Transparenz, Politik, Daten

“Mehr Transparenz würde im übrigen auch mehr Wahrheit ermöglichen.”1
Roman Herzog, deutscher Bundespräsident, 28.1.1999

Wir, das Team von politik.ch, könnten die Closed-beta-Phase unseres CivicTech-Startups auch mit weniger grossen Worten einleiten, aber manchmal sind die hohen, hehren und weithin sichtbaren Leuchttürme die besseren Ziele.

Uns ist es ein Anliegen, die Politik der Schweiz mit den Methoden und Tools auf der Höhe der Zeit aufzugreifen und verständlich zu machen. Dazu setzen wir uns mit den demokratischen Prozessen der politischen Entscheidungsfindung auseinander und nutzen verfügbare Daten, welche wir aufbereiten, veredeln und visualisieren. Damit machen wir auf eine einfache Weise deutlich, wie die politische Schweiz entscheidet.

In einer ersten Phase werden wir das Abstimmungsverhalten im Schweizer Parlament, genauer im Nationalrat anpacken: closed-beta zur Herbstsession 2017 ab Mitte September und full public zur Wintersession ab Ende November 2017. Der darauf folgende Schritt ist die Visualisierung der Entscheide im “Stöckli” — also im Ständerat, der zweiten parlamentarischen Kammer der Schweiz. Danach machen wir uns an die Schweizer Kantone sowie an grosse Städte und Kommunen. Wir haben mit politik.ch viel vor in der nächsten Zeit.

Digitalisierung bedeutet, dass auch in der Politik und der politischen Arbeit eine noch nie dagewesene Transparenz Einzug halten kann. Wir bauen auf der Open Government Data-Strategie 2014–2018 des Bundesrates, verabschiedet am 16.4.20142, auf und nutzen dazu die veröffentlichten Daten. Wir verarbeiten, veredeln und visualisieren diese Daten automatisch. Unser Ziel ist grösstmögliche Automatisierung — dazu bietet politik.ch eine umfassende, verlässliche, schnelle und unabhängige Plattform.

Roman Herzogs Zitat aus dem Titel ist noch ein wenig ausführlicher. Gern wollen wir uns von der Weitsicht des deutschen Bundespräsidenten und seinen Worten am World Economic Forum in Davos leiten lassen:

“Die Globalisierung, aber auch die immer neuen technischen Durchbrüche und die Verstärkerrolle der Medien haben zur Folge, dass die verschiedenen Kulturen schneller und intensiver aufeinander einwirken als jemals zuvor in der Geschichte der Welt. Darin liegen Chancen: Die Freiheit des Informationsaustausches macht es den Kulturen möglich, sich gegenseitig zu bereichern. Das hält sie lebendig und bewahrt sie vor musealer Erstarrung. Mehr Transparenz würde im übrigen auch mehr Wahrheit ermöglichen.”

Wir freuen uns, mit politik.ch mehr Wahrheit in der politischen Schweiz zu ermöglichen.


Quelle Header: Martin Abegglen, Bundeshaus mit Wasserfontänen, CC BY-SA 2.0, https://flic.kr/p/6jqvDr

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