Schreib- und Lesemusik: Romantische Songs der etwas anderen Art


Mit romantischen Melodien wird man tagtäglich von allen Seiten beschallt. Doch die Lieder die tiefgründiger sind, oder nicht dem üblichen Pop-Hitmuster entsprechen, gehen schnell in der Masse unter.

Gerade bei Büchern, die Gefühle auf subtile Art ansprechen, sind zu “schwere” Lieder oft unpassend oder können sogar eine falsche “Stimmung” erzeugen, die dem Roman nicht gerecht wird.

Mit den folgenden Liedern will ich meinen Beitrag liefern, auch die ungeschliffenen Diamanten entdecken zu helfen, die man schnell übersehen könnte.

Ich würde mich jedenfalls freuen, mit euch ins Gespräch zu kommen, welche Songs euch gefallen haben oder welche Titel ihr selbst empfehlen würdet. Hinterlasst am Ende euren Kommentar.


Selten passte ein Musikstück so gut zu einem Film, wie “A Real Hero” von College. Dieses Lied unterstreicht die leicht melancholische Grundstimmung des Films Drive und die wundervolle Chemie zwischen dem Filmpaar Ryan Gosling und Carey Mulligan.

Er, der unnahbare Typ, mit dem spitzbübischen Charme. Sie, die alleinerziehende Mutter, die eigentlich nur Gedanken für ihr Kind übrig hat.

Zusammen mit dem tragisch-dramatischen Plot und der wundervollen Kameraführung brachte Nicholas Winding Refn ein Meisterstück der Literatur gekonnt auf die Leinwand.

Hier besaß er auch ein glückliches Händchen bei der Auswahl der Musik. Das hier vorgestellte Stück transportiert die Hoffnung, die leichte Melancholie, Tragik und Kernbotschaft des Films in einem so passenden Mix, das man sagen kann:

Dieser Song ist der Film und der Film ist der Song.


“Under your Spell” von Desire war auch Teil des Soundtracks zum Film Drive.

Dieser Titel vermittelt gut die tragische Komponente der zweiten Filmhälfte, wo sich die beiden Hauptfiguren entzweien, aber jeder den anderen doch nicht vergessen kann.

Meiner Meinung nach ist die tragische Komponente in der Komposition gerade passend für Bücher, die eine unerfüllte Liebe zum Thema haben.


Gänzlich anderer Natur ist der Titel “Why Do You Let Me Stay Here?”, gesungen von der zauberhaften Zooey Deschanel.

Beschwingt und leicht besingt sie das Leben und eine unbeschwerte Nähe zum Partner. Hinzukommt, dass das Video selbst eine wundervolle kleine Geschichte erzählt, die einem ein kleines Lächeln entlockt.

Von daher rate ich euch das komplette Video mit Zooey Deschanel & Joseph Gordon-Levitt anzuschauen.

Eine Anmerkung am Rande:

Das Video ist Bonusmaterial des Films 500 Days of Summer. Ein wundervolles Werk mit einem untypischen Ende und zugleich eine der ungewöhnlichsten, wie auch lustigsten Romanzen, die ich bisher gesehen habe.


“Close to the Mirror” von Sylvain Lux ist Bestandteil des Soundtracks zum Deadpool-Game und eine passende Hommage an die Selbstverliebtheit Deadpools.

Man könnte diesen Song vom Text her einerseits als ironischen Spiegel der Selfie-Gesellschaft verstehen. Andererseits hat die Melodie so etwas verträumtes, dass man sie schön bei einem modern-realistischen Romantik-Buch gut im Hintergrund hören könnte.

Mein Geheimtipp.


Hier noch einmal eine Liste der Songs mit Links, wo ihr sie auch erwerben könnt:

College feat. Electric Youth — A Real Hero

Desire — Under Your Spell

She & Him — Why Do You Let Me Stay Here

Sylvain Lux — Close to the Mirror (kann leider nicht käuflich erworben werden)


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