So funktionieren erfolgreiche Bezahlschranken

Inzwischen haben 123 deutsche Tageszeitungen ihre online Angebote auf Bezahlinhalte umgestellt. Der Vorzeigekandidat für erfolgreiches Paid Content ist der Axel-Springer-Verlag. Die Hälfte ihres Umsatzes wird mit digitalen Produkten generiert. Trotzdem sind viele Verleger von diesem Erfolg noch weit entfernt. Jedoch steigt die Anzahl der Bezahlschranken im Internet und kaum ein Internetnutzer ist ihr bisher noch nicht begegnet. Die IVW ermittelt einen Anstieg des Verkaufs von Nutzungslizenzen im Tagesdurchschnitt. Im Zeitraum 2014 bis 2016 (29 Monate) wurde ein Wachstum von 64% festgestellt. Diese Entwicklung kommt nicht nur durch eine höhere Zahlungsbereitschaft der Leser zustande, sondern auch durch den Druck auf die Nutzer. Somit ist die Anzahl der Paid-Content Angebote in den letzten Jahren gestiegen, jedoch sind die Abrufe pro Angebot im Schnitt konstant geblieben. Um eine durchwegs positive Entwicklung zu bekommen wird ein starkes Wachstum benötigt. Laut einer Studie vom Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) wünschen sich 60 % der Verlage weitere kostenpflichte Digitalangebote.

Der PV Digest schätzt, dass die gesamte Publikumspresse in Deutschland letztes Jahr 242 Mio. Euro mit Paid Content umsetzte. Dabei liegt der Anteil von überregionalen Tageszeitungen bei 25% und von regionalen Zeitungen bei 28%.

Ist ein Paid Content Konzept nicht erfolgreich, bleiben auch die Besucher aus. Die Verleger, die trotz der Paywall ihre Attraktivität nicht verloren haben, sind die, die Publishing Angebote haben.
In Bezug auf die Bezahlschranke verwendet die Mehrheit der Zeitungen das Freemium Modell (hierbei sind lediglich exklusive, nicht kostenlos zugängige Inhalte kostenpflichtig). Auf Platz 2 landet das Metered Model (eine bestimmte Anzahl an Inhalten sind kostenlos verfügbar, um Interesse beim Leser zu wecken und nach Ausschöpfung des Kontingents wird Registrierung und ein kostenpflichtiges Abonnement verlangt). Insgesamt lässt sich aber sagen, dass jedoch das Vertriebsmodell deutlich bedeutender ist als die Art der Bezahlschranke.

Quelle: ibusiness.de

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