Heute schon fermentiert? So einfach geht’s

Redaktion
ResQ Club
Published in
2 min readJun 26, 2017
Hier fermentiert sich was zusammen!

Fermentieren, das klingt irgendwie nach Omas verstaubtem Gemüseregal im Keller — und nicht unbedingt nach einer Praxis, die man als urbaner Mensch Mitte zwanzig in der WG-Küche praktiziert.

Warum eigentlich nicht? Schließlich ist die Fermentation nicht nur eine der ältesten Konservierungsmethoden der Welt, sondern auch eine ideale Möglichkeit, Gemüse haltbar zu machen. Und es ist so unfassbar einfach, dass sich alle, die es noch nie versucht haben, später fragen werden: Warum habe ich das nicht schon früher ausprobiert? Auf unserem “Simply the Rest Brunch” hat uns Alexis Goertz, die “Fermentationsqueen” von edible alchemy gezeigt wie es funktioniert!

Fermentations Workshop mit Alexis auf unserem “Simply the Rest Brunch”

Du brauchst:

· Gemüse deiner Wahl — denn prinzipiell kann jedes Gemüse fermentiert werden. Am besten eignet sich hartes Gemüse wie Kohl, Paprika, Möhren, Bete und Kürbis. Achte darauf, dass du braune oder unschöne Stellen entfernst — denn Fermentation ist nicht gleich zaubern und kann den bereits fortgeschrittenen Reifeprozess leider auch nicht wieder rückgängig machen

· Einmachgläser deiner Wahl

· Gewürze, wie zum Beispiel Chiliflocken, Senf- oder Pfefferkörner, Zwiebeln und Knoblauch

· Salz

· 1 Messer

Fermentieren Step-by-Step:

· Wasche und schneide das Gemüse klein — je kleiner, desto schneller gärt das Gemüse. Wer möchte, kann das Gemüse auch raspeln.

· Fülle das Einmachglas mit der Gemüsekombi deiner Wahl, füge die Gewürze (zB. Chili) und einen Teelöffel (pro 250 ml) Salz hinzu. Achte darauf, dass das Gemüse im Glas fest zusammengedrückt wird.

· Gieße das Ganze mit stillem Wasser auf. In der so entstandenen Salzlake müssen die Gemüsestücke vollständig bedeckt liegen. Nach oben hin sollten einige Zentimeter Platz gelassen werden.

· Das Gefäß wird dann abgedeckt und bei Zimmertemperatur stehen gelassen. Also: Erstmal den Deckel drauf — aber nicht zu fest, damit die Luft entweichen kann.

Was passiert nun?

Es gibt kein „richtiges“ oder „falsches“ Fermentieren. Prinzipiell beginnt das Gemüse sofort zu fermentieren, das erkennst du an den Blasen, die aufsteigen. Am besten, du probierst nach 5 Tagen einen Happen und entscheidest dann, ob das Ferment noch weiter bei Raumtemperatur gären soll oder ob deine Mischung schon in den Kühlschrank kann. Dort ist es bis zu 6 Monaten haltbar.

Fermentiertes Gemüse ist voller Vitamine und Mineralien und damit nicht nur ein praktischer Weg, um Lebensmittel länger haltbar zu machen sondern auch eine ideale Möglichkeit, das Immunsystem zu stärken und die Verdauung anzuregen.

In dem Sinne: Frohes Fermentieren!

--

--