Sieben Minuten Nach Mitternacht (2016) Filmkritik

Ein Junge ersucht die Hilfe von einem Baum Monster, um zu lernen, mit der unheilbaren Krankheit seiner Mutter umzugehen.
Handwerklich ist Sieben Minuten Nach Mitternacht über jeden Zweifel erhaben. Die Kameraarbeit ist gut und die Special Effects lassen sich sehen. Auch das Sounddesign und der Soundtrack sind mehr als passabel, wie auch die schauspielerischen Leistungen. Doch all das hilft leider nichts, wenn die Geschichte nicht zu berühren vermag.
Die zugrundeliegenden Motive sind altbekannt und wurden in vielen Filmen schon innovativer und eindringlicher präsentiert. Oftmals werden die für die Filmemacher wichtigen Aussagen plump durch einen der Protagonisten ausgesprochen. Für einen Erwachsenen sind die Metaphern zu einfach und die Handlung jederzeit absehbar, für Kinder kann der Film ob seines düsteren Grundtons aber auch nicht gedacht sein. Somit muss man sich fragen, für wen der Film eigentlich gemacht wurde.
Sieben Minuten Nach Mitternacht möchte gerne ein inspirierendes Märchen sein, lässt aber leider jede Hoffnung und Freude vermissen. So wird die Laufzeit von fast zwei Stunden für den Zuschauer zu einer Geduldsprobe, die trotz schöner Bilder keinen Funken Magie erzeugen kann.
Gut gefilmte, aber freudlose Moral-Fabel ohne interessante Einsichten. 5/10
🍿 Folge Popcornperlen auf Medium, Twitter und Facebook für mehr Filmkritiken, Serienreviews und Toplisten.
🍿 Wir freuen uns über Kommentare, Empfehlungen und Filmtipps.
🍿 Wenn du Teil des Popcornperlen-Teams werden willst, dann melde dich!

