10 Tipps für kreative Diskussionen im Team

Am Anfang eines jeden Projekts steht eine kreative Idee, die die Macht hat unsere Kunden und uns zu begeistern und voranzutreiben. Diese Ideen können auf vielerlei Arten entstehen: manchmal hat der Kunde bereits ein genaues Bild vor Augen, mit dem er an uns herantritt; meist ist das Bild eher vage und wir entwickeln kreative Ideen auf Basis unserer Erfahrungen und Visionen. Wichtig ist stets, die Idee vollständig reifen zu lassen und so fein auszuarbeiten, dass sie am Ende von jedem Beteiligten verstanden und gelebt werden kann. Hierzu ist es wichtig, Themen und Ideen regelmäßig im Team auf kreative Weise zu diskutieren.

Wie das genau geht und welche Techniken dabei helfen können, verraten wir in unseren 10 Tipps für kreative Diskussionen im Team.

1 Think outside the Box. Ja, das klingt so verdroschen und steht mittlerweile wohl in jeder Agentur an irgendeiner Wand. Was wir damit meinen ist aber: Einfach mal raus gehen und den Ort wechseln. Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, Diskussionen nicht in den Büroräumen zu führen. Einfach mal die Diskussion nach draußen verlegen und eine halbe Stunde an der frischen Luft spazieren, oder sich einen Kaffee im Restaurant nebenan gönnen. Ein neues Umfeld kann neue Ideen, Sichtweisen und Schwung in Diskussionen bringen. Und es lässt sich so einfach umsetzen!

2 Unwissenheit ist Trumpf. Man neigt dazu, nur Personen zu einer Diskussion einzuladen, die aus Sicht des Einladenden auch etwas zum Thema beitragen können — sich also mit dem jeweiligen Thema gut auskennen. Diesen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden. Denn gerade Personen, die keine Berührungspunkte mit dem Diskussionsthema haben, können häufig interessante Fragen und Anregungen einbringen, die von „betriebsblinden“ Teilnehmern nicht gekommen wären. Sie bringen den gewissen Twist in die Diskussion und steuern den wertvollen Blick eines Außenstehenden bei. Laden Sie also zu Ihren Diskussionen nach Möglichkeit bewusst „themenfremde“ Teilnehmer ein und motivieren Sie sie zur aktiven Einflussnahme.

3 Einfach mal lockerlassen. In vielen Unternehmen gibt es strikte Meetingregeln: jedes Meeting, das länger als 30 Minuten geht, benötigt eine klar strukturierte Agenda; jeder Teilnehmer muss sich entsprechend vorbereiten; und so weiter. Das ist hier fehl am Platz. Um eine kreative Diskussion zu erschaffen, sollten alt eingesessene Strukturen auch mal über Bord geworfen werden. Für eine kreative Diskussion gibt es keine Agenda und das ist auch gut so! Halten Sie die Gesprächsinhalte und Ergebnisse so offen, dass sich wirklich jeder spontan einbringen kann und es immer Raum für neue Ideen gibt. Dann kommen sie von ganz alleine.

4 Das Zepter weiter reichen. In einer geplanten Diskussion ist die Rolle des leitenden Moderators wichtig, um bestimmte Richtlinien im Blick zu halten und die Diskussion zurückhaltend in möglichst effektive Gewässer zu leiten. Der Moderator erläutert zu Beginn das Thema oder Problem und eröffnet die Runde mit einer Frage, die es allen Teilnehmern ermöglicht ihre persönliche Meinung einzubringen. Damit nicht das Gefühl aufkommt, es bestimme immer eine Person die Diskussionen, kann die Rolle des Moderators bei jeder neuen Diskussion ein anderer Teilnehmer annehmen. So wird die Verantwortung im Team weitergegeben und jeder entsprechend involviert.

5 Schreib`s auf. Bei Diskussionen im Team ist es wichtig, alle Ideen als wertvoll zu betrachten. Aus diesem Grund sollten alle beigesteuerten Ideen und Meinungen notiert werden — so gehen sie nicht verloren und der Gesprächsverlauf kann später besser nachvollzogen werden. Anschließend können aus allen notierten Inhalten, die herausgesucht werden, die die Gruppe für am relevantesten oder besten einstuft. Auf dieser Basis werden die Ideen immer weiter eingekreist und verfeinert. Aber auch Ideen, die vielleicht in dieser Runde nicht unter die Top-Ideen kommen, können für ein späteres Projekt oder Problem vielleicht noch hilfreich sein. Also schreiben, schreiben, schreiben.

6 Hilfsmittel nutzen. Diskussionen können manchmal schon ermüdend sein. 7 Leute sitzen um einen Tisch, in einem kleinen Meetingraum, einer tippt auf seinem Laptop mit… Damit es nicht so endet, sollte man regelmäßig zu Hilfsmitteln greifen, die die Kreativität anspornen, die Stimmung lockern und einen vielleicht auch mal wieder Kind sein lassen. Egal ob Klebezettel, um Ideen zu notieren. Legosteine um etwas zu bauen. Oder Knete, durch die man Ideen in Form bringen kann. Dinge, die es ermöglichen aus dem tristen sitzen und reden auszubrechen bringen einen echten Mehrwert in jede Diskussionsrunde.

7 Offenheit zeigen. Das ist eigentlich einer der Grundregeln für jedes Meeting und jede kreative Diskussion: die Gespräche sollten stets offen sein. Es muss so viel Offenheit transportiert werden, dass jeder Teilnehmer gerne seine Meinung beisteuert, auch wenn er sich nicht sicher ist, was die anderen davon halten. Das bedeutet auch, dass Ideen nicht bewertet werden und es keine schlechten Ideen gibt. Auch wenn man mal anderer Meinung ist. Diese Offenheit ist der Schlüssel dazu auch mal weiter zu denken, über das „normale“ oder „gewohnte“ hinaus.

8 Fairness leben. Grundregel Nummer zwei ist die Fairness untereinander und geht Hand in Hand mit zuvor genannter Offenheit. Jeder Teilnehmer, egal wie erfahren oder unerfahren ist in einer kreativen Diskussion gleichwertig. Negative Reaktionen auf neue Ideen sind tabu. Seine Meinung sagen darf jeder. Das sollte der Moderator zu Beginn des Gesprächs einmal mitteilen, aber auch die gesamte Runde während der Diskussion so leben.

9 (Positive) Rückmeldungen. Die dritte Grundregel in jeder Diskussion oder Teamarbeit, sind Rückmeldungen. Es gibt nichts schlimmeres, als irgendwo in der Luft hängen gelassen zu werden. Etwas beizusteuern und dann keinerlei Feedback zu erhalten. Das wirkt auf lange Sicht demotivierend. Daher ist es wichtig sich untereinander Rückmeldung zu geben, die im besten Fall positiv ist und Wertschätzung gegenüber dem Beitrag zeigt. Vor allem bei Leuten, die sonst in Diskussionen sehr zurückhaltend sind, wirkt ein „Cool, die Idee hab` ich direkt mal aufgeschrieben und können wir später weiter diskutieren.“ manchmal schon Wunder.

10 Feedback ist Gold wert. Last but not least: Feedback einholen. Wer sich regelmäßig Feedback zu Diskussionen oder Teamarbeiten einholt, der kann sich weiterentwickeln. Wenn die Diskussionsteilnehmer im Anschluss sagen „Ja, das war schon okay. Ein bisschen trocken zum Ende hin, aber gute Ergebnisse.“, dann wissen Sie, dass Sie nächstes Mal vielleicht eine der Hilfsmittel nehmen oder mal den Ort wechseln, um die Diskussion spannender zu machen. Feedback ist immer Holschuld. Also fragen, fragen, fragen.


Ramona Peters ist Projektmanagerin bei rabbit mobile, einer Agentur für die Entwicklung digitaler Businessanwendungen mit Mobile-First-Ansatz.
rabbit mobile unterstützt seine Kunden von konzeptionell-strategischen Vorüberlegungen bis hin zur Realisierung und Pflege laufender Anwendungen, sowie deren Integration in eine bestehende Systemlandschaft.

Sie erreichen Ramona Peters hier auf Xing, hier auf LinkedIn oder:
via E-Mail: r.peters@rabbit-mobile.de
via Telefon: +49 69 256288–244