Coworking Job Market

deutsche Ausgabe (english version here)

Barcamp Session @ #Cowork2017 German Coworking Conference

Mit acht Teilnehmer*innen starteten wir mit 45 Minuten Zeit einen ersten intensiven Austausch. Vielleicht erwartet man, dass das Feld vor allem von Startups und Freelancern dominiert ist. Das ist nur noch teilweise richtig, da sich in diesem stark entwickelnden Bereich mit wachsenden Organisationen immer mehr feste Arbeitsverhältnisse entwickeln. Misch- und Übergangsformen sind häufig anzutreffen.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen schon existierende und neu denkbare Jobprofile und unsere Erfahrungen auf dem Arbeitsmarkt verbunden mit dem Thema Coworking. Auf dem Flipchart entstand eine Landkarte (siehe unten), deren wichtige Koordinaten Jobs und Missionen innerhalb bzw. außerhalb der Coworking-Szene und auf der anderen Seite das freie bzw. das angestellte Arbeitsverhältnis sind.

In Coworking Spaces gibt es bereits ein etabliertes Set an Rollen wie den Community Manager und die Social Media-Managerin. Mit einer Ausdifferenzierung und Professionalisierung der Szene kann hier jedoch vonseiten der Betreiber, Projektentwickler und Arbeitskraftanbieter weiter phantasievoll über neue Rollen nachgedacht werden. Resumee der Session war, dass der Markt für Jobs in Coworking Spaces noch (!) unterentwickelt ist (z.B. hinsichtlich professioneller Ausschreibungen, Personal-Auswahl und auch hinsichtlich von Gehältern). Dieses Feld ist also hiermit als Baustelle definiert.

Coworking-bezogene Arbeit (selbständig oder angestellt) jenseits der Coworking-Szene lässt sich als verdeckter und auch unternehmerischer Jobmarkt beschreiben: Mit Coworking verbundene Arbeits-Erfahrungen müssen deshalb in anders bezeichnete Jobprofile hineinargumentiert werden oder es müssen ganz neue Rollen kreiert und am Markt platziert werden. Wenn dabei Grenzen zwischen Sektoren überschritten werden (z.B. von der Wissenschaft ins pragmatische Unternehmertum oder von dort in die öffentliche Verwaltung), ist ein hohes Sprachbewusstsein hilfreich, um Übersetzungsarbeit zwischen unterschiedlichen Fachsprachen und auch Denkweisen leisten zu können.

In dem gesamten Feld gibt es keine ausgetrampelten Pfade und viel Raum, der vorher noch nicht beschritten wurde und in dem vielfältige Entwicklung möglich ist. Auch hier ist also Pionier- und Unternehmergeist gefragt und Positionierungsarbeit zu leisten; Coaching wäre dabei hilfreich. Das kollegial zu tun, liegt in der Coworking-Szene nah. Wer zu diesem Feld weiter kollaborativ arbeiten möchte oder auch Beratung sucht, kann gerne mit mir Kontakt aufnehmen.

Eine Übersicht über alle Barcamp-Sessions auf der #Cowork2017 in Leipzig findet Ihr auf diesem trello-Board.

Erster Entwurf einer Coworking Job-Landkarte
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