Print & Online Werbung: Die Aussichten

In einem Interview gegenüber MEEDIA gaben Experten von Bauer Advertising, Gruner + Jahr und Funke Sales GmbH ihre persönliche Einschätzung zu den zukünftigen Entwicklungen für Print und Online Werbung in ihren Häusern ab. Alle Einzelheiten gibt es in diesem Artikel.

Gruner + Jahr

Frank Vogel, Sprecher der Geschäftsleitung von Gruner + Jahr, ist der Meinung, dass es im Jahr 2018 mehr darum gehen werde, „die Aufmerksamkeit des Konsumenten auf das Produkt zu lenken.“ Dazu erklärte er weiter: „Und das wird im täglichen Informationsüberfluss nicht einfacher!“ Das Problem liege darin, dass es immer mehr Medien-Gebiete gebe, in die investiert werde. Zu den Beispielen gehören klassische Media-Kampagnen, Content Marketing sowie Data-Lösungen.

Die Anzeigenkunden stünden daher vor zwei Herausforderungen: „Für die Werbetreibenden bedeutet dies einerseits, alte Kommunikationsstrategien nicht komplett über den Haufen zu werfen, weil sie immer noch funktionieren; andererseits müssen sie aber auch genügend Geld in neue Tools investieren, um auf die Zukunft vorbereitet zu sein. Dieses breite Handlungsspektrum wird dazu führen, dass sich die Ausgaben nochmal leicht steigern werden.“

Was das Anzeigengeschäft für Printmedien betrifft, verkündete er: „Nach einem guten Printjahr für G+J in 2017 nehmen wir uns Stabilität für 2018 vor. Ob das allerdings für den gesamten PZ-Markt so aussieht, kann ich nicht sagen. Das ist hier von vielerlei Faktoren abhängig, am stärksten aber von der jeweiligen Portfoliostärke des Vermarkters.“

Bei seiner Aussage zum Online-Anzeigengeschäft ist Frank Vogel optimistisch: „Digital wird sich in 2018 steigern. Dabei wird die Performance der einzelnen Player wieder sehr unterschiedlich sein. Wer grundsätzlich neben Reichweite, Brand Safety, auch auf die zentralen Treiber wie Native, Influencer oder programmatischen Verkauf setzt, wird vom Wachstum profitieren können.“

Funke Sales GmbH

„Der Werbemarkt wird auch 2018 wachsen. Man muss allerdings die einzelnen Gattungen gesondert betrachten: (…) Display Online steht vor großen Schwierigkeiten durch den Preisverfall bei Programmatic Advertising. Print dürfte — auch vor dem Hintergrund der Fake News-Debatte — profitieren“, erklärte Mirco Striewski, Geschäftsführer der Funke Sales GmbH. „Die Segmente regionale Display Tageszeitung und Anzeigenblätter werden sich im besten Fall auf den Werten des Vorjahres stabilisieren. In den Print-Rubrikenmärkten ist weiterhin mit größeren Rückläufen zu rechnen (…)“, prognostizierte er zudem.

Bauer Advertising

Im Vergleich zu Gruner + Jahr rechnet Dirk Weidenmann, Geschäftsleiter Bauer Advertising, nur mit einem leichten Anstieg im Anzeigengeschäft. Außerdem würde die Bauer Media Group bei Publikumszeitschriften besser abschneiden als manch anderer in dieser Branche. Den Grund dafür erklärte er wie folgt: „Durch unser neuerlich erweitertes Titelportfolio, das wir in passgenauen Kundenlösungen anbieten, sehen wir für uns die Chance, uns über den Markt zu entwickeln.“

Weitere Aussichten für 2018

Allem Anschein nach beläuft sich der Trend für das neue Jahr in Richtung Online Anzeigen. Verlage und andere Medienhäuser stehen unter anderem durch die neue integrierte Ad-Blocker-Funktion von Google Chrome vor einer erschwerten Aufgabe, Ihre digitale Anzeigen richtig zu platzieren. Unerwünschte Werbemaßnahmen werden durch die strengen Kriterien von „The Coalition for Better Ads“ nun schneller aufgedeckt und können -sofern sie den Vorgaben nicht entsprechen -sogar gelöscht werden. Dennoch stellen Anzeigen für Verleger und andere Medienhäuser nach wie vor eine wichtige finanzielle Einnahmequelle dar, weswegen der Stern seine Leser seit Neuerem zu einer Lockerung von Ad-Block-Funktionen auffordert, wenn diese Zugang zu Online-Artikeln wünschen.

Wir, von plenigo, sind ein innovatives Technologie-Unternehmen, die Ihnen eine SaaS-Plattform anbietet. Über diese können Sie Print- und Online-Subscriptions einfach in Ihre bestehende Infrastruktur integrieren. Kontaktieren Sie gern unser Support Team unter support@plenigo.com ,um mehr über Ihre Möglichkeiten bei plenigo und unsere AdBlock Detection zu erfahren oder abonnieren Sie unseren Blog auf Facebook, Twitter, LinkedIn oder Google+, um stets auf dem Laufenden über aktuelle Branchen-News zu sein.

Quelle: MEEDIA