The Girl With All The Gifts (2016) Filmkritik

Diese Maske unterstützt die gängigsten Diäten.
In einer dystopischen Zukunft kämpft ein kleines Team aus Wissenschaftlern, Lehrern und Militär um das eigene Überleben und das eines ganz besonderen Mädchens.

Wenn auch offensichtlich von Danny Boyle’s Genre Klassiker 28 Days Later inspiriert, schafft es The Girl With All The Gifts durch einen geschickten Perspektivwechsel und viele Einfälle dem Zombie Kanon neue Facetten hinzuzufügen und über die gesamte Laufzeit bestens zu unterhalten. Den Schrecken und Terror der Zombie-Größen erreicht er dabei nie ganz, überzeugt dafür aber mit interessanten zwischenmenschlichen Dynamiken.

Während die Kameraarbeit lediglich solide ist, sticht das hervorragende Sounddesign hervor und trägt einen großen Teil zum Spannungsfaktor bei. Die Schauspieler machen allesamt einen guten Job, insbesondere Sennia Nanua, die als Melanie im Laufe des Filmes zu sich selber findet und lernt sich selbst und ihre Rolle im Leben zu akzeptieren. Einzig Glenn Close als moralisch zwiegespaltene Wissenschaftlerin auf der Mission einen Impfstoff zu finden irritiert, da ihr Gesicht inzwischen verblüffende Ähnlichkeit mit Michael Keaton’s aufweist.

Das Drehbuch bedient sich an manchen Stellen bequemen Zufällen, hält aber gekonnt das Interesse des Zuschauers und neben mehreren überraschenden Wendungen sogar ein paar Lacher bereit.

Das konsequente Ende ist stark und hinterlässt einen bleibenden Eindruck, auch wenn die letzte Szene zu aufgesetzt wirkt und das ansonsten nahezu poetische Ende etwas relativiert.

Intelligenter und innovativer Zombie Film, dem lediglich ein klein wenig der Biss fehlt. 7/10


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