Happy New Monday
Published in

Happy New Monday

Lesen, Rechnen, Schreiben, Entrepreneurship!

Ökonomische Mündigkeit schadet niemandem. Warum wird Entrepreneurship nicht in Schulen vermittelt?

Von der Machtlosigkeit zur Gestaltungslust

Es ist ein riesiger Unterschied, ob man die (Arbeits)-Welt als Welt voller Möglichkeiten sich zu engagieren versteht, oder als System, in dem immer jemand anderes entscheidet, ob man den Job bekommt.

  1. Damit junge Menschen in die Lage versetzt werden, ökonomisch mündige und aktive Bürger zu sein, die sich selbst zuständig machen können
  2. Um eine „Gestaltermentalität” zu fördern und jungen Menschen das Spektrum ihrer Möglichkeiten aufzufächern
  3. Um Persönlichkeiten zu stärken. Entrepreneurship ist inklusiv! Um Potenziale zu wecken und zu fördern, die abseits von klassischer schulischer Leistung liegen
  4. Weil Entrepreneurship hochspannend ist und sowohl eine persönliche, als auch eine gesellschaftlicher Dimension hat

Unabhängigkeit lernen

Mit einem ideologiefrei und unabhängig vermittelten Fach Entrepreneurship kann zudem die Lust an der Gesellschaftsgestaltung geweckt werden. Was spricht gegen eine positiv-gestalterische Grundhaltung zu den eigenen Möglichkeiten? Partizipieren kann nur, wer Zugang hat. Schule kann diesen Zugang vermitteln.

An Fremdbestimmung und mangelnder Potenzialentfaltung krankt der Mensch, auch wenn die Wirtschaft boomt.

Glaubt wirklich jemand, es ist besser Arbeit und Wirtschaft immer anderen zu überlassen? Nein, wir können nicht früh genug lernen, dass wir vieles selbst besser machen können.

Schule soll den Geist und kritisches Denken anregen, Individualität nicht bestrafen, Kreativität fördern, soziales Miteinander, Offenheit und Experimentierfreude unterstützen. All das könnte sich wunderbar im Fach Entrepreneurship entfalten.

Unternehmerische Schülerprojekte schulen nicht nur die ökonomische Mündigkeit, sondern können auch den Blick auf gesellschaftliche Fehlentwicklungen lenken. Zudem könnte sich jeder nach seinem Talent und Interesse einbringen — hier ginge es nicht um auswendig lernen oder reproduzieren, sondern darum, die Chance zu bekommen Ideen zu entwickeln und sich nach seinen Möglichkeiten zu entfalten.

  • Innovatives Denken (selbst denken)
  • Gesellschaftliches Engagement
  • Praktische Umsetzung. Eigene Ideen in die Wirklichkeit zu bringen
  • Umgang mit (knappen) Ressourcen
  • Kooperation statt nur „Teamfähigkeit”
  • Eigenverantwortung und praktische (!) Projektarbeit
  • Digitalkompetenz und Kommunikation
  • Umgang mit Ungewissheit, Erfolg und Misserfolg
  • Ökonomische Mündigkeit, Marktverständnis und Spaß an Wettbewerb
  • Sich als Gestalter auszuprobieren und originell zu sein

Entrepreneurship ist inklusiv

Der Bildungserfolg hängt in Deutschland stark vom Elternhaus ab, heißt es. Wir brauchen mehr Chancengerechtigkeit, heißt es. Worüber wir aber hier reden müssen, ist Befähigungsgerechtigkeit. Ich habe das Wort zum ersten Mal gehört, als ich einem Vortrag von Herrn Georg Cremer, ehemaliger Vorstand der Caritas zugehört habe.

In einem zeitgemäßen Bildungssystem, würden Schüler dahingehend gefördert werden, sich selbst zu entwickeln und sich für immer neue Zeiten etwas ausdenken zu können.

Schule, Familie, Umfeld und nicht zuletzt man selbst sind für eine umfassende Bildung zuständig. Die Schule könnte wichtige Struktur geben, auch für Kinder, die sonst keinerlei Förderung bekommen und auch das Selbstbewusstsein von Kindern stärken, die in anderen Fächern Schwierigkeiten haben.

Im Unternehmertum zählt die gute Idee. Nicht die (soziale) Herkunft oder körperliche Stärke.

Weil Entrepreneurship nicht nur regelmäßig auf dem Lehrplan fehlt, sondern auch vielen Lehrern vollkommen fremd ist, fehlt auch eine grundsätzliche Offenheit für die Selbstständigkeit. Wer sich heute in Deutschland selbstständig macht, muss damit rechnen, von Ahnungs- und Verständnislosigkeit umzingelt zu sein. Nicht nur im persönlichen Umfeld, nein, auch von ganz oben.

Besonders im Hinblick auf die fortschreitende Automatisierung ist es sinnvoll, Entrepreneurship schon in die Aus- und Schulbildung zu integrieren. Hier geht es um Befähigung. Da braucht es andere „Qualifizierungsmaßnahmen” als nur die, die darauf abzielen, Menschen dem Arbeitsmarkt anzupassen. Nämlich jene, die ihn befähigen Märkte selbst mitgestalten zu können.

Das Bildungssystem und die Lehrkräfte müssen sich dazu dem Entrepreneurship öffnen und das Ganze mehr als gesellschaftliches Engagement und Kunst verstehen, als es irgendeinem kapitalistischen Feinbild zuzuordnen. Entrepreneurship und Ökonomie können außerordentlich spannend vermittelt werden und anhand von interessantem, praktischem Unterricht. Hier sind Lehrkräfte gefragt, die Zukunft und Innovationskultur verstehen. „Bildung ist Entwicklung”, schreibt Wolf Lotter. Das gilt für alle.

Entrepreneurship und Selbstständigkeit sind Zukunftskompetenzen

Es geht also um Befähigung. Wer mitgestalten will, muss Initiative ergreifen. Wer ein mündiger Bürger sein will, muss auch Ökonomie verstehen. Wäre es nicht Bildungsauftrag, Heranwachsende so gut wie möglich dabei zu unterstützen?

Wenn wir kein Interesse daran haben, dann tun wir nichts zur Befähigung junger Menschen, die der Arbeits- und Wirtschaftswelt nicht ausgesetzt sein, sondern sie aktiv mitgestalten sollen.

Schule kann viel mehr, als nur stumpfes Pauken sein. Sie kann Gestalterinnen und Gestalter in die Welt entlassen, die keine Angst vor der Zukunft haben.

Wenn du Entrepreneurship lernen willst und Unterstützung in deiner Unternehmensentwicklung suchst, arbeite mit uns und Happy New Monday.

--

--

Gedanken zu Entrepreneurship und einer neuen Kultur der Selbstständigkeit

Get the Medium app

A button that says 'Download on the App Store', and if clicked it will lead you to the iOS App store
A button that says 'Get it on, Google Play', and if clicked it will lead you to the Google Play store
Catharina Bruns

Hi. Ich bin Cathi Bruns. Kreative Unternehmerin. Pragmatische Vollzeit-Idealistin. Verwechselt Freiheit nicht mit Freizeit und Arbeit nicht mit Job.