3 erprobte Ideen für neues Machen in konservativen Unternehmensstrukturen

Bastian Wilkat
May 23, 2017 · 4 min read
Experimente statt Blaupause: New Work hat immer etwas laborhaftes.

Idee 1: Wissenshunger

Alle 14 Tage eine einstündige Mittagspause, in der ein Kollege/Kollegin einen 15-minütigen Impuls hält. Themen: Aktuelle Projekte oder Herausforderungen, spannende Trendthemen, neue Ideen. Danach gemeinsame Diskussion. Das Unternehmen sponsert Pizza (oder Salat).

  • Raum buchen und Videokonferenz einplanen.
  • Für das Format werben! Erzählt es überall; lasst die Speaker ihre direkten Kollegen werben; tragt es ins Intranet ein; erstellt stylische Banner (z.B. mit http://canva.com).
  • Während der Durchführung nach weiteren Ideen für das Format fragen.
  • Eine Austauschplattform erstellen (z.B. eine Gruppe — im Intranet, bei Facebook, bei Slack, bei Yammer oder schlicht bei What’s App).

Idee 2: Unternehmens-Unkonferenz

Eine Unkonferenz ist ein sog. Open-Space, bei der die Teilnehmenden die Inhalte vorgeschlagen und leiten. Jeder kann bei einer Unkonferenz eigene Fragen und Ideen als Session anbieten. Finden sich Interessenten, einigt man sich auf eine Zeit und einen Raum und arbeitet dort daran.

  • Marketing, HR, Unternehmensentwicklung oder sonst jemanden als internen Sponsor gewinnen (egal ob man Mitarbeiter und Führungskraft ist).
  • Klären, ob Kollegen an der Unkonferenz als “Weiterbildung” teilnehmen können. Wenn nicht: Tagesveranstaltung an einem Samstag möglich? Können Hürden weggeschaffen werden, dass Kollegen samstags dabei sind (Kinderbetreuung, Mitnahme von Partnern, Übertragung von Bundesliga-Spielen usw.)?
  • Ins Bar-Camp-Format einlesen: Hier, hier und hier.

Idee 3: Unternehmens-Meetup

Ein Meetup ist in der Urform ein formloses Treffen von Menschen mit einem gleichen Interesse. Früher auch bekannt als Stammtisch :-).

  • Vor einer größeren Werbung für das Meetup sollte man schon drei, vier Personen direkt und persönlich eingeladen haben. Dann kann man gemeinsam überlegen, wie man mehr Kollegen/innen erreichen kann (wenn das das Ziel ist). Und wenn sich niemand anmeldet, sitzt wenigstens der harte Kern zusammen.
  • Ein Meetup muss nicht ganz offen gestaltet werden. Ich lade gerne externe Experten für Kurzvorträge oder Podiumsdiskussionen zu ganz speziellen Themen ein, um im Anschluss gemeinsam dazu zu diskutieren. Probiert verschiedene Varianten einfach aus.

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