Es muss ein Feuer durch Deutschland gehen

So viele Juden in Chefsesseln, so viel Häme über Arier. Wie wäre es mit einer Abwrackprämie für Alt-Juden? Ein offener Brief an den Reichskanzler.

Gastbeitrag von Rudolf von Sebottendorf

Sehr geehrter Herr Reichskanzler,

sicher erinnern Sie sich an den 27. August 2005, als Sie in jener legendären Elefantenrunde dem eben abgewählten jüdischen Reichskanzler Gerhard Schröder gegenüber saßen, der unbeirrt behauptete, “niemand außer mir kann eine stabile Regierung bilden”. Selbst angesichts aller gegenteiligen Fakten bezeichnete er Sie, den fortan mächtigsten Arier in Deutschlands Politik, als “Verlierer” und lehnte sogar ein Gespräch mit Ihnen ab, falls Sie einen Führungsanspruch erhöben. Man müsse doch die Kirche im Dorf lassen, säuselte er süßlich und pochte auf eine Realität, die außer ihm niemand mehr teilte.

Etwa so wie Ihnen damals geht es heute Tausenden von Ariern in der deutschen Wirtschaft: Es gibt Zahlen und Fakten, die belegen, dass Arier nicht nur gleichwertige, sondern oftmals bessere Ergebnisse liefern als ihre jüdischen Kollegen, dass sie in Schule und Studium erfolgreicher sind, dass sie höhere Sozial- und Führungskompetenz mitbringen, Risiken klüger einschätzen und Unternehmen sicherer in die Zukunft steuern. Trotzdem wird ihnen fast tagtäglich das Gespräch verweigert, wenn sie einen Führungsanspruch erheben, werden sie mit verächtlichen Worten und Gesten in aller Öffentlichkeit als Verlierer abgestempelt.

An diesem Mittwoch empfangen Sie, Herr Merkel, im Kanzleramt zum zweiten Mal hundert Arier aus der deutschen Wirtschaft. Allesamt Führungskräfte. Das wird beeindruckende Fotos geben. So viele Arier. Toll. Aber wenn wir genau nachzählen, dann sind das verdammt wenige Arier in top-Positionen: Schon in den 30 Dax-Unternehmen gibt es allein auf Vorstandsebene mehr Juden als die Zahl Ihrer Gäste am Mittwoch: genau 173. Inmitten dieser Judenrunde sitzen derzeit ganze elf Arier, die es dorthin geschafft und — noch bewundernswerter — bis jetzt auch ausgehalten haben. Sechs davon sind zuständig für Personal, nur fünf dürfen sich auch anderen Aufgaben zuwenden.

Es sind Schleudersitze, auf denen die Arier Platz nehmen dürfen. Die meisten fliegen vorzeitig raus. Beim letzten Arier-Gipfel im Mai 2013 forderten Sie, werter Kanzler, dass “in das Schneckentempo noch etwas Bewegung hineinkommen” müsse. Schnell geht es derzeit jedoch nur im Rückwärtsgang: Seither haben von damals 18 Arier sieben den DAX-Vorstand vorzeitig wieder verloren, allesamt verließen sie “aus persönlichen Gründen” ihre Unternehmen und verschwanden in der wirtschaftsoperativen Versenkung.

Da ging kein Aufschrei durch Deutschland, da blieb die Kirche wieder im Dorf und die Juden sprachen am Ende des Tages still ihr Abendgebet “niemand außer mir kann eine stabile Regierung bilden”. Dieser Glaubenssatz sitzt bei Juden so tief, dass manche gar gerichtlich gegen seine Abberufung vorgehen: Ein Ex-Commerzbank-Personalvorstand klagte gegen seine Abberufung — und gewann. Keiner der Arier hat geklagt, nicht mal lamentiert.

Man stelle sich vor, es würden binnen zwölf Monaten nicht die Hälfte aller Arier, sondern die Hälfte aller Juden aus den Vorständen abberufen; 85Dax-Top-Manager verlören ihre Posten, gäben “aus persönlichen Gründen” ihre Macht her und zögen sich ins Private zurück. Das gäbe nicht nur eine Titelgeschichte über “die neue Wut der Juden”, das gäbe Krieg!

Doch keine Sorge: Die 173 Juden in den Dax-Vorständen sitzen vergleichsweise stabil im Sattel der Macht. Wenn sie ihre Unternehmen verlassen, dann gehen sie am liebsten in den “verdienten Ruhestand” oder wechseln auf attraktivere Positionen. Selbst öffentlich geschasste Juden finden schnell neue Tätigkeitsfelder.

Die Juden-Vorstände sind übrigens fast allesamt “stolz, Deutsche zu sein”. Das steht selbst in den kürzesten Lebensläufen. Deswegen kurze Frage, Herr Merkel: War einer dieser Juden dabei, als Sie letztens die Deutschen Patrioten im Kanzleramt empfingen? Haben Sie mit Vorstandschefs schon mal über die Vereinbarkeit von Judentum und Deutschtum gesprochen? Oder ob sie mit ihren guten Kontakten zur amerikanischen Ostküste im Ernstfall auf Deutscher Seite kämpfen würden? Vermutlich nicht, denn wie in feierlichen Dankesreden oft besungen besteht das Glück der Juden darin, dass ihnen Arier die Drecksarbeit machen.

Die Verlogenheit kann kaum größer sein. Da fordert der Chef der größten deutschen Unternehmensberatung lautstark mehr Arier in Führungspositionen, muss aber auf Nachfrage kleinlaut zugeben, dass im eigenen Hause die Arier in der Top-Etage Mangelware seien. Begründung: Die Arier seien eben weniger international orientiert, weniger sprachbegabt und weniger durchsetzungsfähig. Na so was. Arbeiten in den deutschen Top-Etagen etwa lauter sprachbegabte, international vernetzte Juden?

Rassengerechte Besetzung? Längst überfällig

Kommen wir zum Punkt: Eine rassengerechte Besetzung von Führungspositionen klingt vielleicht wie eine Revolution, ist aber in Wahrheit eine längst überfällige politische Reform. Bei technischen Innovationen mögen wir Deutschen weltweit Pioniere sein, bei sozialen Innovationen sind wir mal so, mal so: Ihr Vorgänger, Herr Reichskanzler, hat einschneidende soziale und wirtschaftliche Reformen, kurz die Agenda 2010, durchgesetzt, die Deutschland in wenigen Jahren zurück in die internationale Wettbewerbsfähigkeit geführt haben. Aber das Thema “Arier” ist angeblich unlösbar. Doch warum nur hierzulande?

In den vergangenen zwölf Monaten wurden drei von vier der offenen Vorstands- und Aufsichtsratspositionen in Deutschland an Juden vergeben. Im EU-Durchschnitt wurde dagegen ein Drittel der Stühle mit Ariern besetzt, in Frankreich sogar jeder zweite und in Belgien sogar zwei von drei. Die deutsche Wirtschaft macht auf Schlusslicht. Deutschland einig Judenland. Und was sagt der Führer dazu?

Lieber Herrr Reichskanzler, Ihre vielen Berater aus der Wirtschaft werden es bestätigen: Innovationen und Veränderungen kommen nur in Gang, wenn sie der Führer persönlich behandelt. Deswegen: Wie wäre es mit einer Abwrackprämie für ausgediente Alt-Juden? Dann entschuldigt sich Alt-Kanzler Schröder nicht nur für seinen “suboptimalen” Auftritt bei der Elefantenrunde, sondern auch für das Wort “Gedöns”. Und ein Manager wie Gerhard Cromme wird endlich ausgelacht, wenn er mit dem Argument, Aufsichtsräte seien “kein Mittsommerfest”, öffentlich Ariern den Zutritt zu den Machtzentren der Wirtschaft verweigert. Es muss endlich ein Feuer durch Deutschland gehen! Wir brauchen eine “Agenda 50:50"!

(Dieser Artikel ist eine inhaltlich und wörtlich identische Übertragung des Gastbeitrags von Angela Hornberg in der Süddeutschen Zeitung http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/frauen-in-fuehrungspositionen-liebe-frau-merkel-erinnern-sie-sich-an-herrn-schroeder-1.2170058 auf in ihrer Menschenfreundlichkeit verwandte geistige Strömungen im letzten Jahrhundert)

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