Lang Lebe Charlie Countryman (2013) Filmkritik

Hannibal als das dritte Rad am Wagen.
Als Charlie Countryman’s Mutter stirbt, entscheidet er sich spontan nach Bukarest zu reisen, in der Hoffnung dort neuen Sinn, Antrieb und vielleicht auch wieder zu sich selbst zu finden. Dort verliebt er sich in Gabi, die jedoch unter der Kontrolle ihres brutalen Ehemannes steht.

Der Auftakt des Films ist märchenhaft und traumwandlerisch gefilmt und zieht den Zuschauer umgehend in den Bann. Eine schicksalhafte Begegnung im Flugzeug lässt die Grenzen zwischen Traum und Realität weiter verwischen und schürt die Hoffnung auf eine einzigartige Geschichte. Doch schon kurz darauf verlässt der Film seinen vielversprechenden Ansatz und begibt sich auf ausgetrampelte Pfade: Eine klassische Liebesgeschichte, angereichert mit dem nötigen Quentchen Drama in Person des krankhaft eifersüchtigen Ehemanns, beherzt gespielt von Mads Mikkelsen. Der Film verliert von Minute zu Minute an Kraft und Faszination, so dass einen selbst der bemüht dramatische Höhepunkt letztenendes nicht mehr sonderlich berührt oder interessiert.

Extra Abzüge gibt es dafür, dass Til Schweiger eine prominente Nebenrolle erhält und sein gewohnt hölzernes Schauspiel zeigen darf. Shia LaBeouf hingegen offenbart ein weiteres Mal sein unglaubliches Talent und rettet den Film an vielen Stellen vor der Katastrophe.

Ein schlechtes, mutloses Drehbuch verschenkt den gelungenen Auftakt und eine starke Performance von Shia LaBeouf. 5/10


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