Wird Dauerhitze zur neuen Normalität?

Dienstag war der heißeste Tag des Jahres. Bislang. Denn die Prognosen sagen weiterhin Hitze voraus. Das setzt unseren Körpern zu und stellt uns vor neue Herausforderungen. Klimaforscher sagen: Solche Sommer kommen jetzt häufiger. upday zeigt, wie man damit besten umgeht.

Wann steigt der Pegel wieder? Zwei Jungen stehen in der Niedrigwasser führenden Donau. Foto: Armin Weigel/dpa

So viel steht fest: Die kommenden zwei Wochen werden weiterhin Temperaturen um die 30 Grad Celsius mit sich bringen. Trotz vereinzelter Unwetter wird sich die Dürre also vorerst weiter verschärfen:

Kleiner Trost für uns: In Pakistan stieg das Thermometer dieser Tage auf 54 Grad, wogegen unsere Temperaturen moderat wirken. Aber natürlich ist eine solche wochenlange Hitze in Nord- und Mitteleuropa ungewöhnlich. Klimaforscher registrieren in den vergangenen Jahren eine Häufung. “Ein Sommer wie dieser wird in Zukunft zunehmend zur Normalität, und nicht mehr die Ausnahme bleiben”, schreibt Patrick Illinger auf “Süddeutsche.de”.

Blauer Himmel und Sonnenschein müssen natürlich nichts Schlechtes sein. Eisdielen, Urlauber und Freibadgänger freuen sich über das beständige Wetter. Anders sieht es hingegen bei vielen Arbeitnehmern aus, die tagsüber im Büro oder unter freiem Himmel schuften müssen. Doch wie viel Grad sind zu viel des Guten? Gibt es auch Hitzefrei im Büro? “Bild” zeigt: Ab 30 Grad Innentemperatur muss der Arbeitgeber tätig werden.

Um mit der Hitze im Alltag umgehen zu können, hilft es außerdem, Fakten von Mythen zu unterscheiden. Ist es mittags am heißesten? Darf man abends nicht mehr joggen gehen? Die “WAZ” hat die Antworten auf diese populären Fragen:

Will man sich in freien Gewässern erfrischen, so ist derzeit zu besonderer Vorsicht zu raten. Da Blaualgen bei den hohen Temperaturen besonders gut wachsen und dabei Gifte freisetzen, ist an mehreren Badestellen bereits das Schwimmen untersagt worden. Worauf muss man bei Blaualgen achten? “SPIEGEL ONLINE” mit den wichtigsten Tipps:

Nun sind Temperaturen jenseits der 30 Grad in Deutschland etwas Besonderes, in vielen Teilen der Welt jedoch der Normalzustand. Wie gehen Menschen in Ländern wie Senegal oder Brasilien mit der Hitze um? Mittagsschläfchen und mehrfaches Duschen sind beliebte Strategien, zeigt “Zeit Online”:

Kann man angesichts der Temperaturen schon von einem europäischen Rekordsommer sprechen? “FAZ.NET” verdeutlicht, dass weniger die Hitze, sondern viel mehr die anhaltende Dürre einen Großteil der Probleme wie Ernteausfälle und Waldbrände anfacht. In der lettischen Hauptstadt Riga etwa ist seit dem 26. April kein Tropfen mehr gefallen. Die Trockenheit ist für Experten auch das größere Problem als die Hitze. Klimaforscher warnen vor einer Extremdürre historischen Ausmaßes.

Die Folgen der Dürre sind vor allem in der Landwirtschaft zu spüren. Bauernverbände beklagen seit Wochen, dass die Ernteausfälle existenzgefährdend werden könnten. Dabei handelt sich nicht um ein deutsches Phänomen, wie Experten der Welternährungsorganisation anmerken, sondern um eine weltweite Bedrohung für die Welternährung. Der reiche Norden der Welt wird so oder so besser wegkommen, sollten Dauerhitze und Trockenheit zum Normalzustand werden:

„Eine Missernte in Deutschland bedeutet wirtschaftliche Not und vielleicht Pleiten. In Afrika bedeutet das Tod.“
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