Bilanz für 2017: Bye Bye klassischer TV-Konsum, hello SVoD?

Klassisches oder modernes Fernsehprogramm? Im Laufe der letzten Jahre ist diese Frage zu einem heiß umstrittenen Thema geworden. Durch das Internet hat sich Video on Demand dank Netflix, Amazon Prime Video, Sky und diversen Anbietern in deutschen Wohnzimmern mit Erfolg etabliert. Die Folge ist eine Veränderung des TV-Nutzungsverhalten in Deutschland…

Einer Studie der Hochschule Fresenius zufolge, wird der Wandel im TV-Nutzungsverhalten vor allem von Online-Fernsehinhalten dominiert. Demnach würden inzwischen mehr als 2/3 der 18 bis 24-Jährigen in Deutschland nur noch selten lineares Fernsehen schauen.

Bedeutet dies das Ende des linearen Fernsehens?

Aktuelle Zahlen sprechen für sich: In der Altersgruppe 25 bis 34 Jahre schauen inzwischen 22% online fern. Darüber hinaus hat sich in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre ein zunehmendes Interesse an “online-only” herauskristallisiert.

Wie groß das Interesse nach Video on Demand-Produkten ist, zeigen die Abonnentenzahlen von Netflix. Innerhalb von nur 5 Jahren hat sich die Anzahl der weltweiten User von 24 auf 94 Millionen mehr als vervierfacht. In Deutschland gehören aktuell rund 5 Millionen Abonnenten dieser Online-Videothek an.

Quelle: Hochschule Fresenius / WIK /F.A.Z.-Grafik

Trotz dieser Entwicklung hat sich dem Anschein nach das Interesse an allgemeinen Fernsehinhalten nicht verändert. Offenbar ist sich Amazon Prime Video darüber auch im Klaren. So hat sich das Unternehmen zuletzt die Rechte der beliebten Comedy-Serie “Pastewka” gesichert. Aber Achtung! Damit noch nicht genug. Die neue und achte Staffel stammt ab sofort aus der Feder von Amazon Prime Original, ist also eine Eigenproduktion von Amazon.

SVoD -das Fernsehen der Zukunft?

Unterm Strich lässt sich für die großen SVoD-Anbieter gegen Ende des Jahres schon eine Bilanz abzeichnen -und diese ist im Allgemeinen positiv! So erwirtschaftete Netflix allein im 3. Quartal 2017 einen Gesamtumsatz von fast 3 Milliarden US-Dollar. Und beobachtet man den stetigen Zuwachs der Abonnements in den letzten Jahren, steht das Jahr 2018 für „Video On Demand“-Inhalte unter einem guten Stern…

Quelle: IHS Markit

Und noch etwas ist interessant: Bereits Anfang des Jahres prognostizierten IHS Markit und bitkom, dass für das Jahr 2017 zum ersten Mal höhere Umsätze durch Abo-Geschäftsmodelle als durch Einzelabrufe erzielt würden. Insgesamt sei zum Ende des Jahres mit einem Umsatz von 945 Millionen Euro allein in Deutschland zu rechnen.

Die Entwicklung des linearen oder „klassischen“ Fernsehens ist hingegen ungewiss -wie auch das eben genannte Beispiel von Amazon Prime Video zeigt. Zum einen wächst der Einfluss der SVoD-Anbietern auf das einst “unabhängig scheinende” Fernsehprogramm. Zum anderen hat diese Form des Online-Abonnements in Sachen Mobilität via Smartphone, Tablet und Co. einen überlegenden Vorteil -Filme, Serien und Videos sind jederzeit online abrufbar und das werbefrei! Wie sich das Ausmaß in die digitale Medienwelt im Jahr 2018 noch bemerkbar machen wird, bleibt abzuwarten!

Ähnlich, wie in der Fernsehindustrie sind gerade sehr viele Industriezweige von einem digitalen Wandel betroffen. Ihre einstigen Geschäftsmodelle funktionieren nicht mehr. Entweder, weil sie noch nicht vollständig digitalisiert sind oder weil der geeignete Zugang für eine lösungsorientierte Verbreitung fehlt. plenigo ist ein SaaS-Funktionssystem, in welches Sie Demand-Produkte über verschiedene Zahlungsmöglichkeiten, wie beispielsweise einem Abonnement, integrieren können. Gleichzeitig erhalten Sie mithilfe von Reports und ausgewerteten Daten einen umfassenden Überblick über Ihre Kundenaktivitäten. So können Sie Bestellungen und Rechnungen einfach und flexibel zurückverfolgen und verwalten.

Quelle: Hochschule Fresenius, bitkom, F.A.Z., W&W