Klassischer Journalismus statt Fake-News

Kristin Wiese
May 30, 2018 · 3 min read

Gute Nachrichten für Verleger & Medienhäuser: Wie das Edelman Trust Barometer nun bekannt gibt, bestehe bei der Beschaffung von Nachrichten ein höheres Vertrauen zu klassischen Quellen als zu Sozialen Plattformen. Die Ergebnisse der Studie gibt es im Folgenden.

Wie wir vor Kurzem berichteten, sei die Zahlungsbereitschaft in Norwegen für Paid Content besonders hoch. Eines der Gründe dafür ist, dass die Norweger nach einer ganzen Welle von Fake-News eher seriöse Nachrichtenquellen nachfragen. Aber nicht nur in dem kleinen skandinavischen Land, ganz global macht sich derzeit bemerkbar, dass sich die Tendenz wieder in Richtung „klassischer Journalismus“ beläuft.

Zur Studie & den Ergebnissen

Jedes Jahr wieder erscheint zu Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos das Edelmann Trust Barometer und dies nun mittlerweile seit 18 Jahren. In der aktuellen Studie hat die PR-Agentur das Hauptaugenmerk auf das Thema „Fake-News“ gelegt. An der Online-Studie haben 33.000 Menschen in weltweit 28 Ländern teilgenommen.

Das Ergebnis: In 20 Nationen überwiegt ein Vertrauensverlust zu den Nachrichten. Dafür gebe es zwei Ursachen. Zum einen sind es Fake-News zum anderen sei es die Suche nach echten Informationen. So erklärt Susanne Marell, Chefin der Kommunikationsagentur Edelmann in Deutschland: „Aus der Vertrauenskrise ist ein Ringen um die Wahrheit geworden, das eine noch tiefere Verunsicherung in der Bevölkerung nach sich zieht und die Welt polarisiert.“

In ganzen 22 von 28 Ländern bestehe den Nachrichten gegenüber ein Misstrauen-auch in Deutschland. Daran Schuld ist die vergangene Flutwelle von gezielten Falschinformationen und manipulierten Nachrichten. Das alles sorgt für eine ernst zunehmende Verunsicherung in der Gesellschaft. So hätten in Deutschland 61 Prozent von 1150 Befragten Angst vor Fake-News, weil diese unter anderem dazu führen könnten, dass politische Wahlen manipuliert werden. Sogar jeder Zweite gibt an, dass er gefälschte Mitteilungen vom Qualifikationsjournalismus nicht unterscheiden könnte, da sich deren Performance in Sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter zu sehr ähnele.

Zwar hat Facebook zuvor bekannt gegeben, dass sie zukünftig selber über die Qualität von Medien entscheiden sollen, um den Newsfeed zu verbessern, es bleibt jedoch noch fraglich, ob sich diese Maßnahme bezogen auf Fake-News tatsächlich positiv auswirken wird.

Alles in einem profitiert der Journalismus unterm Strich. Die weltweite Glaubwürdigkeit zu ihm liegt bei ganzen 39 Prozent. In Deutschland macht sich diese Entwicklung besonders bemerkbar: Die Glaubwürdigkeit ist hier um 19 Punkte auf 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

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Quelle: meedia

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