Privatlesung mit Vera Eggermann

Orell Füssli Verlag

Das Angebot an den Literaturtagen war vielfältig — nicht nur für Erwachsene, sondern auch für Kinder und Jugendliche. Während den drei Tagen gab es unter dem Namen JuKiLi immer wieder Lesungen für Kinder. Und dieses Jahr gab es zudem bereits zuvor (von Montag bis Mittwoch) ein spezielles JuKiLi-Angebot für Schulen aus den Kantonen Solothurn und Aargau.

Ich begleitete am Dienstag die Primarschule und den Kindergarten von Kienberg (SO) nach Solothurn. Die Klassen teilten sich auf und ich ging mit dem Kindergarten in die interaktive Lesung von Vera Eggermann. Sie ist Illustratorin und hat die bekannte Geschichte Alois von Max Bolliger neu illustriert.

Gespannt betraten Lehrpersonen und Kinder den Seminarraum im alten Spital, wo uns Vera Eggermann herzlich begrüsste und den Kindern Namensschilder verteilte. Wir durften ganz vorne Platz nehmen und nach kurzem Warten wurde klar, dass keine anderen Klassen mehr kommen und wir so eine Privatlesung bekommen würden. Zusammen tauchten wir in die Geschichte des jungen Stieres Alois ein, deren Bilder die Kinder am Beamer mitverfolgen konnten. Wie im Programm beschrieben, war die Veranstaltung interaktiv und perfekt auf die Kinder ausgerichtet: Die Zeichnerin verstand es super, die jungen Zuschauer miteinzubeziehen und auf sie einzugehen. Als Highlight zum Schluss fragte sie die Kinder nach ihren Haustieren und zeichnete spontan einen halben Bauernhof.

© Cornelia Lang

Für mich war diese Veranstaltung ein schöner Einstieg in die Solothurner Literaturtage. Ausserdem erinnerte sie mich während dem eigentlichen Festival am Wochenende immer wieder daran, Literatur mit einer kindlichen Neugierde und Begeisterungsfähigkeit zu begegnen.