Zurückschauen für die Zukunft-Warum Digitale Transformation ganz leicht ist

Alle sprechen darüber, alle wollen sie, aber fast keiner weiß genau, wie das geht mit dieser digitalen Transformation von Unternehmen. Ich würde so weit gehen, dass die meisten zwar eine Vorstellung haben was das ist, aber nicht im Detail sagen könnten, was genau ihrer Meinung nach passieren müsste.

Warum ist das so? Was verwirrt? Transformation und Innovation in Unternehmen gab es schon davor, warum stellt das Wörtchen „digital“ so eine große Unbekannte dar? Man hat auch schon früher ohne viel Aufregung Schreibmaschinen durch Computer ersetzt und eben alles Neue im Unternehmen eingesetzt, was für ein erfolgreiches vorankommen sinnvoll erschien.

Warum empfinden viele diese Runde als so schwer, ja sogar bedrohlich? Kurze, ehrliche Antwort: Digital ist heute so komplex und schnell, da kombinatorische Innovationen stattfinden. Neue Technologien entwickeln sich parallel zueinander. Egal ob Cloud Computing, Machine Learning oder Augmented Reality, auf Grund der Skalierbarkeit dieser Modelle findet eine permanente Kostendegression statt und “alles” wird allen zugänglich.

Nie war es leichter eine Firma zu gründen…wie das geht kann man googlen. Nie war es leichter Millionen von Kunden zu erreichen. Dank unserer Vernetzung gibt es wenig Grenzen, die man beachten muss. Selten zuvor mussten sich etablierte Unternehmen Gedanken darüber machen, ob ein kleines, junges Unternehmen als Konkurrenz wahrgenommen werden muss. Jetzt hat man Angst vor ihnen oder will von ihnen lernen. Zu guter Letzt gibt es wieder mehr als genügend kluge, gut ausgebildete Köpfe, die bereit sind unternehmerische Risiken auf sich zu nehmen. Dass diese Gegebenheiten für VCs große Chancen bieten, liegt klar auf der Hand.

Wie man eine erfolgreiche digitale Transformation angeht und vor allem durchzieht, zeigt gerade sehr beindruckend unser LP (Limited Partner) Viessmann. Es sind eine Vielzahl von Initiativen, die in diesem Prozess zusammenspielen müssen, um erfolgreich zu sein und es würde diesen Beitrag sprengen alle zu nennen. Wie genau Venture Capital genutzt werden kann und vor allem welche Aspekte dazu beitragen, das Beste aus unterschiedlichen Welten zu vereinen, sehen wir primär in drei Punkten:

1. Performance über strategische Relevanz

In der Entstehung von Vito Ventures gab es eine bewusste Entscheidung gegen Corporate Venture Capital (CVC) und gegen strategisch relevante Investments aus der Venture Brille. Um starke Gründer anzuziehen und um große Unternehmen zu bauen, kann ein Stratege zu früh an Bord auch hinderlich sein, der Zugang jedoch großen Mehrwert stiften. Als unabhängiger „Single LP” Fonds haben wir aber Investmentfelder, die auf die digitale Transformation von Unternehmen und Infrastruktur abzielen und somit in einem ganzheitlichen Bild für Viessmann relevant sind, sowohl inhaltlich als auch aus Performance-Perspektive.

2. Fenster zum Start-up Ökosystem

Unternehmen sehen sich bei den digitalen Themen mit Aufgaben konfrontiert, die sie teilweise nicht aus sich heraus lösen können. Dabei geht es um inhaltliche Themen, wie Produkt-Innovationen und neue Technologien für das Kerngeschäft, aber auch um digitale Geschäftsmodelle, die heute noch gar nicht existieren. Die Möglichkeit mit Start-ups in engem Kontakt zu stehen, hat nicht nur den Mehrwert zu sehen WAS gemacht wird, sondern vor allem auch WIE es gemacht wird. Hierbei ist es beeindruckend zu sehen, was “Brücken bauen” im Vergleich zu “Mauern bauen” bewirken kann.

3. Industrieller Mittelstand als Sparringspartner und Kunde

Wir investieren in B2B Start-ups im Bereich IoT, Industry SaaS, Marketplace und Energy Tech. Wir verstehen uns als Brückenbauer zwischen Unternehmen, die den Mehrwert von jungen, innovativen Unternehmen bisher verkannt und manchmal sogar ignoriert haben und Start-ups, die bisher keinen Zugang zum industriellen Mittelstand als Sparringspartner und als interessante zukünftige Kundengruppe hatten. Auf beiden Seiten stehen in unterschiedlicher Gewichtung viel Talent, Erfahrung, Erfolg, Kapital und unternehmerischer Geist. Nur weil sich die Art, wie man heute Firmen baut und was man baut verändert hat, heißt es nicht, dass man nicht vieles gemeinsam besser könnte. Wir schaffen diesen Zugang und helfen beim Verständnis, denn für beide Protagonisten ist der Austausch nichts bedrohliches, sondern ist die Chance wettbewerbsfähig zu bleiben oder zu werden.

Mag sich nach Prosa anhören, ist es aber nicht. Am Ende ist Venture Capital eine Assetklasse und nicht nur der LP erwartet einen finanziellen Return. Die Veränderung fällt vielen schwer, dabei ist es ein Prozess, den viele erfolgreiche Unternehmen schon oft durchlaufen haben, sonst wären sie heute nicht hier. Auf die Besinnung, dass Veränderung nie leicht ist, sollten die nächsten Schritte umso leichter fallen…Innovation mit denjenigen zu verfolgen, die sie lostreten.

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