Venetian Laundry

Venice in August 2015 © Anaïs Steiner

It’s a photographic project which I started last summer in Venice. Working with Medium is an experiment: hopefully it’ll be the perfect platform for a smooth symbiosis of literature and photography.

Venedig, ein eigenartiger Kosmos, der entweder vom Wasser oder Selfie-affinen Touristenströmen überflutet wird. Ein mystischer Ort mit einsamen Gassen — in der Mittagshitze scheint alles unbewohnt zu sein, nur die Wäsche bewegt sich leicht im Winde.
Venedig, die Wasserstadt, überflutet mit Charme und fesselnden Geschichten.

Was dem aufmerksamen Beobachter abseits der touristischen Massen schnell ins Auge springt sind die lebhaften Wäscheleinen, die der Stadt einen Farbtupfer verleihen. Ruhige Momente sind gefüllt mit einer gemütlichen Vertrautheit während der Blick von den Leinen in den Himmel hoch gezogen wird, behängt mit frisch gewaschenen Socken, Bettwäsche, Sommerkleider und Lingerie.

Die Wäsche und Ich.
Meine Arbeit ist von starken Farben geprägt. Auf den Spuren der nach Waschmittel duftenden Baldachinen aus Bettwäsche wurde Venedig für mich zu einem spannenden Erlebnis; mein Auge entdeckte nur noch hängende Wäsche und versuchte deren Besitzer und ihre Geschichten, die hinter jedem trocknenden Kleidungsstück stecken, zu erraten.

Venetian Laundry I © Anaïs Steiner
Venetian Laundry II © Anaïs Steiner
Venetian Laundry III © Anaïs Steiner
Venetian Laundry IV © Anaïs Steiner
Venetian Laundry V © Anaïs Steiner

Wäsche ist etwas ungemein Elementares. 
Was getragen wird, soll regelmäßig gewaschen sein — Wäsche waschen geschieht Vorgang häufig hinter verborgenen Türen und in Innenhöfen. In einer Stadt wie Venedig, wo man auf engstem Raum zusammenlebt und bequem die Sommerhitze nutzen kann, wird dieser alltägliche Prozess ganz einfach in die Gasse verschoben. 
Wäsche-Trocknen wird zu einer öffentlichen Handlung.

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