Taroko Nationalpark

Mit dem Bus in die Berge gefahren werden, mit dem Fahrrad wieder runterdüsen : besser kann man den Taroko Nationalpark wahrscheinlich nicht an einem Tag erkunden. Mit ein paar anderen Leuten wurden wir irgendwo mitten in den Bergen abgesetzt, haben ein Mountainbike und einen Helm in die Hand gedrückt und eine Beschreibung zu den mittlerweile verbotenen heißen Quellen bekommen.

Um dahin zu kommen, musste man nur eine Hängebrücke überqueren (überhaupt kein Problem!), um eine Gittertür herumklettern (gefühlt 20m über dem Boden — auch überhaupt kein Problem!) und sich dann eine Treppe herunterkämpfen, (südost)asiatischen Qualitätsstandards entsprechend ohne Geländer. Dann war man auch schon unten am Fluss. Der war ziemlich kalt, aber am Rand und in ein paar Höhlen kamen heiße Quellen aus dem Gestein. Zusammen mit dem Flusswasser ergab das je nach Mischung eine perfekte bis fast grenzwertig heiße Badetemperatur! Und dann lag man in den kuschlig warmen Pools, ein leicht schwefliger Geruch hing in der Luft, links und rechts nur Berge, Wald und Himmel, wohin das Auge reichte. Ein kleines Badeparadies inmitten einer ziemlich gewaltigen Natur. Nach 10 Minuten kam ein Parkwächter, der alle 'verscheuchen' musste ("Ihr müsst leider gehen, hier ist es etwas gefährlich. Aber lasst euch Zeit, macht noch ein paar Fotos!"). Wenn es am schönsten ist, soll man ja gehen.

Wieder oben angekommen ging die Fahrradrollerei (90% der Strecke war bergab) los. Auf den kurvigen Straßen sind wir die Berge entlanggedüst, unterbrochen von ein paar kleinen Stopps, um zu einem Wasserfall zu wandern, noch ein paar Hängebrücken mitzunehmen, Tempel anzuschauen, Tunnel zu erkunden und die Gegend zu bewundern. Nach sieben Stunden sind wir im Dunkeln und völlig durchnässt (Die Wolken hingen nicht nur aus Spaß so weit unten…) im Tal angekommen.

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