Eva Tepest
Mar 14, 2018 · 3 min read

Stephen Hawking, astrophysikalisches Genie und Superstar der Astrophysik, ist verstorben. Trotz seiner frühen Erkrankung blieb er immer kampfeslustig – und optimistisch.

Foto: Dave J Hogan/Getty Images

Hawking verstarb im Alter von 76 Jahren in seinem Haus in Cambridge. Das teilte seine Familie mit. Damit geht ein äußerst bewegtes Leben zuende. “Die Zeit” blickt zurück in Bildern.

Der Star der Astrophysik lieferte bahnbrechende Beiträge in seinem Fachgebiet von dem Beweis, dass es vor unserem Universum ein weiteres Universum gegeben haben muss, zur These, dass Schwarze Löcher nicht Nichts sein können, sondern womöglich verdampfen.

Zum größten Star der Physik nach Albert Einstein wurde Hawking endgültig mit seinem Buch “Eine kurze Geschichte der Zeit”. Darin geht er der Frage nach, ob eine endgültige Theorie über die das Universum bedingenden Gesetze möglich ist. Sein Versuch, komplexeste Theorien anschaulich und verständlich zu formulieren, wurde zum Weltbesteller.

Neben seinen spektakulären Beiträgen zur Wissenschaft ist Hawking auch für seinen beispielhaften Kampfgeist bekannt. Der Physiker wurde schon im Alter von 21 Jahren mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS) diagnostiziert, einer seltenen Nervenkrankheit, bei der die Muskeln nach und nach absterben. Prognostiziert wurden ihm drei weitere Lebensjahre doch Hawking lebte mehr als ein halbes Jahrhundert mit der Krankheit, unterstützt durch einen High-Tech-Rollstuhl und Sprachcomputer.

Vor dem Tod hatte er keine Angst auch wenn er nicht an ein Leben nach dem Tod glaubte: „Ich sehe das Gehirn als einen Computer an, der aufhört zu arbeiten, wenn seine Einzelteile nicht mehr funktionieren“, sagte Hawking. „Es gibt kein Leben nach dem Tod für kaputte Computer, das ist ein Märchen für Leute, die Angst im Dunkeln haben.“

Außerhalb der Wissenschaft machte Hawking in den letzten Jahren auch durch seine Zeitdiagnosen und Mahnungen von sich reden. So warnte er etwa vor den Gefahren der Erderwärmung oder der Übernahme durch Künstliche Intelligenz (KI). Er prognostizierte, dass die Menschheit schon in 100 Jahren nicht mehr auf der Erde leben könne und forderte, die Umsiedlung auf den Mars in Angriff zu nehmen.

In seiner letzten Botschaft an die Menschheit, die am Morgen nach seinem Tod von der Universität Cambridge veröffentlicht wurde, an der er über dreißig Jahre den Lucasischen Lehrstuhl für Mathematik innehatte, zeigt sich Hawking trotzdem zuversichtlich. In dem Video appelliert an den Erfindungsreichtum und den Wissensdurst im Menschen: “Also denkt daran, nach oben zu den Sternen zu sehen und nicht nach unten auf Eure Füße. Seid neugierig. Und egal, wie schwierig das Leben zu sein scheint es gibt immer etwas, was Ihr tun könnt und wohin ihr erfolgreich sein könnt.”

Mit Stephen Hawking verliert die Welt nicht nur ein Genie, sondern auch jemanden, der sich darin verstand, seine Einsichten mit Humor und Klarheit zu vermitteln. Und der nicht zu abgehoben war für populärwissenschaftliche Debatten oder gar einen Auftritt in TV-Serien wie “The Big Bang Theory”, “Little Britain” oder “Die Simpsons”. Stephen Hawking “Time for this hawk to fly”.

upday DE

upday Germany präsentiert hier Hintergründe zu den wichtigsten News

Eva Tepest

Written by

Mobile Editor bei Upday Deutschland, evatepest.de, Twitter @EvaTepest

upday DE

upday DE

upday Germany präsentiert hier Hintergründe zu den wichtigsten News

Welcome to a place where words matter. On Medium, smart voices and original ideas take center stage - with no ads in sight. Watch
Follow all the topics you care about, and we’ll deliver the best stories for you to your homepage and inbox. Explore
Get unlimited access to the best stories on Medium — and support writers while you’re at it. Just $5/month. Upgrade