Bitcoin. Blase geplatzt?

Der Sinkflug der Digitalwährung geht weiter. Und das mit einer erstaunlichen Entwicklung -der Bitcoin fällt seit vier Monaten in Folge. Die letztjährige Bitcoin Euphorie wird seit Erreichen des Höchststandes Ende 2017 von Verunsicherung an der Märkten abgelöst.

Was genau liegt nun das Problem?

Die Produktion von Bitcoin erfordert eine hohe Rechenleistung. Einfach gesagt: Wer Bitcoins schaffen möchte, muss dazu seinen Rechner komplexe Berechnungen durchführen lassen. Sobald die Rechenaufgabe gelöst ist, erhält der Besitzer Bitcoin als Belohnung. Das Prinzip ist simple: Bitcoin gegen Strom. Der Stromverbrauch ist nicht zu unterschätzen. Seit November 2017 hat sich der Stromverbrauch um knapp 80% erhöht während sich der Kurswert um mehr als halbiert hat. Ein Kurswert von 6.000 USD gilt als Preisuntergrenze -also kostendeckend.

Entwicklung der größten Kryptowährungen seit Erreichen des Höchstwertes

Nachdem dann im November die 6.000 USD Marke unterschritten wurde, schalteten viele Miner konsequenterweise ihre Anlagen ab. Der Druck auf die Kosten ist enorm. Das Mining (“Schürfen”) der Währung lohnt sich einfach nicht mehr. Diese Entwicklung könnte den allgemeinen Abwärtstrend noch weiter beschleunigen: Wenn Miner gezwungen werden, Teile ihrer Bitcoin-Rücklagen zur Deckung ihrer Fixkosten zu verkaufen, erhöht das den Druck in einem ohnehin schon unsicheren Marktumfeld.

Grund für den negativen Trend ist ein Konflikt zwischen der Bitcoin-Fangemeinschaft in Bezug auf die Spaltung der Schwesterwährung “Bitcoin Cash”. Gelegentlich auftretende Pannen und Einbrüche von Handelsbörsen verstärken die negative Stimmungslage an den Kryptomärkten.

Bitcoin ohne realen Wert. Wie sieht’s mit der Blockchain aus?

Hinter der Preisentwicklung der Währung steckt ein großes Maß an Spekulation. Dem Bitcoin mangelt es durch fehlende Wertschöpfung an realem Wert. Als Gegenwert könnte man ihm höchsten die Stromkosten, die beim “minen” eines Bitcoins anfallen, zuweisen. Vielmehr handelt es sich jedoch um das Vertrauen der Community hinter dem Bitcoin in die Akzeptanz der Währung als offizielles Zahlungsmittel.

Hinter der Digitalwährung steht anders als bei klassischen Währungen keine Instanz, die die Werthaltigkeit garantiert und den Kurs steuert. Dadurch hat sich an den Märkten eine Art Schneeballsystem entwickelt, das vor allem in 2017 zum einem rasanten Wachstum geführt hat. 2018 dann das Platzen der Spekulationsblase -und zwar vom feinsten.

Ganz anders sieht es mit der dem Bitcoin zugrunde liegenden Technologie aus. Der Blockchain.

Die Anwendungsmöglichkeiten des allgemeinen Blockchain-Konzeptes sind weitreichender als es der Bitcoin jemals sein kann.

Smart Contracts und der Hauskauf.

Wer schon mal eine Immobilie oder Grundstück gekauft hat, der weiß mit wie viel Aufwand dieser Prozess verbunden ist. Neben dem Käufer und dem Verkäufer sind mindestens das Grundbuchamt, eine Bank, ein Notar und das zuständige Finanzamt beteiligt. Willkommen im Land der Bürokratie.

Wie kann Blockchain diesen Vorgang für Menschen bequemer gestalten?

Ein wochenlanges hin und und her zwischen den einzelnen Teilnehmern am Vorgang kann anstrengend sein. Käufer möchten sich doch lieber Gedanken um die neue Küche, das neue Bad oder die Rutsche neben der Treppe machen.

Blockchain könnte Wochen, theoretisch zu Minuten machen. Alle relevanten Informationen (Grundschuld, Baugenehmigung, Besitzverhältnisse, Kreditverträge und Steuerpflichten) werden in der Blockchain gespeichert -manipulationssicher. Über Smart Contracts können Änderungen der Informationen automatisch, mit vordefinierten Bedingungen, erfolgen, sobald das Geld überwiesen wurde. Für den Nutzer: Einfach, sicher und billiger. Mehr Zeit für das Erlebnis.

Smart Contracts machen in jeglicher Hinsicht den Charme der Technologie aus. Die Anwendungsgebiete sind quasi grenzenlos.

Dass Blockchain die neue Revolution nach dem Internet ist hört man viele Stimmen behaupten. Andere sehen in ihr eine Gefahr für eine erneute Blasenbildung.

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