Pfund bis zum Umfallen trinken kann — und wohl auch tut.

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