Ein Plädoyer für DIY-Werbung

Als Startup haben wir uns lange (und aus guten Gründen) gegen Bannerwerbung gesträubt. Dann haben wir einen Weg gefunden, wie es doch funktionieren kann: Wir kümmern uns einfach selbst um alles!

David von Shelfd
Mar 19 · 4 min read

DIY-Werbung heißt, dass wir sowohl auf selbstgestaltete Werbeformate setzen, als auch den kompletten Sales-Prozess übernehmen, um die richtigen Werbepartner zu gewinnen. Hier teilen wir alle Hintergründe für unseren Ansatz und hoffen darauf, dass in Zukunft noch mehr Startups und Indie-Publisher auf den Geschmack kommen.

Nutzer wollen keine nervige Werbung

Jeder kennt Websites, die vor lauter Anzeigen-Wirrwarr regelrecht zusammenschrumpfen und dem eigentlichen Content immer weniger Platz einräumen. Das ist alles andere als nutzerfreundlich und führte zum Siegeszug von Adblockern. Im selben Atemzug sind Regeln für Acceptable Ads entstanden, die ein störungsfreies Web sicherstellen sollen.

Wir haben uns daran orientiert und eine eigene Anzeigenstrategie für Shelfd entwickelt. Diese begann mit einer simplen Liste von Anforderungen, denen wir uns verpflichten wollen:

  1. Anzeigen dürfen nicht bei der Bedienung der Seite stören.
  2. Wir bestehen bei allen Kampagnen auf unterhaltsame und informative Mehrwerte fernab von klassischen Verkaufsangeboten.
  3. Alle Anzeigenformate müssen in verschiedenen Versionen angelegt werden, um eine möglichst große Abwechslung beim Reload zu gewährleisten.
  4. Alle Nutzer sehen die selbe Werbung — ohne Tracking.

Zusätzlich haben wir für die Startphase definiert, dass Werbung immer nur von einem Absender kommt. Das heißt, dass sich Marken für zwei bis vier Wochen die gesamte Aufmerksamkeit auf Shelfd sichern können. Perfekt für das übergeordnete Ziel unserer Partner.


Marken wollen zu Lovebrands werden

In Zeiten von eingeschränkten Kundenzugängen auf Social-Plattformen müssen Marken neue Wege beim Marketing gehen. Indie-Publisher wie Shelfd sind die perfekte Ergänzung zur klassischen Kreativ-Kamapgne, denn wir sprechen mit unserem Angebot eine ganz bestimmte Gruppe von Menschen an. In unserem Fall ist es die Generation Netflix, die hinter den werbefreien Schranken von Abo-Diensten wie Netflix oder auch in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken nicht länger angesprochen werden können.

Während der Kampagnenlaufzeit werden Marken eng in unsere Plattform eingebunden. Als Nutzer wird man also immer wieder auf die verschiedenen Anzeigen stoßen. Weil es sich bei Shelfd nun gerade um eine Website für Film- und Serien-Empfehlungen handelt, achten wir auch auf die Auswahl unserer Werbepartner (Stichwort Menschenrechte, Umwelt- & Datenschutz).

Besonderheit: In Zeiten von geringer Werbeauslastung stellen wir unsere Reichweite gerne auch dem guten Zweck zur Verfügung und unterstützen so gemeinnützige Vereine und Unternehmen mit großen gesellschaftlichen Ambitionen.

Shelfd-Nutzer können zu jeder Zeit sicher sein, dass wir ihre Bedürfnisse immer an die erste Stelle stellen. Marken profitieren von diesem Handeln durch eine hohe Akzeptanz für unsere Werbeformen. Kurzzeitige Hürden beim Auswahlprozess der richtigen Partner nehmen wir gerne für die langfristige Integrität unserer Plattform in Kauf.


Wir wollen keine Kompromisse

Dass wir als Startup Geld verdienen müssen, um zu überleben, dürfte jedem klar sein. Die Frage war lange Zeit nur: Wer soll bezahlen? Einige Nutzer unterstützen uns bereits durch freiwillige Spenden via Steady bei den Technik-Kosten. Doch ein reines Mitgliedschafts-Modell wollen wir für Shelfd nicht, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Deshalb fiel unser Fokus auf die Vermarktung unserer Reichweite — mit größtem Respekt für die Daten unserer Nutzer.

Unsere hohen Ansprüche an das Produkt wollten wir nun auch in die Gestaltung unserer Anzeigenformate fließen lassen. Diese sollten sich nahtlos in die Ästhetik der Seite einfügen und trotzdem auffallen. Wir haben lange herumprobiert und sind dann dem Anzeigentrend “No Design” (bekannt aus Magazinen wie Offscreen oder auch Brand Eins) gefolgt. Bei diesem geht es darum Werbepartnern lediglich sprachliche Gestaltungsmittel zur Verfügung zu stellen. In unserem Fall heißt das, dass wir ab sofort neue Text-Karten einsetzen, die einen größtmöglichen Kontrast zum bildlastigen Feed ermöglichen. Marken sind also auf der einen Seite gezwungen durch Inhalte zu überzeugen, statt durch Visuals. Auf der anderen Seite ermöglicht ihnen das auf Shelfd zu einer besseren Wahrnehmung. Ausgehend davon haben wir verschiedenste Karten-Formate gestaltet, die wir nach und nach freischalten werden.


Zusammenfassung

① Bei DIY-Werbung entsteht eine Win-Win-Situation für alle Parteien. Nur so kann Werbung im Internet noch funktionieren.

② Wir richten lieber ein eigenes Sales-Team ein, als uns durch einen Vermarkter beliebige Anzeigen ausspielen zu lassen.

③ Im direkten Austausch mit Startups und Indie-Publishern können Marken viel kreativere Kampagnen umsetzen, als automatisiert durch Performance-Marketing-Tools.


Schreib uns eine Mail, wenn du Fragen zu DIY-Werbung hast oder eine Kampagne auf Shelfd umsetzen möchtest. Wir schicken dir dann gerne noch alle Details (Zielgruppe, Reichweite, Formate, Kosten, Belegung) zu:

lovebrand@shelfd.com


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