So holst du das meiste aus Medium heraus!

Elizabeth Tobey, Head of Community Management, erklärt, wie deine Geschichte mit ein paar einfachen Tricks mehr Aufmerksamkeit bekommt.

Im Folgenden die Übersetzung ihres Posts “How to Win at Medium”.

Das Schreiben und Lesen auf Medium ist einfach.

In nur wenigen Minuten kannst du eine toll aussehende Geschichten veröffentlichen, eine Antwort verfassen, in den Arbeiten anderer die Zeilen highlighten, die dir besonders ans Herz gingen, oder ein Lesezeichen an den Geschichten setzen, die du später lesen willst. (Für den eigentlichen Schreib-Teil brauchst du wahrscheinlich viel länger, zumindest wenn es dir wie mir geht, aber das ist Stoff genug für einen eigenen Post).

Bei so viel Unkompliziertheit hast du vielleicht noch gar nicht bemerkt, welche Möglichkeiten du hast, deine Erfahrung auf Medium noch besser zu machen…

Mit dieser praktischen Anleitung erfährst du, wie du es schaffst, dass mehr Leute deine Geschichten entdecken, du mehr Gespräche auf Medium führen kannst und deine Geschichten noch toller aussehen als sie es sowieso schon tun.


Denk dir einen cleveren Titel aus

Und köder deine Leser mit einem noch clevereren Untertitel.

Titel (und Bilder) sind deine erste und beste Chance, die Aufmerksamkeit deiner Leser zu wecken und sie dazu zu bekommen, den ganzen Text zu lesen. Soll heißen, hier solltest du ein paar Gedanken hineinstecken!

Wenn du deiner Geschichten keinen Untertitel gibst, erscheint in der Vorschau zu deiner Geschichte auf Medium der erste Satz des Textes. Hier ist ein Beispiel, wie so etwas au naturel im Medium-Feed dann aussieht:

Via The Billfold

Manchmal funktioniert es ganz wunderbar, die erste Zeile deiner Geschichte als Vorschau zu verwenden. Manchmal aber auch nicht. Glücklicherweise kannst du den Inhalt, der in der Vorschau angezeigt wird auf Medium jederzeit anpassen.

Klicke auf den “…” -Icon in der oberen rechten Ecke auf deinem Bildschirm und gehe zu “Customize title/subtitle”.

Hier kannst du genau bestimmen, was im Feed und der Vorschau erscheinen soll.

Den Titel und Untertitel für die Vorschau anzupassen hilft dir dabei, dein Argument deutlich zu machen und die Aufmerksamkeit des Lesers besser auf deine Geschichte zu lenken als der erste Satz deines Textes dies könnte.


Wähle ein hervorstechendes Titelbild

Die Augen essen mit… das heißt, das Lesen beginnt mit dem Titelbild?

Wenn du ein Titel- oder Coverbild über oder unter deinem Titel haben möchtest, klicke auf den +-Icon links des Cursors, bevor du mit dem Schreiben beginnst.

Hier kannst du nun auf das Kamera-Symbol gehen und ein Bild auswählen (Drag&Drop funktioniert ebenfalls — diese kurze Anleitung oder auch diese etwas längere geben dir alle Informationen zu Bildern, die du brauchst). Wenn du das Bild in deinen Artikel geladen hast, klicke darauf, um auszuwählen, wie du es angezeigt haben willst. Wenn das Bild ausgewählt ist, wird der Rand grün und die Toolbar erscheint:

Photo von Pierre Rougier

Hier sind bevorzugte Bildgrößen für die verschiedenen Einstellungen, die du in der Bild-Toolbar oben sehen kannst:

Bevorzugte Bildgrößen

  • Bilder über die gesamten Spaltenbreite: 1400px
  • Bilder über die Spaltenbreite hinaus (d.h. eine Nummer größer): 2040px
  • Bilder über die gesamte Bildschirmbreite: 2500px

Perfektioniere dein Vorschau-Bild

Du hast mehr Macht als du denkst

Medium nimmt das erste Bild in deinem Text für Feeds, die Vorschau und Einbettungen (falls du kein Bild in deiner Geschichte hast, erscheint dein Profilbild).

Um ein anderes hervorgehobenes Bild in Vorschauen anzeigen zu lassen, klicke auf das gewünschte Bild und klicke Cmd / Strg+ Alt / Opt +8 (hier ist eine Liste aller Keyboard-Shortcuts). Dass es geklappt hat, merkst du daran, dass sich der grüne Rahmen rot verfärbt.

Der rote Rand bedeutet, dass diese Bild nun gefeatured ist.

Du kannst auch auf den Teil eines Bildes klicken, auf dem du in deiner Vorschau den zentralen Fokus haben willst und dann Alt / Opt drücken.


Bilder-Gallerien sind dein Freund

Bilder-Gallerien sind eine besonders wirkungsvolle Möglichkeit, Fotos und Illustrationen zu verwenden, um deine Geschichte zu erzählen. Wähle die Bilder auf deinem Desktop in der Reihenfolge aus, in der du willst, dass sie erscheinen, und dann ziehe sie in deine Geschichte. Medium passt auf, dass sie alle ordentlich in einer Gallerie erscheinen.

Sobald die Bilder hochgeladen sind, können sie nicht mehr neu angeordnet werden (du kannst sie aber löschen und es nochmal versuchen). D. h. Wenn du eine größere Gruppe von Bildern hast, die du in einer bestimmten Reihenfolge hochladen willst, ändere am besten ihre Ordnernamen so, dass sie die Reihenfolge widerspiegeln, in der du sie anzeigen lassen möchtest (z. B. A.jpg, B.jpg, C.jpg), und wähle dann die gesamte Gruppe auf einmal aus.


Verlinkte Bilder

Du willst, dass dein Bild verlinkt ist? Heute ist dein Glückstag! Klicke einfach auf das Bild (der Rand wird dadurch grün) und drücke Cmd / Strg+ K auf deiner Tastatur.

Ganz schon bärig!

Dadurch erscheint die Link-Toolbar, du fügst den Link ein und drückst “Enter”. Dein Bild ist jetzt verlinkt.

Da bleiben keine Wünsche offen.

(Oder doch? Dieses hier ist links ausgerichtet, so dass der Text rechts daneben weiterfließen kann. Nur FYI).


Verfasse knackige Bildnachweise und Bildunterschriften

Ein Bild spricht tausend Worte (aber unter das Bild passen noch ein paar mehr)

Klicke auf das Bild und um das Bild herum erscheint ein grüner Rand. Nun kannst du das Bild mit einer Bildunterschrift versehen.

An dieser Stelle kannst du auf den Künstler oder Fotograf oder auch auf die Original-Quelle verweisen. Markiere dazu die Worte in deiner Bildunterschrift, die du verlinken möchtest, und klicke auf das Link-Symbol in der Text-Toolbar, die daraufhin erscheint. Du kannst auch hier auch eine Bildunterschrift schreiben — oder beides gleichzeitig tun.

PS. Bitte verwende nur Bilder auf Medium, für die du die Nutzungsrechte hast.


Passe deine Geschichten dem gängigen Leseverhalten an

Seien wir ehrlich: Wir lesen nicht immer eine ganze Geschichte auf einmal. Die Aufmerksamkeit der Leser erhält man daher am ehesten, wenn man den Text in leicht verständliche Abschnitte unterteilt, die man schnell überfliegen kann.

Eine visuelle Abgrenzung der Abschnitte (Strg / Ctrl + Enter), Bilder und die strategische Verwendung von “H1”- und “H2”-Überschriften hilft deiner Leserschaft dabei, sich durch deinen Artikel zu navigieren — das ist besonders wichtig bei langen Artikeln wie diesem hier!

Außerdem sind Zitate ...

Die ich für sehr wirkungsvoll halte

... eine ganz hervorragende Art und Weise, um einen besonders aussagekräftigen Satz hervorzuheben. Das erzielt Wirkung.


Initialbuchstaben sind auch eine gute gute Idee

Und sehen außerdem super professionell aus.

Hast du schon mal einen Artikel gesehen, der mit einem riesigen Buchstaben begonnen hat, und “Das sieht wirklich toll aus” war deine erste Reaktion? Ich weiß, ich auch. Es ist eine tolle Möglichkeit, deine Texte gut aussehen zu lassen, den Lesefluss zu steuern und deinen Geschichten Persönlichkeit zu verliehen.

Um Initialbuchstaben zu verwenden, markiere den jeweiligen Abschnitt und wähle die Option “Drop cap” im Schnellmenü:

Du willst selbst entscheiden, wie der erste Buchstabe aussehen soll? Kein Problem!

Klicke auf den Initialbuchstaben bis eine grüner Rand erscheint:

Ziehe die Datei für das benutzerdefinierte Bild, das du gerne anstelle des Initialbuchstabens verwenden würdest, von deinem Desktop direkt in diesen grünen Rahmen.

Dein benutzerdefiniertes Bild erscheint jetzt in einem grünen Rahmen:

Voila! Schicke Buchstaben in Hülle und Fülle.

(Leider sind Initialbuchstaben noch nicht in der App möglich.)

Kennst du schon die TK-Erinnerungen?

Vergiss nie wieder, dass du in deiner Geschichte noch etwas ergänzen wolltest!

Noch ein Bild, das du einfügen wolltest? Ein Zitat, das du ändern wolltest? Da sollte noch ein Initialbuchstabe hin, dort wolltest du später nochmal korrigieren? TK ist ein Kommentarsystem für den Autor (es steht für “to come”). Tippe einfach irgendwo in deinem Post ein “TK” und links von deinem Entwurfstext erscheint das gelbe Symbol und hilft dir dabei, dir zu merken, wo du noch etwas ändern/hinzufügen/verbessern wolltest, bevor du veröffentlichst.

Ich persönlich finde das extrem hilfreich — bevor es TK gab, habe ich z. B. HIER FEHLT DIE ÜBERLEITUNG als Erinnerung in meine Texte geschrieben … naja …falls du irgendwann vergisst, diese Sätze wieder herauszunehmen, wird es ziemlich peinlich.

Bevor du veröffentlichst, wird dich Medium daran erinnern, zu diesen Textstellen zurückzugehen und die vorgesehenen Änderungen vorzunehmen.


Vergiss nicht, Tags zu verwenden

Mit den richtigen Schlüsselbegriffen erreichst du die richtigen Leute

Wenn du schon etwas länger auf Medium unterwegs bist, sind die Chanen gut, dass du bereits ein paar Tags folgst (auf der rechten Seite deines Startseiten-Feeds).

Wenn du bereit bist, deinen Text zu veröffentlichen, kannst du bist zu drei Tags auswählen, um ihn zu kategorisieren. Die Auswahl der richtigen Tags hilft dir dabei, die richtige Leserschaft zu finden.

Ich lasse mich bei der Auswahl der Tags oft inspirieren, indem ich die Tag-Begriffe suche, die ich erwäge, selbst zu verwenden. So sehe ich, ob der Inhalt, der unter diesen Tags angezeigt ist, mit meinem Post übereinstimmt. Danach browse ich durch ähnliche Tags, um weitere Begriffe zu finden, die meinen Artikel beschreiben.

Manchmal macht es auch Sinn, komplett verschiedene Begriffe zu wählen, da sich unsere Texte oft nicht in eine enge Kategorie zwängen lassen. Schreibst du z. B. über ein peinliches Erlebnis bei der Arbeit, von dem du jede Menge gelernt hast? Humor, Lektion fürs Leben und Unternehmen könnten passen. Sei kreativ! Manchmal lohnt es sich auch, ein weniger bekanntes Tag für deine Geschichte zu wählen, da dein Artikel dann dadurch Aufmerksamkeit bekommt, dass er länger weiter oben auf der Liste angezeigt wird.


Schreib etwas, das es sich zu lesen lohnt

Auf Medium ist der Himmel deine Grenze. Nach dem gut einem Jahr, seit dem ich auf dieser Plattform lese und schreibe und dem Monat, seit dem ich nun für das Unternehmen arbeite, kann ich dir getrost sagen, dass egal über welches Thema du schreiben willst, es eine Gruppe von Leuten auf Medium geben wird, die gerne lesen werden, was du zu sagen hast. Mit den oben genannten Tipps sieht dein Artikel toll aus und mehr Nutzer haben die Möglichkeit, ihn zu entdecken. Allerdings sind das nur ein paar Kniffe, die weiter in den Vordergrund rücken, was jeden Post großartig macht: Deine Worte und das Wissen, das du anderen bereitstellst.


Dies ist nur der Anfang. Unmöglich, alles abzudecken, was es Cooles bei Medium gibt. Die Chancen stehen gut, das du einen tollen Tipp hast, den wir hier nicht aufgelistet haben (und an den wir vielleicht noch gar nicht gedacht haben). Falls das der Fall ist, antworte uns und belehre uns eines Besseren!