Woche fünf: Trump verärgert Schweden und erfreut Karnevalisten

Wir schreiben die Woche fünf unter US-Präsident Donald Trump. Sein Amtsantritt hat er mit einem Dekret-Feuerwerk begonnen und im Weißen Haus viel Staub aufgewirbelt. Mittlerweile ist er zahmer geworden — oder haben wir uns einfach schon an seine Eskapaden gewöhnt?

Der größte Aufreger der Woche war sicherlich #LastNightInSweden. Donald Trump sprach von einem Terroranschlag in Schweden, der nie stattgefunden hat. Damit erntete er viele amüsante Spott-Tiraden in den sozialen Netzwerken:

Auch von schwedischen Politikern gab es Gegenwind. Doch er wäre nicht Donald Trump, wenn er auch für diesen Patzer eine Ausrede parat hätte:

„Mein Statement zu Schweden bezog sich auf eine Sendung, die auf ‘Fox News’ lief. Da ging es um Einwanderer in Schweden.“

Heftige Kritik bekam der US-Präsident auch für die Revision des Transgender-Schutzes von Barack Obama. Trump hat ein Gesetz aufgehoben, das transsexuellen Kindern die freie Toilettenwahl an öffentlichen Schulen gewährt hatte. Wie die US-Regierung das begründet:

Dass Trump gern mit „alternativen Fakten“ (im Volksmund auch gern mal als „Lügen“ bezeichnet) um sich wirft und twittert, ist bekannt. Die „Washington Post“ hat sich die Mühe gemacht, alle zu zählen — und kam auf 133 seit seinem Amtsantritt. Das sind knapp fünf Unwahrheiten am Tag.

Fast schon zur Tradition geworden ist die wöchentliche Medienschelte. In einem einzigen Tweet beleidigte Trump seriösen US-Medien und nennt sie „Feinde des amerikanischen Volkes“ und „Fake-News-Medien“.

Schon jetzt ist klar: Trump wird der teuerste US-Präsident aller Zeiten. Er reist mit seinem Beraterstab in sein Anwesen in Florida, während Sprössling Barron mit Ehefrau Melania in New York lebt. Die beiden brauchen ebenso Personenschutz wie Ivanka, Tiffany, Eric und Donald Junior, wenn sie um die Welt jetten. Allein der Schutz des Trump-Towers kostet den Steuerzahler 500.000 US-Dollar — am Tag.

Die „Washington Post“ hat herausgefunden, wo und wie Donald Trump seine Zeit als US-Präsident verbringt. Allein 18 Stunden seit Amtsantritt gingen fürs Twittern drauf — weit mehr als beispielsweise Beratungen mit dem Geheimdienst. Doch wenn man bedenkt, dass er bei Twitter wichtige Regierungsentscheidungen verkündet, arbeitet er vielleicht sogar mehr als sein Vorgänger Obama.

Nicht nur ist Donald Trump Gegenstand sämtlicher Talkshows, auch aus dem Karneval ist der US-Präsident nicht mehr wegzudenken. Ob Franke, Kölle oder Meenz — überall laufen Jecken mit Donald-Trump-Maske und Föhnfrisur herum. Manche Kostüm-Geschäfte sind schon jetzt ausverkauft. Hat Trump damit doch zumindest ein kleines bisschen die deutsche Wirtschaft angekurbelt?

Make Fastnacht great again! In diesem Sinne, ein schönes Karneval-Wochenende.

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