Entrepreneurship als Engagement

Warum wir der Selbstständigkeit neu begegnen sollten.

»Ich gehe auf keine Demonstration, ich bin selber eine.«
Friedrich Dürrenmatt

Selbstständig sein, ist der Legende nach, nichts für Weicheier. Der Abstieg ist leicht, der Aufstieg ist schwer und wenn genügend Jobs da sind und die Regale voll, könnte man meinen, es bestünde keine Notwendigkeit sich selbst etwas auszudenken. Die Selbstständigkeit wird plötzlich so verhandelt, als sei sie eine „Typfrage”. Ist sie wirklich so ein exklusiver Club? Zeit, der Selbstständigkeit neu zu begegnen.

Aber Frau Bruns! Das kann nicht jeder!

Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich schon mit der Behauptung konfrontiert wurde, dass die erfolgreiche Selbstständigkeit nur etwas für eine bestimmte Gruppe von Menschen sei. Für alle anderen sei es eine Illusion, einige meinen gar eine schädliche.

Die Liste der Voraussetzungen ist lang: Was man bräuchte sei eine extrovertierte Persönlichkeit, ordentlich Kapital, Beziehungen und am besten so etwas wie ein „Unternehmer-Gen”. Die meisten Unternehmer würden also von glücklicher Fügung profitieren. Außerdem müsste man auch noch risikoverliebt sein und normale Leute sind das nun mal nicht.

Klar.

Das kann man so sehen, aber für mich sind diese typischen Annahmen nur ein Zeichen dafür, dass Unternehmertum nicht verstanden wird.

Mal abgesehen davon, dass, wenn man das alles tatsächlich bräuchte, meine ganze Arbeit der letzten Jahre unmöglich gewesen wäre, würde auch ich nicht pauschal sagen, berufliche Selbstständigkeit sei etwas „für jeden”. Aber aus anderen Gründen. Nichts ist etwas „für jeden”. Auch angestellt sein übrigens nicht.

Auch wenn ich überzeugt bin, dass in der Zukunft der Arbeit Selbstständigkeit nicht nur häufiger verlangt, sondern auch wieder wichtiger werden wird: Mir geht es nicht darum, irgendwen von der Selbstständigkeit zu überzeugen.

Niemand braucht sich also in seinem Festanstellungsideal angegriffen fühlen. Nur: wenn niemand mehr Lust hat ein modernes Unternehmen aufzubauen, kann man auf weiterhin volle Regale, vor allem auf innovative Produkte und den inzwischen selbstverständlich angenommenen Anspruch auf einen sicheren Arbeitsplatz, der auch noch interessant sein soll, nur hoffen. All das scheint nicht besonders präsent zu sein, wenn Unternehmertum abgelehnt und auch noch leidenschaftlich kritisiert wird.

Wollen, nicht müssen ist das Stichwort.

Aber zurück zum Kern: Abgesehen davon, dass es gar nicht jeder will, interessiert mich weniger ob es jeder kann, sondern ob es jeder kann, der es will. Denn die Behauptung modernes Unternehmertum stünde nur wenigen offen, ist schlicht falsch.

Dazu geboren oder dazu gemacht worden?

Die Frage, ob man nun zu etwas geboren wurde, oder die Umstände zu etwas gebracht haben, stellt man sich sonst nur bei Serien-Mördern. Es zeigt, wie sehr Unternehmertum inzwischen als Abweichung verstanden wird. Wirklich interessant ist aber die Frage, was dazu geführt haben könnte, dass so viele sich eine unternehmerische Arbeitsweise abgewöhnt haben und infolgedessen annehmen, es sei irgendetwas Ausgefallenes.

In Deutschland bringen Ausbildung und Arbeitskultur uns nicht zum Entrepreneurship— sondern dazu Jobs zu suchen. Hier stellt sich niemand die Frage, ob 40 Millionen Menschen nun tatsächlich dazu geboren wurden, irgendwo angestellt zu sein.

„Zum Unternehmer muss man geboren sein” — ergo, alle anderen können es nicht — für viele eine plausible Erklärung. Tatsächlich ist „Entrepreneur” sein, das Normalste der Welt. Wir alle sind mit unternehmerischen Fähigkeiten ausgestattet. „All humans are born entrepreneurs“, ist Muhammad Yunus überzeugt. Der Professor gilt als ein Pionier des Mikrokredit-Systems und Begründer des Social Entrepreneurship-Gedankens. Wir Menschen seien „von Problemlösern zu Befehlsempfängern geworden“ — tja, was, wenn da etwas dran ist?

Warum überhaupt etwas unternehmen?

Früher machte man sich selbstständig, weil man ein Geschäft machen wollte. Weil man einen Betrieb gründen, oder übernehmen wollte (oder musste), aus der Not oder weil man sonst keinen Job fand.

Aber ein sehr guter Grund war auch schon immer, weil man etwas verbessern wollte. Vielleicht muss man mal wieder daran erinnern, warum Menschen überhaupt unternehmerisch tätig werden. Denn genau hier liegt auch der Zugang zu modernem Unternehmertum:

Jeder kennt Bereiche aus seinem Leben, seiner Branche, seinem Umfeld, wo etwas nicht gut funktioniert, nicht leicht zu verstehen, nicht gut umgesetzt, oder schlicht nicht vorhanden ist. Sich darum zu kümmern, ist der erste Schritt zum Unternehmertum.

Aber diese simple Erkenntnis scheint kaum noch vorhanden zu sein. Selbstständigkeit ist kein Wohlstandsproblem, sondern die große Unselbstständigkeit ist eins.

2018 und alle verwenden ihre Energie hauptsächlich auf ganz andere Fragen: „Wie überzeuge ich mit meinem Lebenslauf”. „Wie schriebe ich eine Bewerbung, die gelesen wird”, „Wie gefalle ich Personalern”…

Wir haben die Mentalität des Jobsuchers verinnerlicht, der erstmal irgendwo genommen werden muss, bevor er an die Arbeit gehen kann. Wenn man nicht aufpasst, wird man überall kleiner gemacht, als man ist. Zugespitzt wird das in der Betitelung „kleine Leute”, die zwar irgendwie ehrenhaft sein soll, aber eigentlich nur Fürsorgebedarf ausdrückt und vor allem Entwicklungsfähigkeit unterschlägt.

„Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund!”

Du bist nur so frei, wie wir es für dich vorgesehen haben — Ach, aber guck, nun ist doch auch schon Freitag! Gönn dir das Wochenende. Du arbeitest schließlich hart.

In Wirklichkeit gibt gar keine „kleinen Leute”. Es gibt nur eine Kleine-Leute-Mentalität. Und die bekommt man vor allem durch Kümmer-Rhetorik eingetrichtert — so ausdauernd, bis man sich davon angesprochen fühlt.

Was käme wohl dabei heraus, würde man sich wirklich ernsthaft fragen, wozu man nun geboren wurde und wozu gemacht?

Sich selbstständig machen, heißt sich zuständig machen

Ich halte es wie Seth Godin, der treffend formuliert:

Reject the tyranny of being picked. Pick yourself!

…und ich verstehe darunter eine grundsätzliche Haltung. Entrepreneurship hat viel mit der Einstellung zu den eigenen Möglichkeiten zu tun.

Viele beklagen sich über blöde Jobs, miesen Service, hohe Preise, stören sich an Arbeitsbedingungen, dem Plattform-Kapitalismus und mächtigen Konzernen, aber kaum jemand unternimmt selbst etwas? Wer es ernst meint, sollte seine Ideen der Gesellschaft nicht vorenthalten.

Und jetzt bitte keine Ausreden. Nicht wollen, und nicht können, ist nicht dasselbe.

Denn muss man um eine Idee umzusetzen, heute noch alles selbst können? Nein, man muss es nicht. Muss man extrovertierter Vertreter-Typ sein? Keinesfalls! Braucht man ein BWL-Studium? Nein! Irgendein Studium? Nicht unbedingt! Erbschaft? Unsinn! Reiche Eltern? Gründer-Gen? Lächerlich! All das braucht man nicht (mehr).

Was man allerdings braucht, ist Interesse. Gründer brauchen einen Beweggrund — am besten erwächst dieser aus einem echten Interesse an Menschen, damit man ihnen auch ein lohnendes Angebot machen kann.

Man muss sich die Gesellschaft ansehen, sich für Menschen interessieren, eine Idee für sie haben und diese zum Konzept machen, mit Relevanz für das eigene Leben und das anderer.

Sich selbstständig machen, heißt sich zuständig machen. [1] Das geht in armen und in reichen Gesellschaften. Die Probleme sind unterschiedlich, aber der menschliche Antrieb die Umstände zu verbessern, ist gleich. Wer meint, das geht alles nicht und es sei immer jemand anderes zuständig, der kann lange warten.

Was braucht es also wirklich zum unternehmerischen Arbeiten?

1. Engagement

Wie? Gebraucht werden nicht die Fähigkeiten zur Tabellenkalkulation, eifriges Listen abarbeiten oder BWL-Jargon, sondern wichtig ist etwas ganz anderes: Persönliches Engagement. Gerade, weil nicht alle zu allem den gleichen Zugang haben, baucht es engagierte Menschen, die das nicht vergessen. Menschen, die nicht an einer Berufsbezeichnung kleben, sondern etwas umsetzten wollen.

Man muss also Menschen mögen.** Insbesondere die, denen man ein Angebot machen will. Und man muss Freude daran haben, ihnen kreative Lösungen anzubieten.

Es kommt darauf an, aus seiner eigenen Situation unternehmerisch etwas zu machen. Die Frage die man sich stellen muss lautet: Was kann ICH tun, damit etwas für ANDERE etwas besser, einfacher, sicherer, günstiger etc. wird?

Im Entrepreneurship geht es nicht darum irgendetwas zu verkaufen, sondern darum, ein klar definiertes Problem für eine klar definierte Gruppe zu lösen. Am Anfang all meiner Projekte und Unternehmen stand ein konkreter Befund: Es ist mir nicht egal, dass…

Es gilt im Einklang mit seinen Werten Initiative zu ergreifen. Innovation durch unkonventionelles Vorgehen. Originalität! Passend, dass das Wort „Engagement” auch für die Anstellung des Künstlers gebräuchlich ist — Entrepreneurship ist, wie schon oft erläutert, der künsterlischen Methode näher, als der des Exceltabellen-Managers.

2. (Selbst-)Führung

Die Fähigkeit sich selbst zu organisieren gehört zur selbstständiger Arbeit. Selbstorganisation überfordert viele — nicht weil sie es nicht können, sondern weil sie es nie müssen. Dass alle geführt werden wollen, ist auch ein Resultat heutiger Arbeitskultur. Aber Entrepreneurship ist nicht Management. Es geht nicht darum Chef zu spielen, sondern darum, Dinge umzusetzen.

Auch Selbstbestimmung ist heute ein Kriterium für die Selbstständigkeit. Selbstbestimmung ist zwar ein hoher Wert, aber noch lange kein Geschäftskonzept. Wer selbstbestimmt arbeiten und davon leben will, muss also mehr wollen, als nur sich selbst befreien.

Viele meinen, sie hätten kein Verkaufstalent. Oder wären nicht kreativ. Aber viele erkennen sich selbst nicht wieder, wenn sie erstmal für etwas arbeiten, dass sie wirklich wichtig finden. Wenn man seine Arbeit als Engagement versteht, hat man ganz andere Energie zur Verfügung und gleichzeitig einen Werte-Kompass, der bei der (Selbst-)Führung hilft.

Was, wenn wir Selbständigkeit und Entrepreneurship inhaltlich viel mehr an Eigeninitiative und Engagement knüpften, als an Überarbeitung und Unsicherheit?

Selbstständigkeit ist eigentlich ein Führungsthema. Es geht darum Führung zu übernehmen und das zu tun, was alle vergessen, denen es „nur” ums Verkaufen geht.

3. Relevanz

Das hat alles nichts mit „Do what you love” zu tun, sondern mit „Do what is relevant”. Nicht die Arbeit muss die ganze Zeit Spaß machen, sondern der Grund für die Arbeit muss Schub geben. Es geht um die Substanz und Relevanz des Angebots, wenn man in der Selbstständigkeit Arbeitszufriedenheit mit wirtschaftlichen Erfolg kombinieren will.

Geschäftskonzepte mit Substanz sind immer gute Geschäftskonzepte, denn sie funktionieren, weil sie für eine bestimmte Zielgruppe ein klar definiertes Problem lösen und schon daher auf Nachfrage stoßen. Sie sind relevant. Nachfrage muss also nicht erst künstlich und mit viel Marketing-Getöse geschaffen werden — sondern potenzielle Kunden freuen sich, dass sie endlich bedient werden. Wenn sich etwas gut verkauft, heißt das natürlich nicht, dass es auch relevant ist. Es heißt heute vor allem, dass genug Geld für Marketing vorhanden war. „Make-believe”.

Wenn sich aber etwas ohne aufwändiges Marketing verkauft, ist es ein sicheres Zeichen dafür, dass es auch relevant ist. „Real”. Echt. Mit einem echten Nutzen. So einfach. Was authentisch ist und klaren Nutzen bringt, braucht keine ausgebuffte Strategie.

Wer die „Welt verändern” will, wie so viele Startups es sich so kühn auf die Fahnen schreiben, sollte sich also darauf konzentrieren, etwas von Substanz zu schaffen. Mal in die Nachbarschaft schauen, bevor es immer gleich die ganze Welt retten heißt.

Gewinne! Gewinne! Gewinne!

Unternehmensgründungen haben ein Ziel: Gewinne zu erwirtschaften. Und das ist wichtig. Bessere Angebote, bessere Produkte, mehr Auswahl, mehr Transparenz, faire Preise, faire Honorare — all das sind Fragen besseren Wirtschaftens, und nirgends ist es besser möglich hier mitzugestalten, als durch unternehmerisches Handeln.

Es geht also darum Geld zu verdienen. Aber es muss nicht das einzige sein, womit man sich beschäftigt*. Gewinne sind eine Folge guter Angebote und intelligenten Wirtschaftens, was wiederum ein Anlass überhaupt ein Unternehmen zu gründen sein sollte.

Viele meinen immer noch Geld verdienen stünde im Gegensatz zu werteorientiertem Handeln. In Wirklichkeit garantiert nur Unabhängigkeit (und dazu gehört Eigenkapitalbildung), dass man bei seinen Überzeugungen bleiben kann.

Man muss nicht „Social Entrepreneur“ sein oder eine Non-Profit Organisation anstreben, um wertebasiert zu gründen. Nicht der Kapitalismus ist schlecht, sondern diese Unart, Ökonomie nicht als Gestaltungsmittel zu begreifen. Es wird Zeit, die Möglichkeiten der Marktwirtschaft zu erkennen.

Es liegt in den Entscheidungen und dem täglichen Handeln von Gründerinnen und Gründern selbst, welche Erscheinungsformen modernes Unternehmertum haben kann. Gewinn und der Sinn für Allgemeinwohl müssen sich nicht gegenseitig ausschließen. Natürlich braucht es trotzdem noch das Ehrenamt und Non-Profit Organisationen, aber Ökonomie steht nicht im Widerspruch zu Gemeinwohlinitiativen — nicht wenn wir es selbst in die Hand nehmen und unabhängig bleiben, anstatt auf „Startup” zu machen.

Soziale Projekte sind selten Geschäftskonzepte — aber sie brauchen trotzdem Geld. Ich bin also dafür, dass man sich viel stärker mit wirtschaftlichen Konzepten in die kulturellen, sozialen, ökologischen etc. Bereiche traut, um dort bestehende Organisationen zu unterstützen und neue Angebote zu schaffen, von denen viele profitieren können. Auf das Konzept kommt es an. Auf dich kommt es an.

Für alle, aber nicht für jeden

Entrepreneurship steht allen als unternehmerische Praxis offen. Und wenn man etwas unternehmen will, warum eigentlich nicht? Mit der richtigen Einstellung und einem unternehmerischen Konzept etwas für sein Umfeld, seine Stadt, seine Branche tun? Klein anfangen und sich weiterentwickeln? Endlich selbstbestimmt arbeiten, mit Sinn und Verantwortung? Warum sollten das nicht sehr viele Leute können? Es muss nicht zur Gründung einer Firma führen aber sein Engagement auf die wirtschaftliche Ebene zu bringen, schafft Unabhängigkeit und damit jede Menge Möglichkeiten. Die Wirtschaft ist ein mächtiges Gestaltungsinstrument, warum nutzen wir es nicht?

Warum plädiere ich also für mehr Entrepreneurship und meine damit alle, auch wenn es nicht „für jeden” etwas ist?

Weil die Zivilgesellschaft gefragt ist. Und weil sie tolle Ideen hat. Und weil der Zugang zu Entrepreneurship jedem offen steht, der sich für eine Sache zuständig und mit seinem Engagement der Gesellschaft ein besseres Angebot machen möchte.

Emanzipation ist die Revolution

Nun hängen wir Deutsche unser berufliches Sicherheitsgefühl gerne an einen Arbeitgeber. Während Entrepreneurship die große Unbekannte bleibt, gibt es gesellschaftlich großes Verständnis dafür, dass kaum jemand selbstständig sein will.

Die Selbstständigkeit ausgeredet zu bekommen, ist in keinem anderen Kontext üblich. Nur im Beruflichen. Irre.

Aber nicht der Unternehmer in uns ist eine Seltenheit, sondern die funktionale Anpassung an das Arbeitssystem der Fabrik und die zugehörige Kultur haben uns zu Angestellten gemacht, die nichts mehr unternehmen können. Natürlich ist das ein Wohlstandsmodell. Aber es wird Zeit darüber nachzudenken, wie Arbeit und Wohlstand heute, und vor allem in Zukunft auch anders organisiert und sichergestellt werden können.

Die Gesellschaft brauch überall neue Konzepte, frische Ideen und unabhängige Akteure.
Wäre es nicht schön, wenn sich nicht so viele von dieser unternehmerischen Arbeit ausgeschlossen, sondern von den Möglichkeiten beflügelt fühlten?

Selbstständigkeit ist keine Notlösung und auch keine Typfrage, sondern eine wichtige Zukunftskompetenz. Ich finde wichtig, dass dies auch hierzulande verstanden wird.

Oder wir bleiben bei der „kleine Leute-Mentalität”, die sich vor Robotern fürchtet, anstatt sich über sie zu freuen. Schließlich schenken sie uns mehr Zeit. Zum Beispiel für selbstbestimmte Arbeit. Roboter sind sehr gute Angestellte, aber sie werden niemals die besseren Unternehmer sein.

Persönliches Engagement und Selbstständigkeit waren schon immer die Voraussetzungen dafür, um etwas Neues zu schaffen. Die Qualität der Selbstständigkeit wird in Zukunft übrigens auch deshalb wichtig sein, damit wir uns bei Systemfehlern nicht vollkommen auf Roboter verlassen müssen.

Unser menschliches, unternehmerisches, kreatives und soziales Engagement bleibt unersetzlich. Nicht jeder kann (oder muss) Unternehmer sein, aber jeder kann etwas unternehmen.


Quellen

**Vieles davon diskutieren wir in unserem aktuellen Buch: Bruns, Catharina; Pester, Sophie (2016): Frei sein statt frei haben. Mit den eigenen Ideen in die kreative berufliche Selbstständigkeit. Campus Verlag

*Cluetrain Manifesto: (Übersetzung) http://www.cluetrain.com/auf-deutsch.html

[1] Sage ich bereits in folgendem Artikel:

Lotter, Wolf (2014): Gute Arbeit. Warum der Montag nicht auf ewig der finsterste Tag der Woche bleiben muss — und was das mit uns selbst zu tun hat. In: Brand eins. Schwerpunkt Arbeit. 2014. Hier online.

Godin, Seth (2011): Reject the tyranny of being picked: pick yourself. On Seth’s Blog. 21. März 2011. Hier online.

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