Warren Buffet. Vom Cola Verkäufer zum Milliardär.

Er ist einer der erfolgreichsten Investoren unserer Zeit — und einer der sympatischsten noch zugleich. Im folgenden Artikel haben wir für Sie 12 interessante Fakten über das Orakel von Omaha zusammengefasst.


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Er hat mit 11 Jahren seine erste Aktie gekauft.

Heute hält Buffett mit seiner Investmentfirma Berkshire Hathaway Anteile an Unternehmen wie Coca Cola, Gillette und Apple. Seine Karriere als Investor begann er schon mit elf Jahren: Damals kaufte er drei Aktien des „Cities Service“ für je 38 Dollar– als die Aktie im Plus landete, verkaufte er und fuhr einen kleinen Gewinn ein.

Ein lehrreicher Handel für den jungen Buffett: kurz darauf stieg der Aktienkurs auf 200 Dollar.

Warren Buffet ist ein (ungesunder) Sparfuchs

Der zweitreichste Mann der Welt könnte es sich problemlos leisten, seine Mahlzeiten von Sterneköchen zubereiten zu lassen– doch Buffett frühstückt jeden Tag bei Mc Donald’s, wie im Dokumentarfilm „Becoming Warren Buffett“ zu sehen ist. Die Kosten: höchstens 3,17 US-Dollar.

Buffett soll grundsätzlich kein Anhänger gesunder Ernährung zu sein: In einem Interview mit dem Magazin Fortune erzählte er, dass er mindestens fünf Dosen Cola täglich trinkt.

Mit 16 hatte Buffet bereits ein Vermögen von 53.000 Dollar angehäuft

1946 verdiente Buffett als Zeitungsjunge 175 Dollar im Monat –und wurde damit besser bezahlt als seine Lehrer, so Business Insider. Das Gehalt entspricht heute rund 2.300 Dollar. Zusätzlich verkaufte Buffett Golfbälle, Kalender und Briefmarken. So hortete er schon als Jugendlicher ein kleines Vermögen: umgerechnet 53.000 Dollar.

Er wurde von der Harvard Business School abgelehnt

Nach seinem Abschluss an der University of Nebraska, bewarb sich Buffet an der Harvard Business School. Während eines kurzen Interviews, in dem über den Erfolg seiner Bewerbung entschieden werden sollte, sagte man ihm: “Vergessen Sie es. Sie werden nicht nach Harvard gehen.”

Nach dieser Enttäuschung fand Buffet jedoch heraus, dass seine Vorbilder Benjamin Graham (“Der Urvater des Value Investings”) und David Dodd Professoren zur der Zeit an der Columbia Business School waren.

Er schrieb David Dodd daraufhin einen Brief, der die folgenden Worte enthielt:

“Dear Professor Dodd. I thought you guys were dead, but now that I found out that you’re alive and teaching at Columbia, I would really like to come.”

Und wurde angenommen.

In jungen Jahren hat er in eine Farm und ein Rolls Royce investiert

Als Highschool Schüler im Alter von 14 Jahren kaufte er sich eine 16 Hektar große Farm in Omaha für 1.200 Dollar, die er verpachtete.

Als er 17 war, kaufte er zusammen mit Freunden einen schrottreifen Rolls-Royce für 350 US-Dollar. Nachdem sie ihn instand gesetzt hatten, konnten sie ihn für 35 US-Dollar pro Tag vermieten.

Er wohnt seit 60 Jahren im gleichen Haus

Im “Normalfall” wohnen Milliardäre in Häusern mit mehr Bädern als Monatstagen. Doch nicht Warren Buffet.

Und das ist eines der Gründe, die ihn zum sympathischsten Investor aller Zeiten macht. Er lebt seit 1958 im gleichen Haus in Omaha, dass er damals für 31.500 Dollar erworben hat.

Interessant: Sein Nachbarhaus würde kürzlich für 2,5 Millionen Dollar verkauft.

Menschen zahlen Millionen, um mit ihm essen zu gehen

Warum sollte man nicht mit dem Orakel von Omaha essen gehen wollen? Es gibt ohne Zweifel unglaublich viel, was wir von ihm lernen können. Manchen Menschen ist das sogar so wichtig, dass sie bereit sind über 3,4 Millionen Dollar für ein Mittagessen mit ihrem Idol zu bezahlen.

Seit 2000 wird nämlich jährlich ein Mittagessen mit ihm auf eBay versteigert. Die Einnahmen werden anschließend an die Organisation GLIDE in San Francisco gespendet, die sich für weniger Armut in den USA einsetzt.

Bislang konnten über die Auktion über 20 Millionen Dollar eingesammelt werden.

Etwa 94% seines Vermögens entstand nachdem er 60 wurde

Obwohl er bereits vor dem 60. Lebensjahr extrem erfolgreich war und mit 52 ein Vermögen von 376 Millionen Dollar angehäuft hatte, entstand der Großteil seines heutigen Vermögens nach dieser Zeit.

Heute liegt dieses bei unglaublichen 90 Milliarden Dollar.

Er verbringt 80 Prozent seines Tages mit Lesen

Möglicherweise ist es sein Erfolgsgeheimnis: Buffet liest etwa sechs Stunden täglich — insgesamt bis zu 500 Seiten. Zu Beginn seiner Karriere sollen es sogar doppelt so viele gewesen sein. Auf seinem Leseprogramm stehen fünf Tageszeitungen, mehrere Magazine, Jahresberichte und Biografien.

“Read 500 pages like this every day. That’s how knowledge works. It builds up, like compound interest.”

Er spielt sehr gerne Ukulele

Im Alter von 18 verliebte Buffet sich in ein Mädchen aus Omaha, die zu der Zeit leider einen Freund hatte. Also fing er an sich darüber Gedanken zu machen, was er tun könnte, das ihr Freund nicht kann. In seinem Fall Ukulele spielen.

Also lernte er Spielen und spielte ihr einen Song vor. Leider brachte ihm die Aktion nichts. Sie entschied sich, bei ihrem Freund zu bleiben.

Jedoch spielt er noch heute gerne während Interviews oder auf seinen Hauptversammlungen Ukulele. Am liebsten natürlich mit seinem Freund Bill Gates als Sänger.

85 Prozent seiner Berkshire Hathaway Aktien werden gespendet

Buffet ist zudem ein großer Philanthrop. In 2006 erklärte er, dass er plant insgesamt 85% seiner Berkshire Hathaway Aktien an fünf Stiftungen zu spenden.

Dieses Versprechen hat er seitdem gehalten. Im Juli 2016 spendete er Aktien im Wert von 2,86 Milliarden Dollar an diese fünf Stiftungen — darunter auch die “Bill and Melinda Gates Foundation”.

Buffet konnte im Vergleich mit anderen Investoren den Markt am längsten schlagen

Weder Charlie Munger, noch Peter Lynch oder Carl Icahn konnten den Markt so häufig schlagen wie Warren Buffet.

Einer Analyse von Ben Carlson zufolge konnte er in 50 Jahren bis 2015 jedes Jahr den S&P 500 schlagen.


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Björn Siegismund, CIO

Björn Siegismund ist unser Chief Investment Officer und federführend an der Weiterentwicklung der Investment-Strategie unserer digitalen Vermögensverwaltung


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