Neue Regeln für Visa Chargebacks

Weniger Rückbuchungen und eine einfache, schnelle Abwicklung dieser Chargebacks — das versucht Visa mit einem neuen Regelwerk zu erreichen.

Die Visa Claims Resolution (VCR) sind seit April dieses Jahres in Kraft und stellen eine Überarbeitung der bisherigen Chargeback-Prozesse dar. Die Veränderung der Chargeback Regeln wurde überfällig, da die alten Abläufe den Anforderungen des modernen Handels nicht mehr gerecht wurden.

Vereinfachung des Rückzahlungs-Ablauf

Konkret überarbeitet wurde die Aufteilung in Rückbelastungsgründe. Die bisher 22 möglichen Gründe für eine Rücksendung werden neu in nur vier Kategorien zusammengefasst: Betrug, Autorisierungsfehler, Prozessfehler und Kundenbeschwerden. Weiter soll es dank des neuen Systems möglich sein, ungültige Chargebacks zu verringern und die Abläufe allgemein zu beschleunigen. So werden mittels automatisierter Arbeitsabläufe unberechtigte Rückbuchungen erkannt und abgelehnt, noch bevor sie den Händler erreichen. Nur die komplizierten Fälle werden in dem bisherigen langen Verfahren von Menschen untersucht und bewertet. Die Standardfälle könne man aufgrund automatischer Prozesse sehr viel effizienter lösen. Zum Vergleich: Bisher konnten schwierige Fälle über drei Monate Bearbeitungszeit beanspruchen, jetzt sollte kein Fall länger als einen Monat untersucht werden müssen. Auch wenn die Kartenrückbuchung gültig ist, werden ebenfalls die Prozesse vereinfacht und verkürzt. So erleichtert das neue Regelwerk in jedem Fall die Arbeit der Händler erheblich.

Kürzere Frist

Neben diesen Erleichterungen der täglichen Arbeit eines Händlers muss dieser aber auch beachten, dass er jetzt nur noch 31 statt wie bisher 45 Tage Zeit hat, um auf Chargeback-Forderungen zu reagieren, also beispielsweise einen Entscheid anzufechten. Sonst haben die Visa Claims Resolution mit dem Erkennen von unberechtigten Rückbuchungen nur positive Auswirkungen auf die verkaufende Instanz.