Rentenfrei: Wie uns Existenzangst von Rente abhängig macht und wie wir daraus aussteigen können

“Die Rente ist sicher”, blubbert es aus den Mündern aller Politiker.
Ich leide immer mit denjenigen mit, die dieses Versprechen für wahr halten und dadurch an einem Modell festhalten, das in ihnen Leid und Ängste schafft.

Es ist irrelevant, ob die Rente sicher ist oder nicht, mal abgesehen davon, dass Politiker taktisch, also kurzfristig, ihrer eigenen Macht in die Hände spielend, denken und handeln und nicht im Interesse des Volkes.

Du brauchst keine Rente und auch keine Altersvorsorge.

Versprochen.

Klingt Klasse, oder?

Im Gegensatz zu Politikern sage ich allerdings nicht, dass das so einfach wird.

Du musst viele Dinge aufgeben.

Eigentlich fast Alles.

Im Gegensatz dazu darfst du dein Leben heute genießen und so leben, wie du es heute möchtest. Rente ist nur solange notwendig, wie Menschen Angst vor dem Alter haben.

Haben sie das nicht mehr und sind sie frei von den Bedingungen, die daran geknüpft sind, bricht das System zusammen, z.B. durch einen völkischen Aufstand wie einen Bürgerkrieg.

Ich zeige dir in diesem Artikel nur Möglichkeiten auf. Es ist der Weg, den ich gehe, was nicht bedeutet, dass du diesen auch gehen musst. Allerdings lade ich dich dazu ein, diese Möglichkeiten für dich selbst zu hinterfragen, denn vermutlich hast du noch nie zuvor von ihnen gehört.

Die Angst vor dem Zusammenbruch

Lass dir mal Folgendes mal durch den Kopf gehen:

Du zahlst Geld in ein System ein, von dem du nicht weißt, ob es noch existieren wird, sobald du es benötigst. Außerdem gehst du davon aus, dass du den Anspruch, den du jetzt hast, auch in Zukunft beibehalten möchtest, ansonsten würde es dir schließlich schlechter gehen.

Wir haben also zwei grundlegende Ängste, nämlich die Angst vor dem Zusammenbruch des Systems und die Angst vor dem Verlust des eigenen Ich.

Sehen wir uns diese beiden Ängste mal genauer an und wie wir sie auflösen können.

1. Der Zusammenbruch des Systems

Wenn du aus dem System aussteigst, dann bist du nicht mehr von ihm abhängig. Du erhältst keine Leistungen mehr daraus, aber musst es auch nicht mehr pflegen.

Für Informationen zu diesem Thema möchte ich dich an Christoph Heuermann weiterleiten, der mit seiner Seite “Staatenlos” bereits tausenden Menschen geholfen hat, aus dem System auszusteigen.

Er zeigt außerdem Möglichkeiten auf, wie du alternative Einnahmequellen schaffen kannst uvm.

2. Die Angst vor dem Verlust des Ich

Je mehr Dinge wir in unser Leben holen, desto abhängiger sind wir von diesen und von den Möglichkeiten, sie zu erhalten bzw. zu beschützen.

Existenzangst kommt von der Angst vor dem Verlust dessen, was du bist.

Nunja…wer bist du eigentlich?

Ein “Unwissender”, nehmen wir als Beispiel mal mein altes Ego, würde nun Folgendes sagen:

“Ich bin Marius, deutscher Staatsbürger, gelernter Kaufmann im Einzelhandel und Betriebswirt mit Wirtschaftsdiplom. Ich habe 10.000€ Schulden, eine voll-eingerichtete 3Zimmer-Wohnung, einen Gebrauchtwagen (ca.6000€ Wert), Luxusgegenstände wie mein Handy, Computer, Tablet und Fernseher, acht Verträge und einen Kleiderschrank voller Klamotten.”

Eigentlich ein Durschnittsmensch.

Was nicht bedeutet, dass es nicht anders geht bzw. anders nicht besser sein könnte.

In meiner alten Identität steckten dutzende Abhängigkeiten:

Den Staat, meinen Arbeitgeber, die Banken, das Fitnesstudio, die Versicherungen, meine Vermieter, der Konsum, die Handyverträge uvm.

(Heute bin ich von keinem dieser Dinge mehr abhängig.)

Außerdem die Angst davor, dass das, was mich zu diesem Zeitpunkt ausmachte, bedeutungslos sein könnte. Dass das, was ich gelernt und studiert hatte, meinen Zweck nicht erfüllen würde. Dass ich die Dinge, die besaß, verlieren könnte bzw. irgendwann nicht mehr bezahlen könnte.

Wer macht uns abhängig von diesen Dingen?

Unser Ego.

Das Ego ist eine Ansammlung von konditionierten Verstandesaktivitäten im präfrontalen Kortex unseres Gehirns.

Das Ego speichert vergangene Erfahrungen → baut darauf eine Identität, eine Geschichte auf → schafft dadurch Probleme und Leid in der Gegenwart → und folglich auch in der Zukunft.

Für das Ego stellt die Lösung von Problemen eine existenzielle Gefahr dar. Es glaubt, dass wir niemand mehr sein würden, wenn wir all das aufgäben, was uns ausmacht.

Da wir glauben, dass unsere Probleme zu unserem Leben gehören und nicht lösbar seien, glauben wir auch, dass wir niemand mehr wären, wenn wir keine Probleme mehr hätten.

Das Ego klammert sich an diese Dinge und zieht sich seine Identitiät aus ihnen. Es glaubt, dass wir niemand mehr wären, wenn wir sie nicht mehr besitzen würden, weshalb wir uns frei machen müssen von den Formen, also den oben genannten Dinge, sodass das Ego sich an nichts mehr klammern kann.

Eine ausführliche Anleitung dazu gebe ich dir in meiner 10teiligen Artikelserie “Die Illusion vom Ich”.

Der illusorische Zusammenbruch

Gehen wir nun einmal ein Stück in die Zukunft:

Du hast dich dazu entschieden, dich nicht mehr von dem System abhängig zu machen und dein Ich größtenteils aufgelöst, wodurch du nicht mehr von den Dingen abhängig bist, die das System dir verspricht zu erhalten.

Und dann?

Was tust du dann?

Was immer du magst.

Von je mehr Dingen du dich unabhängig machst, desto freier und glücklicher wirst du werden oder wie Eckhart Tolle sagte:

“Unruhe, Angst, Spannung, Stress Sorge — alle Formen der Angst — werden durch zu viel Zukunft und nicht genug Präsenz verursacht.”

Das Ego hat Angst vor der Zukunft, da die Zukunft ungewiss ist. Es hätte am Liebsten einen exakten Plan davon, wie die Zukunft aussehen könnte.

Doch den gibt es nicht.

Deine Zukunft könnte in einigen Jahren vorbei sein, oder vielleicht sogar in einigen Monaten, Wochen, Tagen, Stunden, Minuten oder Sekunden.

Möchtest du wirklich für eine Zukunft arbeiten und vor einer Zukunft Angst haben, obwohl du gar nicht weißt, ob diese eintreten wird, anstatt dein Leben jetzt zu genießen?

Es gibt genug Möglichkeiten, um dein Leben im Alter auch ohne Rente schmerzfrei und glücklich zu gestalten.

Du könntest z.B., so wie ich es vorhabe, in deinen späten Jahren in ein buddhistisches Kloster ziehen, wo du nicht mehr abhängig von Dingen bist. Dafür brauchst du keine 1000€ Rente im Monat, die du in Deutschland sowieso nicht mehr bekommen wirst, wenn du nicht noch neben deinen 40 Stunden Arbeit in der Woche drei Minijobs hast und Geld zur Seite legst.

Ist es das Wert?

Du musst auch nicht jahrelang in einem Pflege-/ oder Altersheim “leben”, in welchen im Moment 50 Menschen von zwei Arbeitskräften abgefertigt werden.

Wer sagt, dass sich das bessern wird?

Hast du dich einmal mit dem Thema “Sterbehilfe” auseinandergesetzt?

Ich kenne einige Menschen, die aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen werden, sobald sie gerade noch dazu in der Lage sind, dies zu entscheiden, anstatt danach jahrelang nur noch dahinzuleben.

Falls du dir nun bei diesen ganzen Ausführungen denkst:

“Aber so einfach ist das Alles nicht, wie du denkst Marius.”

Dann heiße ich dich wieder herzlich Willkommen in der Welt deines Egos.

Es will keine Probleme lösen und es will schon einmal gar nicht darüber nachdenken, dass du ohne all das, was du jetzt gerade besitzt, irgendwann mit einer Kutte bekleidet in einem Kloster leben würdest, ohne das, was dich im Moment glücklich macht.

Doch auch das ist eine Illusion.

Die Dinge machen nicht dich glücklich, sondern dein Ego glaubt lediglich, dass sie es täten und da alles auf der Welt vergänglich ist, wird dein Ego dich unglücklich machen, wenn diese nicht mehr da sind.

Und glaub mir:

Der Moment wird höchstwahrscheinlich irgendwann kommen.

Hier also ein Schnellkurs, um dich von deinen Existenzängsten zu befreien:

1. Befreie dich von allen materiellen Dingen, die du nicht benötigst.

Zu viel Materielles erschafft Existenzangst, denn die Angst, das Materielle wieder zu verlieren, bindet dich an das Zeug, das du eigentlich nicht brauchst, wofür wir aber wahrscheinlich viel Geld und Zeit bezahlt hast.

Dadurch identizierst du dich damit und kaufst sogar immer mehr, da du glaubst, dass du weniger verlieren könntest, wenn du mehr besitzen würdest. Das stimmt zwar auch, aber die Ängste bleiben trotzdem.

Existenzangst ist die Angst, die Dinge verlieren zu können, die wir besitzen und nicht noch mehr Dinge besitzen zu können, als wir gerade tun.

2. Sammle Erfahrungen und Wissen.

Wenn du weißt, dass du immer wieder aufstehen und weitergehen wirst, egal was auch passiert, und du Möglichkeiten kennst, mit denen du deine “Existenz” sichern kannst, dann wird aus der Illusion Existenzangst ein langweiliges Konstrukt.

Finanzielles Wissen führt z.B. dazu, dass du weißt, wie du dein Geld vermehren kannst, ohne viel dafür zutun und dieses Geld so anzulegen, dass es für deine Existenz ausreicht.

Spirituelles Wissen führt zu vielen Einsichten, die dir helfen werden, dich nicht auf die Zukunft zu fokussieren und dein Gefühl des Mangels (“ich bin nichts Wert…ich kann nichts!”) zu schwächen.

“Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung — keine Bildung.” John F. Kennedy

3. Konfrontatiere dich mit deinen Ängsten.

Erlebe und erkenne, dass dir nichts passieren kann oder zumindest nicht das, was du dir ausmalst, indem du genau diese Ängste erlebst.

Kündige deinen verhassten Job, verkaufe allen Mist, den du nicht mehr brauchst, kündige alle Verträge, ziehe in eine andere Stadt usw.

Tue all das, was dir zwar Angst macht, du aber gerne tun würdest.

Dann wirst du nicht nur frei vom Rentensystem sein, sondern auch frei von den Ängsten, die mit deiner Existenz verbunden sind.

“Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Vorstellungen von den Dingen.” 
Epiktet

Du würdest gerne mehr über dieses und weitere Themen erfahren?

Hier gelangst du zu meinem umfangreichsten Artikel “WIE DU IN 8 SCHRITTEN ALLE DEINE ÄNGSTE AUFLÖST”

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