User Engagement in Apps

7 Strategien zur besseren Nutzerbindung, die Sie und Ihre App wirklich weiterbringen

Sie sind unzufrieden mit den Nutzungsstatistiken Ihrer App? Es ist ziemlich schwierig, mit seiner App im Bewusstsein der Nutzer zu bleiben, aber es ist definitiv nicht unmöglich! Und ich habe heute 7 Tipps für Sie, um kontinuierlich das User Engagement Ihrer App zu verbessern.

1 Jeder will möglichst viele Nutzer möglichst lange in seiner App halten und das ist ja auch erst mal nachvollziehbar, aber bevor wir uns um alle anderen Tipps kümmern, die ich heute noch für Sie habe, kommt in dem Zusammenhang gleich Tipp Nummer 1: Setzen Sie sich die richtigen Ziele. Und damit meine ich: Nehmen Sie sich wirklich Zeit dafür, herauszufinden, welches die richtigen Messwerte für den Erfolg Ihrer App sind. Es nutzt nichts, sich zum Beispiel nach dem Motto „je mehr desto besser“ rein auf die Nutzungsdauer einer App zu fokussieren und daran ihren Erfolg zu messen. Es kann sein, dass eine lange Nutzungsdauer in WhatsApp ein Merkmal dafür ist, dass sie gut angenommen wird. Eine lange Nutzungsdauer Ihrer App kann aber genauso gut heißen, dass sich die User darin überhaupt nicht zurechtfinden und Ewigkeiten brauchen, um überhaupt zu finden, was sie suchen. Das wäre dann eher ein Merkmal für Misserfolg.
Also: Vergleichen Sie hier keine Äpfel mit Birnen und definieren Sie Ihre ganz eigenen Messgrößen!

2 Werden Sie persönlich! Was schon immer eine Binsenweisheit im Marketing ist, wird oft bei Apps vernachlässigt.

Beispiel einer persönlichen Ansprache in der App Payback

Es macht für Nutzer einen riesigen Unterschied, ob Sie anonym oder mit ihrem Namen angesprochen werden. Wenn Sie also den Namen des Nutzers kennen oder sich eine Gelegenheit bietet, den zu erfragen, dann fragen Sie einfach und sprechen Sie ihn künftig direkt an. Der Mensch ist halt einfach ein soziales Wesen und fühlt sich dort hingezogen, wo er das Gefühl hat, dass er persönlich wertgeschätzt wird.

3 Personalisieren Sie auch die Inhalte Ihrer App so gut es geht. Das können Sie entweder tun, indem Sie den Nutzer aktiv danach fragen, was ihm besonders wichtig ist, was übrigens auch eine Form von Wertschätzung sein kann, wenn es elegant gemacht ist oder auch so, dass Sie über das Nutzerverhalten in der App Ihre eigenen Rückschlüsse ziehen, welche Inhalte Sie ihm bevorzugt anzeigen sollten. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Analysetools, die es Ihnen ermöglichen, über das Nutzerverhalten Ihre Inhalte und den Aufbau Ihrer App zu optimieren und damit das User Engagement zu steigern. Welches Sie auswählen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber werfen Sie doch zum Beispiel einmal einen Blick auf Piwik PRO (Piwik PRO) oder Mixpanel (Mixpanel). Beide Tools liefern wertvolle Insights, die Sie in diesem Punkt unterstützen können.

4 Machen Sie es dem Nutzer so einfach wie möglich! Und das beginnt schon in den allerkleinsten Dingen, die leider oft übersehen werden. Es dem Nutzer so einfach wie möglich zu machen bedeutet vor allem, in der Lage zu sein, sich gedanklich in dessen Situation zu begeben. Was sind für jemanden, der sich ein Taxi ruft, die wichtigsten Fragen? Wann ist es bei mir und was kostet die Fahrt? Und genau auf diese beiden Fragen konzentriert sich zum Beispiel die App myTaxi (mytaxi). Ich sehe, mein Taxi kann in einer Minute bei mir sein und meine Fahrt aus dem Büro zum Flughafen wird zwischen 29,- und 35,- Euro kosten.

myTaxi App Ansicht

Und nicht nur das. Hier sehen Sie auch ein Beispiel für gute Buttontexte, die mir erklären, was passiert, wenn ich sie antippe bevor ich tippe. Hier steht nämlich nicht „OK“ oder „Auswählen“, sondern „Taxi jetzt bestellen“, beziehungsweise als Alternative „später“. 
Und falls Sie bei Ihren Buttons unsicher sind, welche Textvariante am besten funktioniert, machen Sie A/B-Tests, tracken Sie die und schauen Sie sich die Messergebnisse an.

5 Nutzen Sie Deeplinks, die in Ihre App zeigen. Deeplinks sind Links, die den User direkt in die App leiten, sofern sie auf dessen Gerät installiert ist. Sollte es also Gründe geben, aus denen Sie Ihre Nutzer lieber in der App als auf der Website haben — und da Sie diesen Artikel lesen, gehe ich davon aus, dass es solche Gründe gibt — dann sollten Sie diese Möglichkeit nutzen. Sie können sogar über Deeplinks bestimmte Werte mit übergeben, die dann in der App dafür sorgen, dass eine besondere Handlung automatisch durchgeführt wird. Hier sehen wir ein Beispiel, wie Airbnb (AirbnbEng, AirBnb Design) das macht:

Vor meiner Reise nach Hamburg haben die eine E-Mail mit Tipps geschickt, und wenn ich mehr sehen will, kann ich in der Mail einen Button tippen, der mich direkt an die entsprechende Stelle mit Reisetipps für Hamburg in der App umleitet.
Nutzen Sie also Deeplinks in Ihrem Onlinemarketing, um Traffic in Ihre App zu bekommen und den Nutzern ein besseres Erlebnis zu bieten.

6 Behalten Sie Ihre App-Performance im Blick! Muten Sie es bitte nicht Ihren Nutzern zu, sich in Ihrer App mit Bugs und Crashes herumzuärgern, von denen Sie selbst nicht rechtzeitig erfahren. Tools wie Google Firebase Crashlytics oder Sentry (Sentry.io) erstellen Ihnen Berichte, sobald ein Nutzer zum Beispiel einen Absturz Ihrer App erlebt und Sie können innerhalb kürzester Zeit darauf reagieren, denn kaum etwas lässt Ihre Nutzerzahlen mehr schrumpfen als eine App, die nicht richtig funktioniert.

7 Nutzen Sie Push Notifications und nutzen Sie sie richtig. Die Zeiten in denen Push-Notification einfach an alle App-Nutzer blind rausgeballert wurden, sollten definitiv vorbei sein. Konzipieren Sie eine Push-Strategie, die einen echten Nutzen bietet, und nicht nur danach schreit, doch bitte die App mal wieder zu nutzen. Denn schneller als Sie gucken können, haben Ihre User dann entweder Ihre Pushes auf stumm geschaltet oder gleich Ihre App gelöscht. Segmentieren Sie also Ihre Zielgruppen auf Basis des getrackten Nutzerverhaltens und achten Sie dann auf eine passende Tonalität, relevante Inhalte, den richtigen Zeitpunkt und einen Versandkontext, der aus Nutzersicht hilfreich ist. Überprüfen Sie auch, ob Sie alle Push-Kategorien sinnvoll abdecken, also zum Beispiel persönliche Nachrichten, Triggernachrichten, wenn zum Beispiel eine Lieferung ankommt, Aktivitätsaufforderungen, zum Beispiel, damit der User sein Profil vervollständigt oder ganz klassisch auch Aktionen wie Sonderangebote oder — im B2B-Kontext — interne Wettbewerbe, wie das im Vertrieb manchmal gemacht wird. Wichtig ist hierbei, dass Sie die Reaktionen auf Ihre Push-Messages auswerten und beobachten, um auch hier das richtige Maß bzw. die richtige Frequenz für Ihre Nutzer zu finden. 
Übrigens gibt es auch dafür Tools wie OneSignal (OneSignal) oder Google Firebase In-App Messaging, die Ihnen dabei helfen, eine saubere Push-Strategie aufzusetzen und unter Kontrolle zu behalten.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen ein paar Ideen geben, wie Sie das User Engagement Ihrer Apps erhöhen können und wenn Sie noch Anregungen oder Fragen zu dem Thema haben, schreiben Sie mir einen Kommentar oder melden Sie sich direkt bei mir.

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Ramona Peters ist Projektmanagerin bei rabbit mobile, einer Agentur für die Entwicklung digitaler Businessanwendungen mit Mobile-First-Ansatz.
rabbit mobile unterstützt seine Kunden von konzeptionell-strategischen Vorüberlegungen bis hin zur Realisierung und Pflege laufender Anwendungen, sowie deren Integration in eine bestehende Systemlandschaft.

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