#slndrDroid Teil 2: Nope.

Ja… irgendwie habe ich es geschafft, nach nur 13 Tagen echt die Nase voll von Android zu haben. Das Motorola Moto G3 befindet sich inzwischen nicht mehr in meinem Besitz und ich nutze seitdem wieder mein Lumia 640. Wieso? Aus verschiedenen Gründen.

Die Stabilität des Systems. Ich dachte eigentlich, instabiler als Windows 10 Mobile kann Android doch gar nicht sein — aber doch, das kann es sehr wohl. Apps crashen einfach mal weg, die Tastatur ist manchmal mehrmals täglich abgestürzt (und ich habe die Google-Tastatur genutzt) und einmal ließ sich das Handy nicht aus dem Standby reaktivieren. Und einmal öffnete ich die Kamera-App, um dann “Kamerafehler — Kamera-Neustart nötig” lesen zu müssen. Oh wow. Ob das jetzt an Motorola oder an Android lag, weiß ich nicht — aber genau so hatte ich dieses System in Erinnerung.

[caption id=”attachment_503" align=”aligncenter” width=”720"]

android_camera

Oh, ach so.[/caption]

Apps und ihre Einstellungen. Das klingt jetzt blöd und unpräzise, aber ich wusste nicht, wie ich das anders hätte ausdrücken sollen. Mehrere Apps vergaßen bei mir häufiger die Logindaten, beispielsweise Instagram und Deezer. Okay, man kann sich schnell einfach noch mal einloggen und schon passt es wieder, aber ich kann mir vorstellen, dass das auf Dauer echt lästig werden könnte.

Der Play-Store ist ein Spielverderber. Mehrere Male (noch mal zur Info, ich habe Android gerade einmal 12 Tage lang aktiv genutzt, den 13. kann man nicht mitzählen) konnte ich Apps einfach nicht installieren. Warum? Keine Ahnung. Ich bekam einfach einen Fehlercode entgegengeschmissen und sollte dann vermutlich danach googlen oder so — Mensch, das ist ja fast wie unter Windows 10 Mobile!

Sämtliche Tastaturen sind Mist. Das war mir aber bereits im Vorfeld irgendwie klar. Microsoft hat mit Word Flow die beste Tastatur entwickelt, die ich je auf einem Smartphone verwendet habe. SwiftKey, Go Keyboard, die Google-Tastatur und so weiter waren allesamt Müll, sorry. (Aber wie gesagt, Microsoft wird Word Flow sowieso portieren und dann hätte ich mich wohl damit abfinden können. Hätte, hätte, Krokette.)

Google. Gut, auch das hätte ich mir eigentlich denken können, aber es war einfach nicht möglich, dieser Datenkrake die Tentakeln abzuschlagen. Bestes Beispiel: um die präzise Standortbestimmung nutzen zu können, muss man einwilligen, dass jeder aufgezeichnete Standort auch an Google übertragen wird. Ach kommt schon, das kann nicht euer Ernst sein.

Chrome doof, Firefox doof, Opera doof, alles doof. Die Android-Browser sind katastrophal. Chrome ist der vermutlich langsamste Browser, den ich je genutzt habe und hat mir dazu auch noch meinen Arbeitsspeicher weggefressen, Firefox ist zwar performant und schnell, stellt Webseiten oft allerdings verkehrt dar und Opera… ist eben Opera. Sorry. Was habe ich daraus gelernt? Edge ist unter Windows 10 Mobile doch nicht so verkehrt, wie ich immer dachte.

Der Akku dreht ab und zu mal durch. Das ist bei mir zwar nur einmal vorgekommen, doch ich habe schon mehrfach auf Twitter von ähnlichen Problemen gelesen. In meinem Fall habe ich innerhalb von 30 Minuten etwa 30% Akku verloren, außerdem kochte das Handy förmlich. Ein Neustart hat das Problem behoben.

[caption id=”attachment_495" align=”aligncenter” width=”720"]

android_battery

Läuft — und zwar abwärts. In einem Winkel von 80°.[/caption]

Und jetzt? Ich weiß es nicht. Vorerst werde ich wieder mein Lumia 640 nutzen und scheinbar “Redstone” abwarten. Das neueste Update, 10586.122, läuft tatsächlich signifikant besser als die vorherigen Versionen und insgeheim hoffe ich, dass es mit Redstone noch besser wird. Denn dann würde ich definitiv bei Windows 10 Mobile bleiben — andererseits bleibt theoretisch nur noch iOS, aber das will ich eigentlich auch nicht. Meh.

Show your support

Clapping shows how much you appreciated Nic’s story.