Mehr Kritik an Online-Werbung

Im 1. Halbjahr 2017 verzeichnete der Deutsche Werberat einen sprunghaften Anstieg der Kritik von Internetwerbung. 54 Prozent mehr Beschwerden als im Vorjahreszeitraum wurden von der deutschen Bevölkerung in diesem Jahr eingereicht. Somit stieg die Zahl auf 57 Fälle. Das am meisten kritisierte Werbemittel ist die Online-Werbung, gefolgt vom TV-Spot und Plakaten.

Die Selbstkontrollinstanz der Werbewirtschaft musste dieses Jahr insgesamt über 241 kritisierte Werbemaßnahmen entscheiden. Danach wurden 55 Werbemaßnahmen eingestellt und sechs weitere entsprechend der Kritik abgeändert. Nur in fünf Fällen zeigten die entsprechenden Firmen keine Einsicht und der Rat musste eine Rüge aussprechen. Die häufigsten Gründe für die Proteste waren die Herabwürdigung oder Diskriminierung von Personen.

Der Werberat sieht diesen Trend nicht als besorgniserregend. „Es hat den Eindruck als würde die Internetwerbung gegenwärtig organisiert unter Beobachtung gestellt, um ein Beschwerdeverfahren beim Werberat einleiten zu können. Dies betrifft insbesondere die Rubrik geschlechter-diskriminierende Werbung“, so Julia Busse, Sprecherin des Werberats in Berlin.

Quelle: werberat.de

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