Kurz Sinniert

Wir können gern mal glücklich sein.
Zumindest versuchen können wir’s.
Ob es dann so bleibt,
wir den Zustand erreichen
den unser Verstand sich ausmalt,
steht in den Sternen —
ich vertraue ungern auf totes Licht.

Wir sind unseres eigenen Glückes Schmied.
Wie traurig werde ich,
wenn ich den Hammer in den Händen halte,
den Amboss vor mir sehe —
doch die Kraft fehlt mir gänzlich;
der Hammer wiegt nur schwer in meinen Händen
schwerer noch auf meiner Seele.

Wir haben unser Glück selbst in der Hand.
Doch meine Hände, zu klein, spüren nichts.
Können entweder nicht all das Glück fassen
oder aber das Wenige, das man hat
rinnt mir wie Salz durch die ungeübten Finger,
hinterlässt feinen Staub
der spottend die Haut bedeckt.

Man spricht davon Glück im Unglück zu haben.
Wag’ es, einem Unglücklichen davon zu erzählen.


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