Das Ende der Deutschland Cloud von Microsoft spielt n’cloud.swiss als europäische Alternative zu den grossen Cloudanbietern in die Karten

Während bilaterale Abkommen mit den USA aufgrund des CLOUD Acts denkbar und unausweichlich sein werden, positioniert sich der Schweizer Multicloud-Anbieter n’cloud.swiss AG als ernstzunehmende europäische Alternative zu den grossen Cloudanbietern.

Wenn es um Schutz und Sicherheit von Daten geht, dann ist Deutschland eines der am strengsten regulierten Länder weltweit. Die grösste Volkswirtschaft Europas hatte bereits im Jahr 2015 ihre Forderungen nach innerhalb der EU gehosteten Daten durchgesetzt. Microsoft stimmte zu und gab der Telekom-Tochter T-Systems eine sogenannte «Data Trustee» Rolle. Seitdem kontrollierte T-Systems den Zugriff auf Kundendaten in den Händen von Microsoft. Die Deutschland Cloud war damit geboren.

Microsofts Deutschland Cloud

Diese Partnerschaft mit T-Systems sollte Kunden die Sicherheit lokaler Anbieter garantieren. Gleichzeitig konnten sie von der Vielseitigkeit der Cloud des amerikanischen Giganten profitieren. In zwei Datenzentren in Frankfurt am Main sowie in Magdeburg wurden die Daten jener Kunden gespeichert, die sich für Microsofts Deutsche Cloud entschieden hatten. Das Angebot richtete sich vor allem an regierungsnahe Institutionen, Banken oder Versicherungen.

Nun die überraschende Wende. Microsoft beendet ab sofort das Data Trustee-Modell mit der Telekom und nimmt jetzt schon keine neuen Kunden mehr entgegen. Bisherige Kunden sind davon allerdings nicht betroffen und können weiterhin die Deutschland Cloud uneingeschränkt nutzen.

Wie aus einem Artikel von Cloud Computing Insider hervorgeht, gibt es so gut wie keine Nachfrage zur Deutschen Cloud. Letztere hat den grossen Nachteil, kostenintensiver als die „normale“ Cloud zu sein. Darüber hinaus ist der Aufwand, um in die Deutsche Cloud von Microsoft zu kommen für Kunden als auch Microsoft selber viel höher. In der Stellungnahme von Microsoft wird das Ende der Deutschen Cloud damit begründet, dass Kunden sich umfassendere Funktionalitäten und die Konnektivität mit Microsofts globalen Cloud-Infrastruktur wünschen. Die Deutschland Cloud soll dies mit ihrer besonderen Isolierung nicht ermöglichen können. Ferner bekennt sich Microsoft dazu, die aktuell geltenden Richtlinien der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten. Kürzlich eröffnete neue Rechenzentren in Deutschland sollen dabei ebenfalls DSGVO-konform sein.

Microsoft Azure

In Zukunft plant Microsoft weitere Datenzentren in Deutschland. Ab dem nächsten Jahr wird dann von diesen Datenzentren aus Microsoft Azure erhältlich sein. Im Gegensatz zur Deutschland Cloud wird Microsoft alle Datenzentren selbst verwalten und betont dies im Einklang mit allen lokalen Gesetzen und Regulierungen zu tun.

Die grosse Frage bleibt aber, inwiefern der Cloud Act, das amerikanische Pendant zur europäischen DSGVO, Microsofts Bemühungen einen Strich durch die Rechnung machen könnte. Der CLOUD Act (Clarifying Lawful Overseas Use of Data Act) verpflichtet amerikanische Internet- und IT-Unternehmen, Behörden auch dann Zugriff auf gespeicherte Daten zu gewährleisten, wenn die Speicherung nicht in den USA erfolgt. Umgekehrt können über diesen Weg auch ausländische Firmen Zugriff auf Daten erhalten, die von US-Konzernen im Ausland gespeichert werden. Die Einführung dieses Gesetz wurde forciert, um US-Behörden den Zugriff auf im US-Ausland gespeicherte Daten zu vereinfachen. Kunden müssen laut dem Gesetz über Abfrage von Daten nicht informiert werden.

GDPR vs. CLOUD Act

Während bilaterale Abkommen mit den USA denkbar und unausweichlich sein werden, positioniert sich der Schweizer Multicloud-Anbieter n’cloud.swiss AG als ernstzunehmende europäische Alternative zu den grossen Cloudanbietern wie Microsoft. Heute sind mehr als 65% des Cloud-Computing-Marktes von wenigen Giganten besetzt. Die Top 4 der wichtigsten Cloudplattformen stammen aus den USA. Ernsthafte Konkurrenz kommt einzig aus China mit Alibaba Cloud. Der verbleibende Marktanteil von 35% liegt in den Händen von Tausenden von Cloud-Anbietern weltweit.

www.ncloud.swiss

Alleinstellungsmerkmale, die n’cloud.swiss auszeichnen und von der Konkurrenz abheben lassen, sind Agilität, Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und der enorme Freiheitsgrad. Kunden können eine Cloud ganz nach individuellen Bedürfnissen zum Einsatz bringen, sei es als private, öffentliche oder hybride Variante. Die Einsatzmöglichkeiten sind daher praktisch unbegrenzt, sodass Entwickler, Softwarefirmen, KMUs, Consultingunternehmen bis hin zu internationalen Grosskonzernen aus allen Industrie- oder Dienstleistungszweigen flexibel ihre Cloud-Bedürfnisse abdecken können.

n’world publications
Like what you read? Give Ralph Mattli a round of applause.

From a quick cheer to a standing ovation, clap to show how much you enjoyed this story.