Alles zur neuen EU-Richtlinie über Zahlungsdienste bei Outbank

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May 23 · 6 min read

[aktualisiert am 17.09.19]

Bis 14. September 2019 müssen alle Banken und Fintechs in Europa die neue Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 der Europäischen Kommission vollständig umgesetzt haben. Die Änderungen der PSD2 haben vor allem zwei Ziele: Sicherheit und Innovation.

Einerseits soll der Zahlungsverkehr im Internet sicherer, einfacher und günstiger werden. Andererseits soll der zunehmende Wettbewerb unter Banken und Fintechs innovative Angebote hervorbringen.

Nicht nur für Banken und Fintechs wird sich einiges ändern – auch für dich als Kunde. Dein Outbank wird ebenfalls einige Updates erhalten.


Am Ende des Beitrags findest du Links zur aktuellen Situation der einzelnen Banken in Outbank. Bitte informiere dich auch auf der Website deiner Bank.


Was soll ich tun, wenn meine Bank in Outbank nicht funktioniert?

Das Info-Icon “i” neben deinem Bankkonto zeigt dir an, wenn Probleme bei deiner Bank oder deinem Konto vorliegen. Tippst oder klickst du darauf, erscheint ein Hinweis mit einem Link zu unserer Hilfe-Seite und weiteren Informationen. Zur Hilfe-Seite gelangst du auch direkt aus der App über ‘Einstellungen’ > ‘Hilfe’ > ‘Bekannte Probleme’ (iOS & Android) bzw. ‘Hilfe’ > ‘Supportseite öffnen’ (macOS). Bitte beachte auch unsere

****** Outbank PSD2-Guideline ******

  1. Keep calm. Wenn dein Zugang in Outbank nicht funktioniert, ist das kein Grund zur Panik. In den meisten Fällen arbeiten wir schon an der Lösung.
  2. Informiere dich bei deiner Bank, ob du Änderungen im Online-Banking vornehmen musst. Ggf. musst du ein neues TAN-Verfahren einrichten.
  3. Wenn du ein ‘i’ neben deiner Bank in der Kontenliste siehst, arbeiten wir bereits an einer Lösung. Klicke auf das ‘i’ und achte auf die Anweisungen im Pop-up.
  4. Informiere dich in unserem PSD2-Hilfe-Bereich über die aktuelle Situation bei deiner Bank. (Wir hauen in die Tasten, so schnell wir können – wenn deine Bank hier nicht auftaucht, gib uns bitte noch ein bisschen Zeit :-). )

Was genau ist die neue Zahlungsdiensterichtlinie?

Kern der “Payment Services Directive 2” (PSD2) ist es, Nutzer beim Bezahlen im Netz besser zu schützen. Dafür soll die “starke Kundenauthentifizierung” sorgen: Spätestens alle 90 Tage müssen sich Nutzer ab September im Online-Banking der Bank oder in der Multibanking-App identifizieren. Dafür musst du beispielsweise eine zusätzliche TAN eingeben, die du über einen TAN-Generator oder per SMS erhälst (Zwei-Faktor-Authentisierung bzw. 2-FA). Kreditkartenmissbrauch oder -betrug sollen dadurch so gut wie unmöglich werden.

Ein weiteres Ziel der PSD2 ist, das Monopol der Banken über Kundendaten zu beenden und den Markt zu öffnen. Dadurch sollen mehr innovative Angebote und bessere Services entstehen. Damit Drittanbieter Kundendaten abrufen können, müssen die Banken Schnittstellen bereitstellen. Wer bereits Zugriff auf die Daten hat oder künftig haben möchte, benötigt eine Lizenz von der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).

Welche Vorteile bringt die PSD2 für mich als Bankkunde?

Strengere Richtlinien bei der Identitätsprüfung wie die starke Kundenauthentifizierung machen es Betrügern beinahe unmöglich, mit gestohlenen Kartendaten Bankkonten abzuräumen. Der Aufwand für dich als Bankkunde ist dadurch zwar höher als zuvor, weil du dich häufiger identifizieren musst – das Risiko für Betrug und Diebstahl sinkt aber immens.

Dank des Zugriffs auf Kundendaten können Fintechs und App-Anbieter künftig Dienste und Services anbieten, die noch besser auf deine Bedürfnisse zugeschnitten sind. Gleichzeitig sind deine Daten dabei stärker geschützt: Wer wann welche Daten abfragt, ist durch die PSD2 gesetzlich geregelt. Bisher fand der Datenzugriff ohne gesetzliche Regulierungen statt. Wer sich ab dem 14. September nicht an die Gesetze hält, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen.

Übrigens: Outbank ist aktuell von der gesetzlichen Regulierung ausgenommen, weil wir – als Anbieter der App – keinen Zugriff auf Kundendaten besitzen. Alle Finanzdaten liegen bei Outbank verschlüsselt auf dem Gerät des Nutzers. Die Datenabfrage bei deiner Bank erfolgt also nicht durch das Unternehmen Outbank bzw. Verivox, sondern über dein eigenes Endgerät. Wie genau das funktioniert, liest du in unserem Security Whitepaper.

Welchen Einfluss hat die Zahlungsdiensterichtlinie auf mich als Outbank-Nutzer?

Wie auf alle Anbieter von (Multi-) Banking-Apps hat die PSD2 auch auf Outbank Auswirkungen.

  • Alle Infos zu den Änderungen, die einzelne Banken betreffen, findest du am Ende des Artikels verlinkt und auf unserer Hilfe-Seite.
  • Regelmäßige Authentisierung: Durch die verpflichtende 2-Faktor-Authentisierung wirst du dich künftig in Outbank in deinen Bankkonten regelmäßig authentifizieren müssen, um deine Finanzdaten abrufen zu können. Das bedeutet, dass du für jede Bank in bestimmten Abständen eine zusätzliche TAN eingeben musst. Diese erhältst du pro Vorgang individuell, beispielsweise per TAN-Generator oder SMS. Wie oft diese Authentisierung stattfinden wird, hängt von der jeweiligen Bank ab – laut PSD2 mindestens alle 90 Tage.
  • Einschränkungen: Außerdem ist es sehr wahrscheinlich, dass der Abruf deiner Bankdaten in Outbank ab und an nicht funktionieren wird. Der Hintergrund ist, dass die Banken für die PSD2 neue Schnittstellen entwickeln. Diese müssen wir wiederum in der Outbank App neu implementieren, damit die App weiterhin deine Finanzdaten von der Bank abrufen kann.
  • Konto-Aktualisierung reduziert: Deine Bankkonten werden in Outbank automatisch im Hintergrund (iOS & macOS) bzw. bei App-Start (alle Plattformen) aktualisiert. Bisher erfolgte dieser Vorgang maximal alle 90 Minuten bzw. zehn Mal pro Tag und Konto. Durch die PSD2 erlauben einige Banken nur noch vier automatische Abfragen pro Tag. Wir haben deshalb die Zahl der automatischen Anfragen auf zwei pro Tag und Konto reduziert. Manuell kannst du deine Konten natürlich weiterhin so oft aktualisieren wie du möchtest – es kann jedoch sein, dass du ab einer bestimmten Anzahl an Abfragen eine TAN eingeben musst.

Warum sind die Änderungen in Outbank so umfassend?

Viele Fintechs und Multibanking-Apps besitzen den Zugriff auf Nutzerdaten bereits jetzt. Das erfolgt meist über die Schnittstelle “HBCI+” bzw. “FinTS PIN/TAN”, die ein Großteil der Banken in Deutschland verwendet. Auch die Outbank App auf deinem Gerät ruft über diese Schnittstelle deine Daten bei der Bank ab. Aktuell wird diese Schnittstelle umgebaut, damit sie den PSD2-Bestimmungen entspricht. Die Änderungen nehmen wir natürlich in Outbank auf – im Zuge des Umbaus können jedoch Probleme in der App auftreten.

Zusätzlich entwickeln viele Banken neue, eigene Schnittstellen für die PSD2 oder führen dafür Änderungen in ihrem Online-Banking durch. Neben bisher einer “Standard”-Schnittstelle verbindet sich die Outbank App also künftig mit einer Vielzahl von individuellen Schnittstellen. Damit alle Funktionen in Outbank auch nach dem 14. September wie gewohnt funktionieren, müssen unsere Entwickler jede einzelne Schnittstelle in die Outbank App integrieren.

Immer wenn eine Bank ihre neue Schnittstelle bereitstellt, kann es deshalb zu Problemen in Outbank kommen. Natürlich versuchen wir, den Prozess für dich so reibungslos wie möglich zu gestalten. Wir bitten dich um Verständnis, bei Fragen kontaktiere gerne unseren Support.

Ein technischer Exkurs

Bei Banken, die “HBCI+” bzw. “FinTS PIN/TAN” nicht unterstützen, fragt Outbank die Daten aktuell über Screen Scraping bzw. Screen Parsing ab. Dabei werden die Daten direkt über den Zugang auf der Online-Banking-Website ausgelesen. Auch bei diesen Banken passen wir die Änderungen der PSD2 in Outbank an.


Wo finde ich weitere Informationen zur PSD2?

Banken-spezifische Änderungen in Outbank

Allgemein

  • Hier informiert die Deutsche Bundesbank allgemein über die Änderungen der PSD2.
  • Auf der Website der BaFin gibt es Infos zu Zahlungsdiensten und PSD2.

Alle für dich wichtigen Änderungen findest du auch auf der Website deiner Bank bzw. im Online-Banking.

Lade dir hier kostenlos Outbank herunter:

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