Extrem-Wetter kommt uns teuer zu stehen

Erst Stürme und Überflutungen, dann wochenlange Hitze und Dürre: 2018 ist das Jahr der Wetterextreme und das kostet. Schäden durch das Wetter belaufen sich auf Milliardenhöhe und sind wesentlich höher als in den vergangenen Jahren.

Alleebäume bilden den einzigen grünen Farbtupfer zwischen trockenen, abgeernteten Feldern in Sachsen.
Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Nach der Hitzewelle mag sich kaum einer erinnern, aber die Orkane “Burglind” und “Friederike” (acht Tote) sorgten im Januar für regionale Ausnahmezustände und Chaos bei der Deutschen Bahn, und es gab “lokal sintflutartigen Regenfälle” wie Ende Mai in Berlin.

2018 wird unter die fünf schwersten Sturmjahre der vergangenen zwanzig Jahre fallen, prognostiziert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Bereits im ersten Halbjahr liegt die Schadenbilanz bei 1,3 Milliarden Euro — was knapp dem normalen Jahresdurchschnitt entspricht.

Auch wenn sich die letzten Wochen so angefühlt haben, zum Rekordsommer 2018 wird es Wetter-Experten zufolge nicht kommen. 2003 lag die Durchschnittstemperatur höher. Ein anderer Rekord ist allerdings in Aussicht. Der des trockensten Zeitraum von April bis August seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (1881).

Die Dürre macht vor allem der Landwirtschaft zu schaffen. Am Mittwoch entscheidet das Bundeskabinett über finanzielle Hilfen für Bauern. Acht Bundesländer meldeten wegen der Trockenheit Schäden von fast drei Milliarden Euro.

Haben die Ernteausfälle auch Folgen für den Geldbeutel der Verbraucher?Bauernpräsident Joachim Rukwied entwarnt (vorerst): “Mit Trockenheit begründete Preiserhöhungen wären derzeit nicht seriös.” Knapp könnte es allerdings bei Milchprodukten werden.

Erst Unwetter, dann Hitzewelle: Die Anzeichen verdichten sich, dass wir bereits die Auswirkungen des Klimawandels spüren. Was du über die Erderwärmung wissen musst, hat “ZEIT ONLINE” hier zusammengefasst.

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