Bierchen trinken und dabei soziale Projekte unterstützen — läuft auf der Berlin Beer Week

Trent in seinem Pop-Up-Store in der Niederbarnimstraße

So wie auch andere Lebensmittel hat Bier ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das in der Regel nicht allzu viel über die Genießbarkeit eines Produkts aussagt. Unzählige Kisten Bier überschreiten jede Woche ihren Zenit, ohne getrunken zu werden. Dabei ist Bier ein Produkt, das zu 90 % aus Wasser besteht und bei seiner Zubereitung hohe Mengen an Wasser und Energie verbraucht, um den gewünschten Geschmack und die relevante Qualität zu garantieren. Also warum diese Woche nicht einmal etwas Neues ausprobieren und pünktlich zu Feierabend ein oder zwei Bierchen retten?

Was als Aprilscherz auf unserer Facebook-Page begann, ist heute Wirklichkeit. In der ResQ Club App findest du aktuell „German Pale Ale“ von der Crew Republic Foundation und „Sommerfinsterness Dunkles Spezialbier“ von Yankee & Kraut. Frei nach dem Motto: „Save Beer. Save the Planet! It’s the only one with beer!“ Zwischen dem 22. und 30. Juli kannst du dir dein Bier in der App sichern.

Wer steckt dahinter?

Abzuholen ist deine Bestellung in der gemütlichen Saturá Bar (Niederbarnimstraße 16) in Friedrichshain bei Trent zum Mallen — einem deutsch-amerikanischen Social Entrepreneur, der es sich zur Aufgabe gemacht hat seine Lieblingserfrischung vor dem Guss in den Abfluss zu bewahren. Mit den geretteten und weiterverkauften Bieren möchte er nicht nur Aufmerksamkeit für den Klimawandel und Wasserverschwendung schaffen, sondern auch Geld für Solarcontainer mit Wasseraufbereitungsanlagen sammeln.

Sein Sozialunternehmen Saturá ist übrigens auch der offizielle Partner der Berliner Beer Week. Als Social Entrepreneur ist Trent gerade dabei, die „Impact Hour“ zu etablieren. Ähnlich einer Happy Hour wird in der „Impact Hour“ Craft Beer getrunken, von dessen Verkaufserlös ein Teil in einen Fond zur Bekämpfung von wasserbezogenen Umweltschäden fließt.

Wie genau fließt das Geld in Umweltprojekte?

Der Host der „Impact Hour“ — zum Beispiel eine Bar, ein Hotel, ein Restaurant — entscheidet jeweils pro Event, wie viel Prozent des Umsatzes in ein gemeinnütziges Projekt fließt. Meist liegt der Prozentsatz bei 20 bis 25 Prozent.

Die „Impact Hours“ finden an verschiedenen Locations statt und lassen sich als Event einfach in den Betriebsalltag integrieren — zum Beispiel zu Sommerfesten oder Weihnachtsfeiern. Für Trent ist es wichtig, dass die Intention, Gutes zu tun, nicht unnötig verkompliziert wird. Das Geld, das in soziale Projekte fließt, kommt nicht aus der eigenen Tasche der Besucher, sondern indirekt durch das Business, welches die „Impact Hour“ veranstaltet — ein weitaus zugänglicher Mechanismus als herkömmliche Spendenaktionen. Während man Bier trinkt, finanziert man ganz nebenbei soziale Projekte. Ganz easy!

Wie man Impact Beer erkennt?

In der Regel sind sie mit einem Sticker verstehen, sodass Besucher leicht erkennen können, ob das Restaurant, die Bar oder das Hotel dazu bereit ist, Wasserentrepreneurs zu unterstützen.

Und was genau unterstützt Trent?

Saturá hilft dabei, Geld an Projekte wie das Solar Container Projekt in Mali oder einen Wasserbus in Südafrika weiterzuleiten. Im Verlauf von 10 Tagen werden 20 Wasserspezialisten und Spezialistinnen mit Fachleuten reisen und dabei Methoden ausarbeiten, die aus der Start-Up-Welt bekannt sind: Design-Thinking, Rapid Prototyping und Iteration — um nur einige zu nennen. Die tragbaren Ideen werden dann vor Ort an Angel-Investoren gepitcht. Auf diese Weise können lokal gewachsene Lösungen für reale Wasserprobleme unterstützt werden.

Viel Erfolg!

Euer ResQ Team