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Digitales Prototyping. Was ist das? Und wie geht das?

Ein wesentlicher Teil unserer Arbeit ist es, Ideen und Konzepte in Prototypen zu übersetzen und zu testen. Wie das geht und warum das sinnvoll ist, erkläre ich hier.

Was ist ein digitaler Prototyp?

Ein digitaler Prototyp ist ein visuell hochwertiges Modell, mit dem du die wesentlichen Funktionen eines Produktes in einem finalen Look & Feel präsentieren kannst. Das können sowohl detaillierte Designentwürfe, interaktive Click Dummies oder Grafikanimationen sein. Digitale Prototypen eignen sich vor allem für den Test mit Endkunden, aber auch zur Präsentation bei Vorständen oder Investoren.

Wie baut man einen interaktiven Click Dummy?

Mit digitalen Click Dummies wird ein zukünftiges digitales Angebot getestet. Sie bieten die Möglichkeit zu prüfen, ob dein Nutzer die geplante Interaktion versteht und sie intuitiv durchführt. Oder eben nicht. Durch den Test an der klickbaren Vorlage siehst du, ob sich der Nutzer wie geplant durch die App bewegt, ob er an den richtigen Stellen in deinem Sinne interagiert oder ob er an bestimmten Stellen hängen bleibt.

  • Wie löst das Produkt diese Aufgabe?
  • Was sind seine Kernfunktionalitäten?

Konzentriere dich auf wenige spitze Thesen pro Prototyp

Beachte, dass du mit einem Prototypen nicht den ganzen Funktionsumfang eines Produktes testen kannst. Überlege dir spätestens jetzt, welche deine Kernfragen sind, die du mit einem späteren Nutzertest klären möchtest. Konzentriere dich auf wenige spitze Thesen pro Prototyp.

Baue nur so viele Ansichten und Interaktionen ein, wie du auch wirklich brauchst, um deine festgelegten Fragen zu beantworten

Halte alle Ansichten und Interaktionen in einem Storyboard fest, um dir einen Überblick zu verschaffen. Baue nur so viele Ansichten und Interaktionen ein, wie du auch wirklich brauchst, um deine zuvor festgelegten Fragen zu beantworten. Verliere dich dabei nicht in Details, da es gut sein kann, dass am Ende alles verworfen wird, weil es nicht funktioniert hat. Achte dennoch darauf, dass der Prototyp realistisch wird, um die Illusion eines fast fertigen Produktes beim Nutzer zu erzeugen.

Mehr Details & Beispiele gibts im Video!

Erstelle deinen Prototypen!

Im letzten Schritt übersetzt du deine Skizzen mithilfe einer Prototyping Software in einen testbaren Click Dummy. Es gibt verschiedene gute Anbieter: Marvel, Proto.io, InVision, Flinto oder Justinmind. Wir verwenden derzeit meist InVison, da es sich sehr gut mit Sketch oder Photoshop kombinieren lässt und Interaktionen so einfach und schnell zu erstellen sind. Probiere am besten selbst aus, welches Tool für dich und deine Ansprüche funktioniert.

  • 1 Stitcher, der die Screens und alle Elemente in der Prototyping-Software zusammenfügt und die Interaktionen einbaut,
  • 1 Texter:in, der alle Textelemente verfasst und
  • 1 Materialsammler:in, die bzw. der alle zusätzlichen Materialien, wie Fotos oder ergänzende Informationen sammelt.

Organisation ist alles!

Es gibt einen letzten wichtigen Punkt, den du während des Erstellprozesses beachten solltest: Bestimme jemanden aus dem Team oder eine weitere Person als Team Lead. Der Lead behält das Team im Auge, überprüft in regelmäßigen “Check-ins” den Fortschritt und hilft dabei, eventuelle Hürden aus dem Weg zu räumen. So wird die Erstellung des Prototypen kontrolliert und sichergestellt, dass du am Ende einen fertigen digitalen Prototypen hast, der bereit für den Test ist. Et voila!

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XO Projects ist ein Innovationslabor für Macher, nicht für Theoretiker. Wir beschleunigen Unternehmen in der Entwicklung innovativer Produkte und Services.

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Susanne Harnisch

Co-Geschäftsführerin und Creative Technologist bei X-O Projects, Innovationslabor für Macher. Digitales Spielkind. Beobachtet Menschen. Sucht Geschichten.