No Man’s Sky — Raid and Destroy oder wie man als Mensch im Weltraum überleben will

Concept Art von No Man’s Sky (der Artist ist mir leider nicht bekannt)

Seit Mitte August ist wohl das meist erwartete Game No Man’s Sky erschienen. Von einem typischen Game kann man hier nicht reden. Es ist mehr wie eine Simulation. Man kann als Reisender über 18 Quintillion Planeten besuchen, was natürlich laut dem Macher Sean Murry, nicht ein Spieler zu sehen bekommen wird. Es ist aber auch nicht das Ziel, zahllos viele Planten zu besuchen. Es ist zwar gut zu wissen dass es diese Planten gibt, um einfach das Gefühl von Grösse des Universums zu verstehen auf denen sich auch noch unzählig verschiedene Lebensformen bewegen.

Der Traum vom bereisen des Weltraums bewegt die Menschheit schon sehr lange. Nach der ersten Mondlandung 1969 sind wir diesem Ziel schon einen gewaltigen Schritt näher gekommen. Ein Traum wurde Realität. Die Weltraumforschung leistet dabei Pionierarbeit. Aber auch schon vor und nach der ersten Mondlandung haben Science-Fiction Autoren über fremde Welten geschrieben und unseren kreativen Geist beflügelt. Nun sind seit dem denkwürdigen Ereignis ca. 50 Jahre vergangen. Es passiert sehr viel in der Forschung auch wenn viele vielleicht das Interesse verloren haben, ist es nie ganz weg. Das Leben der Menschen wird eben immer auf Trapp gehalten. Aber vielleicht nicht mal mehr als 20 Jahren und die Menschheit setzt ihren ersten Schritt auf den Mars. Erst vor kurzen haben Wissenschaftler die Katze aus dem Sack gelassen. Man hat einen weiteren Planeten in der Nachbarschaft gefunden der wohl erdähnlich ist. Bei unserem nächsten Nachbarstern Proxima Centauri. Dieser ist ca. 4,2 Lichtjahre entfernt. Es wird immer wieder erdähnliche Planeten um Sterne herum gefunden, aber diese sind in einer momentan nicht erreichbaren Ferne. Somit ist Proxima Centauri der naheliegendster Stern. Zwischen Stephen Hawking, Mark Zuckerberg und Juri Milner gibt es die Idee, eine kleine Flotte von Raumschiffen hinzuschicken. Das klingt zwar nach Science-Fiction aber das Interesse für Investoren, Raumschiffe ins All zu schicken ist sehr gestiegen. Natürlich geht es auch um Ressourcen die man unter umständen im All abbauen könnte. Damit wir nicht so lange warten müssen um irgendwann auf Facebook Live zu sehen wie Menschen ihre ersten Schritte auf dem Mars absolvieren, gibt es das Game No Man’s Sky. In diesem Game ist man im All unterwegs und besucht zahllose Welten. Das Sichten und benennen von diverser Lebensformen gehört da zur täglichen Aufgabe. Aber was genau steckt noch hinter diesem Game, was macht man denn noch?

Man verhält sich eben wie ein Mensch.
Im Vorfeld wurde wurde von viel Freiheit gesprochen, was sich aber nur auf die Welten bzw. Sonnensystemen beschränkt. Es gehört zum Gameplay dass man überall überall hin fliegen kann. Nahtlos vom Planten in den Weltraum und von Sonnensystem zu Sonnensystem. Aber was genau macht man da?

Man beginnt auf einem fremdem Planten. Nach einer Bruchlandung mit dem eigenen Raumschiff steht man vor den Trümmern. Weder weiß man was das für ein Planet ist auf dem man gestrandet ist noch weiß irgendwas. Das erste womit man starten muss, ist nach Ressourcen zu suchen um das Schiff zu reparieren. Das gleiche gilt auch für die Ausrüstung. Lebenserhaltungssystem und Multitool. 
Man beginnt damit Ressourcen ungefragt abzubauen. Während man das macht, kommen blitzschnell einige Wächter Drohnen und schauen was da passiert, und machen ggf. Jagd auf den Übeltäter, der einfach die heimische Vegetation angegriffen hat. Nun ja wir sind Menschen, wir machen das eben so. Wir sind für das Überleben gebaut. Das gleiche spiegelt sich eben auch im Gameplay wieder. Doch nach dem Überleben kommt der andere Part im Menschen zum Vorschein. Die Ressourcen die ich nich brauche, werden verkauft. Das Handelssystem ist auch ein recht grosser Teil in dem Game, da man nicht viel Platz im eigenen Rucksack oder Raumschiff hat. Mit den Taschen voller Zeug zum nächsten Händler.

Die Aufgaben sind klar verteilt in diesem Game. Man fliegt auf einen Planeten, raubt ihn soweit aus, dass man seine Ausrüstung gut versorgen kann. Der Rest wird dann an diverse Alien-Rassen verkauft. Es gibt natürlich noch ein paar mehr Aktivitäten die man in dem Spiel machen kann. Aber Grunde ist man schon ziemlich eingeschränkt in seinem Handeln. Fliegen, Erforschen, Ressourcen abbauen, Handeln. Ach so ja das Hauptziel des Spiels ist in das Zentrum der Galaxie vorzustossen.

Auch wenn man in der Art des games eingeschränkt ist, muss man zugeben dass es immer wieder ein Erlebnis ist wenn man in ein neues System vorstösst und den ersten Planten besucht. Denn jeder Planet ist anders. Die Welten sind sich natürlich auch ähnlich. Es ist eine sehr schöne Simulation, in tollen Farben und toller Atmosphäre. Ich will auch garnicht so sehr über dieses Game etwas negatives verlieren. Da es auch weniger ein Game ist. Man kann es ist eher als ein Experiement sehen, dann funktioniert es auch sehr gut. Das ganze spielt sich eben auch sehr anders als Handelsübliche Games. Es hat zwar am Anfang etwas von einem Survival-Game aber es bietet im Grunde ein Game Experience welches man mit keinem Game wirklich vergleichen kann. Dadurch lässt sich nicht genau sagen, ob es ein schlechtes oder gutes Game ist. Die einzige Kritik die man üben könnte wäre, die Ruhe die man in dem Spiel hat und empfindet. Woher kommt das mit der Ruhe? Warum könnte sie so störend sein?

Ruhe in einem Videospiel ist eine ungewohnter Zustand. So gut wie jedes Spiel welches wir unter die Finger bekommen, verlangt eine menge von uns. Wir müssen es verstehen, wie man es spielt, wie wir questen oder Missionen erfüllen. Meist auf Zeit, meist unter druck. Action ist ein wichtiger Bestandteil von Games. In dem Moment wenn mehrere Situationen zusammen kommen werden unsere Sinne gefordert. Sie werden schärfer. Unsere Hand-Auge-Koordination nimmt zu. Wir lernen das jeweilige Game zu beherrschen. Aber in den meisten Games geht es mit Action voran. Bei No Man’s Sky bestimmt man sein eigenes Tempo. Die einzigen Momenten in den es stressig werden könnte ist wenn man zu viel an Vegetation zerstört oder auch einfach irgendwelche Gegenstände klaut. Auch wenn man die falschen Entscheidungen trifft, wenn man einem Monolithen steht und es nicht versteht was man da machen soll, da man die Sprache der jeweiligen Alien-Rasse noch nicht komplett versteht. Aber Ruhe ist ein grosses Thema in dem Game. Das kann für einige Gamer negativ sein oder auch positiv. Selten gab es ein Spiel welches so geschickt die Entscheidung auf Tempo und Ruhe in die Hände des Games legte.

Alles was ich auf medium.com schreibe ist meine persönliche Wahrnehmung. Ich will niemanden beleidigen oder über jemanden schlecht reden. Es geht mir nur um meine Wahrnehmung, meine Gedanken und unter Umstände, Inhalte die ich in Büchern oder Berichten gelesen habe und die mich inspiriert haben.
Bei dem Artikel Raid and Destroy oder wie man als Mensch im Weltraum überleben will geht es nur um meinen eigenen Eindruck über das Game No Man’s Sky. Es ist keine Kritik oder ein Review. Die Bilder sind Concept Arts von dem Spiel selber, leider sind mir die Artists nicht bekannt, wenn da Jemand mehr weiß, kann man das gerne in die Kommentare schreiben.
Publication Openland.
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