The Atlantic führt Paywall wieder ein

Pünktlich zum Start von 2018 verkündet die amerikanische Zeitschrift „The Atlantic“, dass Leser zukünftig mit einer Paywall auf Ihrer Website zu rechnen hätten. Mit diesem Vorhaben sind sie nach der Nachrichtenagentur CNN, die Ende 2017 ebenfalls preisgab, fortan auf ein Abonnement-Modell umzustellen, die nächsten, die diesem Beispiel folgen.

Eine ganze Reihe von Medienhäusern gab zuletzt bekannt, zukünftig eine Bezahlschranke für digitale Inhalte auf ihrer Website einzubauen. Zu ihnen gehören das US-amerikanische Magazin Wired und das Nachrichtenunternehmen Business Insider. Nun verkündete auch Bob Cohn, Präsident von The Atlantic, dass auch sie sich dem Subscription Management ab Januar 2018 anschließen werden. Er begründete das Vorhaben gegenüber The Wall Street Journal wie folgt:

„Mehr als eine Million Menschen kommen jeden Monat zehn Mal oder öfter zu uns. Das, was wir jetzt tun, ist, dass wir dieser Gruppe sagen: Helfen Sie uns unseren Journalismus weiter auszubauen!“

Aus diesen Zahlen hat sich das neue Geschäftsmodell entwickelt: Jeder Leser soll zukünftig etwa 10 Artikel pro Monat kostenlos lesen können, danach wird der Leser auf die Bezahlschranke geführt. Die genaue Festlegung der kostenlosen Artikel stehe nach Cohn jedoch noch nicht fest und soll anhand von Tests noch ermittelt werden.

3 Abonnement Modelle

Die Leser können fortan zwischen drei verschiedenen Tarifen wählen, mit denen sie Zugang zu Artikeln über Politik, Business, Kultur, Technologie und vielen weiteren Themen erhalten.

Über das erste Abonnement erhält man Zugang zu digitalen Artikeln auf der Website. Die zweite Abo-Option stellt wiederum eine Kombination aus Print und Digital dar. Eine Besonderheit ist das dritte Subscription Modell namens Masthead.

Hier erhalten Abonnenten Print- und Digital-Artikel, einen täglichen Newsletter sowie die Chance, Teil einer privaten Diskussionsgruppe zu sein, über die ein direktes Feedback an die Redakteure und Reporter erfolgt. Dieser exklusive Vorteil hat mit 120 US-Dollar im Jahr jedoch auch seinen Preis.

Wiedereinführung von Paywall

Die Nachricht, dass The Atlantic eine Paywall einführe, ist allerdings nicht neu. Bereits in den Jahren vor 2008 hatte die Zeitschrift eine Bezahlschranke auf ihrer Website. Um das digitale Publikum jedoch zu vergrößern, wurde sie vor fast 10 Jahren abgeschafft.

Zur damaligen Zeit hatte die Zeitschrift 2 Millionen Besucher pro Monat. 2017 waren es 20 Millionen. Das waren 20% mehr als 2016. Nicht zuletzt sei auch die zunehmende Akzeptanz für kostenpflichtige Inhalte ein weiterer Grund für die Wiedereinführung, erklärte Cohn.

Unter anderem verriet er auch, dass das Unternehmen in den Bereichen Digital Advertising, Events, Consulting und Print-Circulation ein Wachstum verzeichnet hat. Dies gelte jedoch nicht für das Print-Werbegeschäft.

Das Beispiel von “The Atlantic” zeigt, dass die Akzeptanz für kostenpflichtige Inhalte seitens der Leser vorhanden ist. Print-Anzeigen sind für Verleger durch Ad-Blocks jedoch nur noch eine mittelfristige Lösung. Was fehle ist eine Lösung für ein neues Vertriebssystem, das auch langfristig funktioniert.

plenigo hat sich auf das Subscription Management spezialisiert. Nach der einfachen Integration der SaaS-Plattform kann der End-User Zugang zu digitalen und analogen Produkten und Services erwerben. Produkte und Preise können vom Benutzer selbst verwaltet werden und über einen transparenten Einblick der Kundennachfragen können neue Strategien entwickelt werden — zum Beispiel über unsere Marketing Suite, die Sie bei Ihrem individuellen Vorhaben unterstützt!

Quelle: Forbes; Mediapost; Wall Street Journal