Das Ende des Fanboytums

Als ich 16 war, hab ich mich auf Partys über Musik gestritten. Ich war richtig unangenehm, brachte überall meine eigenen Mixtapes mit und hatte zur gerade laufenden Musik immer eine dedizierte Meinung.

Man kann für immer 16 sein. Oder man lernt zu verstehen, dass die Welt aus zwei Dingen besteht: Meins und Deins.

Meins ist der Shit.

Deins geht so.

Das ist eine Einstellung. Die ist nicht exklusiv und bringt Leute dazu, andere zu boxen oder eventuell auch Geschichten mit Messersteichereien, dies, das anzuzetteln.

Eskalation. Sofortige. Die Konsequenzen sind uns egal. Hauptsache, du machst Deins weg. Die Diskrepanz zwischen Meinem und Deinem ist einfach so unglaublich, dass Hurensohn wer nicht feiert.

Vollkommen akzeptable Vorgehensweise, solang keine Mahnungen, Haftbefehle oder Einberufungsbescheide in der Post liegen. Dann wird’s irgendwann kritisch.

Abwägen. Verdrängen. Ich hab jetzt wirklich keine Zeit, Mich um Deins zu kümmern. Deins ist jetzt egal, Hauptsache, Meins geht wieder.

Und dann geht Meins irgendwann wieder. Freude. Guck mal! Du guckst. Wir lachen.

Zeig mal Deins.

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