Bewusste Informationsaufnahme oder warum RSS und E-Mail für mich (wieder) unverzichtbar sind

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In den letzten Jahren und Monaten habe ich — wie viele meiner KollegInnen im Social-Media- und Online-Bereich — Nachrichten und Informationen schnell und in mundgerechten Häppchen konsumiert.

Diese Art der Informationsaufnahme ist fix, einfach — und hinterlässt bei mir inzwischen einen unguten Nachgeschmack. Denn ich bekomme so zwar viele Informationen, durchdringe aber nur wenige davon.

Diese Tatsache entbehrt nicht einer gewissen Ironie, denn ein großer Teil meiner Arbeit besteht darin, Neuerungen und komplexe Informationen zu analysieren, zu verstehen und dann in praktisch anwendbare Schritte oder relevanten Informationen runter zu brechen.

Bewusste Informationsaufnahme braucht Struktur

In meiner Arbeit funktioniert diese Analyse und Nutzung von Informationen meist so:

  • Ich sammle Informationen.
  • In einem getrennten Schritt scanne und sichte ich die gesammelten Informationen.
  • Ich sortiere aus, was offensichtlich irrelevant ist.
  • Dann lese und analysiere ich die übrig gebliebenen Informationen intensiv.
  • Im letzten Schritt formuliere ich die relevanten Informationen in einem praktisch nutzbaren Format und/oder leite konkrete Schritte daraus ab.

Der Informationsworkflow ist also gegeben. Nur meine eigene Informations- und Nachrichtenbeschaffung — die nicht direkt berufsbezogen ist — war bis vor wenigen Monaten unstrukturiert.

Geändert hat sich das vor allem aus zwei Gründen:

  1. Beruflich sind das Arbeitsvolumen und der Anspruch der Projekte deutlich gewachsen. Das ist super, zwingt mich aber — glücklicherweise — dazu, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren, auch in Sachen Informations- und Medienkonsum.
  2. In den letzten Monaten hatte ich immer öfter ein mieses Gefühl. Die Informationsaufnahme durch mundgerechte Happen war zwar bequem und einfach, führte aber dazu, dass ich viele Informationen bekam aber wenig Wissen und Tiefe, zumindest gefühlt.

Also muss sich etwas ändern. Diese Änderung betrifft nicht nur die Frequenz, sondern auch die Medien und Kanäle, über die ich mich informiere.

Für mich überraschend: Neben RSS-Feeds, Pocket und Refind ist vor allem E-Mail ein wichtiger Bestandteil meines Informationsflows.

Meine Hauptinformationsquelle sind E-Mail-Briefings verschiedener Publikationen — sowohl Online-Magazine als auch klassische Zeitungen — mein RSS-Reader mit ausgewählten Blogs, Medium.com, Refind- und Pocket-Empfehlungen.

Interessante Links aus LinkedIn, Twitter, Facebook und teilweise auch Instagram landen allesamt in Pocket, in dem ich sie dann in Ruhe lese.

Podcasts spielen hier ebenfalls eine Rolle, die interessanten landen auf der Downloadliste der Google Podcast App und in Pocket.

Auch wenn das für den einen oder die andere noch nach vielen Quellen und Informationskanälen klingen mag: Für mich ist das eine massive Reduktion und Fokussierung, die mir sehr gut tut und mir Zeit gibt, mich wirklich mit den Inhalten zu befassen.

Frage und CTA:

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