Operation Avalanche (2016) Filmkritik

Etwas schwereloser bitte.
1965, auf dem Höhepunkt des Wettstreits zum Mond zwischen den USA und Russland, werden vier CIA Agenten getarnt als eine Dokumentationscrew bei der Nasa eingeschleust, um einen russischen Doppelagenten zu entlarven. Was sie entdecken, führt zu einer der größten Verschwörungen der Amerikanischen Geschichte.

Die Prämisse spielt geschickt mit dem Mythos, dass die Mondlandung von den USA gefaked wurde, um ihr Gesicht vor dem Rest der Welt zu wahren und spinnt vor diesem Hintergrund die Geschichte um die Gruppe junger CIA Agenten auf unerwartete Art weiter.

Was der Zuschauer zu sehen bekommt, ist die Dokumentation einer gefakten Dokumentation. Matt Johnson ist sowohl in der Realität als auch im Film der Regisseur und wichtigste Protagonist und hat genau wie die Kollegen seinen echten Namen beibehalten für den Film. Ziemlich meta das Ganze.

Dass diese kühne Rechnung aufgeht, ist allen voran dem genannten Matt Johnson zu verdanken, der den eigenen Film schultert und es dem Zuschauer mit einer sympathischen Performance leicht macht, wenn notwendig auch mal eine Auge zuzudrücken. Die Stimmung und das Ambiente der 70er Jahre werden überzeugend rekonstruiert und geschickt mit Originalaufnahmen gekreuzt, so dass ein authentisches Gesamtbild entsteht.

Leider schafft es der Film, mit Ausnahme einer nett gefilmten Verfolgungsjagd gegen Ende, keine echte Spannung oder Nervenkitzel zu erzeugen und plätschert insgesamt etwas zu gemächlich vor sich hin. Speziell im Mittelteil fühlt sich der Film eher wie eine Hangout-Comedy an. Das muss per se nichts schlechtes sein, aber eine waschechte Komödie ist Operation Avalanche eben auch nicht, auch wenn sich der Film mit variierenden Erfolg über weite Strecken auf seinen Unterhaltungswert verlässt. Somit bleibt insgesamt ein etwas unausgewogener Eindruck zurück. Allein schon auf Grund der einfallsreichen Prämisse und der Darstellung des Multitaltents Matt Johnson ist der Film aber einen Blick wert.

Smart und innovativ, letztendlich aber zu unentschlossen, zeigt Operation Avalanche viel Potential, kann dieses aber nicht ganz ausschöpfen. 6/10


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