Norwegen: Warum Paid Content hier am besten funktioniert

In keinem europäischen Land sind die Voraussetzungen für eine hohe Zahlungsbereitschaft für Paid Content so gut gesetzt wie in Norwegen. Was unterscheidet Nutzer und Angebot vom deutschen Markt?

In einem unser letzten Artikel berichteten wir über eine von Reuters Institute for the Study of Journalism durchgeführten Studie über die Zahlungsbereitschaft für Paid Content in sechs EU-Ländern. Das Ergebnis: Die allgemeine Zahlungsbereitschaft liegt im Schnitt bei 13,64€ im Monat. Dasselbe Institut fand heraus, dass in keinem anderen Land die Zahlungs-bereitschaft für kostenpflichtige Nachrichten so hoch ist wie in Norwegen.

Nachrichten: Größtes Zahlungspotenzial in Norwegen

Das Land beherbergt gerade einmal fünf Millionen Einwohner. Von diesen informieren sich 87 Prozent über Online-Nachrichten. 26 Prozent der Norweger seien den Angaben zufolge bereit, für redaktionelle Inhalte zu zahlen — davon ausgeschlossen Abonnement-Kombinationen aus Print- und Digital-Inhalten. Fakt ist: Das tatsächliche Zahlungspotenzial ist noch längst nicht ausgeschöpft und viele Chancen können noch genutzt werden. So kamen Hilde Sakariassen und Hallvard Moe von der Universität Bergen in der Studie zu folgender Erkenntnis: „Die starke Tradition vom Zeitungslesen hat den Übergang zu Digital-Abonnements erleichtert.“

Akzeptanz für kostenpflichtige Inhalte bestätigt

Angst um eine fehlende Zahlungsbereitschaft bestünde dem Dagbladet zufolge — einem der größten Zeitungsverlage des Landes — nicht. In einem Interview gegenüber „The Local“ verkündete Stephan Granhaug, Vize-Digitalchef bei Dagbladet, optimistisch: „Unser Paid Content-Modell Dagbladet+ hat in den vergangenen drei Jahren jeweils Wachstumsraten von über 100 Prozent gesehen.“

Direkte Wege, statt Umwege

Weiterer Pluspunkt für Verlage und Medienhäuser ist, dass laut Hilde Sakariassen zwei Drittel der Norweger den direkten Zugang zum Anbieter aufsuchen, anstatt erst auf Umwegen wie Google News nach einem gewünschten Artikel zu suchen.

Echte Nachrichten statt Fake-News

Bemerkenswert ist außerdem, dass 96 Prozent der Norweger mit dem Internet verbunden sind. Social Media dagegen hat bezogen auf Nachrichten-Nutzung einen gar nicht so großen Stellenwert, wie vielleicht anzunehmen wäre. Der Grund liege nach Hilde Sakariassen darin, dass viele den Plattformen nach einer langen Welle von Fake-News nicht vertrauen: „Obwohl viele Social Media als Teil ihres täglichen Nachrichtenkonsums nutzen, stellen die Dienste nur für wenige die erste Quelle dar, was die Skepsis vor dubiosen Quellen verdeutlicht.“ Das größte Vertrauen hätten die Norweger immer noch zu den traditionellen Medien.

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Quelle: Editorial Media