Coronavirus: Aus vielen entsteht eine Einheit

Christina Mueller
Apr 3, 2020 · 28 min read

Was sollten die US-Bundesregierung und die US-Bundesstaaten tun, um das Coronavirus zu bekämpfen?

Deutsche Übersetzung des Artikels “Coronavirus: Out of Many, One” von Tomas Pueyo.

Meine beiden vorherigen Artikel, Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst! und Coronavirus: Der Hammer und der Tanz, haben über 50 Millionen Aufrufe zusammengetragen und wurden in jeweils über 30 Sprachen übersetzt. Dieser Artikel konzentriert sich auf die Situation in den USA bis einschließlich 31. März 2020.

Zusammenfassung: Es ist politisch und wirtschaftlich sinnvoll, dass die USA das Coronavirus unterdrücken. Dafür haben Bundesstaaten und Bundesregierung jeweils ihre eigenen Rollen, welche sie anpassen müssen.

Die USA sind heute das Land mit den meisten Coronavirus-Fällen weltweit. Es ist wahrscheinlich, dass dieser Titel in den Geschichtsbüchern bleibt. Zwei Hauptgründe sind die Dezentralisierung der Regierung und Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Auswirkungen aggressiver sozialer Distanzierungsmaßnahmen.

Folgendes werden wir heute mit vielen Daten, Diagrammen und Quellen behandeln:

  1. Wie ist die Situation in den USA und ihren Bundesstaaten?
  2. Warum das Coronavirus ein parteiübergreifendes Problem sein sollte
  3. Die Wirtschaftlichkeit der Bekämpfung des Virus
  4. Welche Entscheidungen sollten der Regierung oder den US-Bundesstaaten überlassen bleiben?

Folgendes wirst du aus dem Artikel mitnehmen:

  • Das Coronavirus wächst überall in den USA.
  • Einige Staaten sind auf dem Weg, dies zu kontrollieren. Andere haben massive Ausbrüche, die Chinas Ausbruch im Vergleich in den Schatten stellen. Viele Staaten sind unvorbereitet und werden einige der schlimmsten Ausbrüche erleiden.
  • Das Coronavirus interessiert alle Wähler, Demokraten und Republikaner. Demokraten wurden zuerst getroffen. Aber die Republikaner haben mehr zu verlieren. Sie sind älter und haben eine höhere Wahrscheinlichkeit, am Virus zu sterben.
  • Das meiste Zögern ergibt sich aus den wahrgenommenen Kosten für die Unterdrückung des Virus. Zum Glück ist es billiger, es zu unterdrücken, als es los zulassen.
  • Wir sollten es tun. Aber im Moment sind die Staaten auf sich allein gestellt. Es ist ein Durcheinander. Sie treten gegeneinander an, anstatt zusammenzuarbeiten. Sie könnten gezwungen sein, ihre Grenzen zu schließen.
  • Es gibt eine Rolle für die Bundesstaaten und eine Rolle für die US-Regierung. Die Regierung koordiniert, die Staaten führen aus. Wenn beide ihre Aufgabe wahrnehmen, werden wir Leben retten und das BIP steigern.

Ok, fangen wir an.

1. Die aktuelle Situation in den USA

Vor ein paar Wochen habe ich diese Grafik geteilt, um die Leute auf das aufmerksam zu machen, was in anderen Ländern passieren wird.

Chart 1 — Coronavirusfälle pro Land vor 3 Wochen

Dies ist ein Update vier Wochen später, bezogen auf all diese Länder, welche oben noch so klein erschienen sind:

Chart 2 — Offizielle Coronavirusfälle nach Land. In der vorherigen Grafik habe ich Länder mit 50 oder mehr Fällen gezeigt. Jetzt zeige ich Länder mit 1000 oder mehr Fällen. Es gibt 181 Länder mit Coronavirus-Fällen, über 90% der Länder weltweit.

Jetzt füge ich China hinzu, was verdeutlicht, wie schlimm die wirklich Situation ist. Die vertikale Achse ist von maximal 6.000 auf 200.000 gestiegen. Ein Faktor von 33x in vier Wochen. Wir vergessen diese Größenordnungen schnell, aber es lohnt sich, daran zu denken: Vor drei Wochen hatten die USA weniger als 1.000 Fälle und es gab immer noch eine Debatte darüber, ob es eine Epidemie geben würde. So sieht exponentielles Wachstum aus.

Und man kann die Kurve sehen.

Es sieht nicht gut aus.

Jetzt zoomen wir auf die Ebene der US Bundesstaaten.

Chart 3 — Offizielle Coronavirusfälle in den USA nach Bundesstaaten

Früher hat New York alles überschattet, aber jetzt schließt sich New Jersey an. Beachte, dass zum 31. März nur vier Länder weltweit mehr Fälle haben als der Bundeststaat New York. Und es werden weiterhin Tausende von Fällen pro Tag hinzugefügt.

Erinnerst du dich, wie wir in die untere rechte Ecke gezoomt haben, um die aufstrebenden Coronavirus-Länder zu sehen? Machen wir das noch einmal, diesmal mit Staaten, aber ohne New York und New Jersey.

Chart 4 — Offizielle Coronavirusfälle in den USA nach Bundesstaaten — ohne New York und New Jersey, aktualisiert am 30.03.2020.

Oh, und nur für den Kontext, die rot gepunktete Linie ist der Zeitpunkt, an dem die chinesische Provinz Hubei isoliert wurde.

Chart 4b— Offizielle Coronavirusfälle in den USA nach Bundesstaaten — ohne New York und New Jersey, aktualisiert am 30.03.2020 — inklusive Hubei. Ich verwende absolute Zahlen (Gesamtzahl der Fälle) anstelle von relativen Zahlen (Fälle pro Kopf), da wir hier versuchen zu beurteilen, ob ein Ausbruch vorliegt oder nicht. Absolute Zahlen zeigen an, ob es einen Cluster gibt und wie groß er ist. Pro Kopf Daten zeigen dies nicht. Wenn Liechtenstein beispielsweise 5 Fälle hätte, würde dies relativ gesehen wie ein nationaler Notfall aussehen, was nicht der Fall ist. Bei der Beurteilung von Ausbrüchen sind absolute Zahlen relevanter. Bei der Beurteilung, wie schlimm die Situation a posteriori war, sind relative Zahlen relevanter. Der andere Grund ist, dass relative Zahlen viel schwieriger zu verarbeiten sind.

Von nun an werde ich “Hubeis” als Maß verwenden, weil jeder ein gutes Gefühl dafür hat, was dort passiert ist. Ein „Hubei“ ist eine Region, in der es mehr Fälle gab als Hubei, als es geschlossen wurde. Hubei schloss mit 444 bestätigten Fällen und endete mit fast 70.000 Fällen und 3.200 Todesfällen. Als Faustregel gilt, dass eine Region, in der es mehr Fälle als Hubei gibt, die jedoch nicht mindestens so früh wie Hubei die gleichen Maßnahmen ergriffen hat, höchstwahrscheinlich sowohl mehr Fälle als auch mehr Todesfälle als Hubei hat.

Jetzt haben wir 33 Staaten (34 einschließlich DC) mit mehr Fällen als Hubei, als es geschlossen wurde (was 92% des US-BIP ausmacht). Ich musste diese Charts 3 Mal in 5 Tagen neu erstellen, weil die Daten schnell veraltet waren. Am Freitag, 27. März, gab es in den USA „nur“ 13 Hubeis, jetzt (1. April) sind es 33.

33 US-Bundesstaaten haben mehr positive Fälle als Hubei, als es geschlossen wurde.

Hier ist eine geografische Darstellung aller US-Bezirke, in denen es Fälle gibt.

Chart 5— Offizielle Coronavirusfälle in den USA nach Landkreisen — aktualisiert am 31.03.2020.

Aber das sind keine wirklichen Fälle. Es sind nur offizielle, positiv getestete Fälle. Wie nah sind offizielle Fälle an realen Fällen? Es hängt davon ab, wie viel getestet wird:

Chart 6 — Anteil der positiven Coronavirus Tests

Diese Grafik zeigt den Anteil der positiven Tests. Im Falle Spaniens, bei dem 50% der Fälle positiv sind, ist es sehr wahrscheinlich, dass viele Fälle fehlen. Infolgedessen ist es sehr wahrscheinlich, dass Spanien viel mehr Fälle hat als die 100.000, die es bisher offiziell meldet.

Es wird deutlich, dass Länder, die gute Arbeit bei der Bekämpfung des Virus leisten, die Situation verstehen, weil sie die meisten Fälle identifizieren. Vietnam, Taiwan, Singapur, Südkorea und Deutschland weisen alle weniger als 4% positive Ergebnisse auf. Die Dunkelziffer weicht wahrscheinlich immer noch von den positiv getesteten Fällen ab, aber wahrscheinlich nicht viel.

Wie sieht es in den USA aus?

Chart 6 — Anteil der positiven Coronavirus Tests in den US-Bundesstaaten — aktualisiert am 31.03.2020. Wenn du nach Teststandorten in der Nähe deines Wohnorts in den USA suchst, findest du hier eine gute Ressource

Es gibt einige Staaten, in denen die Testdichte gut genug sind, um der tatsächlichen Anzahl von Fällen nahe zu kommen: In New Mexico, Hawaii, den Dakotas oder Minnesota gibt es ähnliche Testintensitäten wie in Südkorea. Aber alle haben bisher auch wenige Fälle. Sobald ein Staat einen Ausbruch hat, wird er überfordert, kann mit den Tests nicht Schritt halten und zählt die wahre Anzahl der Fälle unter.

Chart 7 — Anzahl der durchgeführten Tests vs. Anzahl der positiven Tests nach US-Bundesstaat — ohne New York zur besseren Ansicht..

Wie können Staaten beurteilen, wie viele Fälle sie tatsächlich haben?

Unter der Annahme einer Todesrate von 1% (einer von 100 Fällen stirbt) kann man eine Schätzung der tatsächlichen Fälle durchführen:

Chart 7a — Offizielle Fälle vs. geschätzte Fälle

Diese Annäherung würde die Anzahl der offiziellen Fälle von heute ~ 200.000 auf ~ 400.000 verdoppeln. Dies ist wahrscheinlich immer noch eine Unterschätzung, da es durchschnittlich 3 Wochen dauert, bis ein tödlicher Krankheitsverlauf, durch Infizierung mit dem Coronavirus, eintritt.

Wenn wir stattdessen die Überschlagsrechnung aus früheren Beiträgen verwenden, bei der ein Tod heute 100 Fälle vor drei Wochen bedeutet (1% Todesrate, und es dauert durchschnittlich 3 Wochen von der Ansteckung bis zum Tod), verdoppeln sich jede Woche für drei Wochen, so dass es heute 800 Fälle werden, wird die Situation viel schlimmer. Selbst wenn wir davon ausgehen, dass sich die Fälle in den letzten zwei Wochen aufgrund sozialer Distanzierungsmaßnahmen nur zweimal verdoppelt haben, sehen wir Folgendes:

Chart 7b — Offizielle Fälle vs. geschätzte Fälle inkl. Schätzung der Dunkelziffer der Infizierten basierend auf registrierten Todesfällen

Demnach sind in den USA bereits Hunderttausende von Menschen infiziert, und die meisten US-Bundesstaaten hätten Tausende von Fällen.

Fassen wir also zusammen: Wir befinden uns in einer Situation, in der die USA 33 Staaten mit mehr Fällen als Hubei und wahrscheinlich noch viel mehr haben, aber es gibt keine Möglichkeit, dies sicher zu wissen, da es nicht genug Tests gibt.

2. Die parteiübergreifende Situation des Coronavirus

Du hast vielleicht bemerkt, dass die Staaten, in denen es mehr Fälle gibt, als Faustregel eher zu den Demokraten gehören.

Das Coronavirus traf zuerst städtische Gebiete

Große städtische Gebiete sind normalerweise durch den Tourismus stärker mit dem Rest der Welt verbunden. Das bedeutet, dass diese Gebiete mehr Fälle schneller importiert haben.

Sie haben auch eine höhere städtische Dichte, was eine höhere Übertragungsrate des Virus bedeutet. Je mehr Menschen in der Nähe sind, desto mehr Menschen treffen Sie jeden Tag und desto schneller verbreitet sich das Virus.

Da die Wählerschaft in städtischen Gebieten tendenziell demokratischer ist, sind Staaten, die heute von demokratischen Gouverneuren kontrolliert werden, früher vom Virus betroffen, weshalb sie früher Maßnahmen ergriffen haben. Es ist kein Zufall, dass New York Ground Zero für das Coronavirus in den USA ist und dass die San Francisco Bay Area anfangs zu den am stärksten betroffenen gehörte. Vielleicht hat San Francisco deshalb am 16. März eine Ausgangssperre beschlossen, welche am 19. März auch in ganz Kalifornien und am 20. März in New York verhängt wurde — lange vor anderen Großstädten und Bundesstaaten.

Die Tatsache, dass demokratisch orientierte Staaten früher getroffen wurden, erklärt, warum sich demokratische Wähler früher Sorgen um das Coronavirus gemacht haben. Da immer mehr Fälle in verschiedenen Staaten aufgetreten sind, sind die Bedenken hinsichtlich des Virus auf beiden Seiten gewachsen.

Chart 8 — Anteil der Menschen, welche aufgrund des Coronavirus stark beunruhigt sind. Quelle: Civiqs, über die New York Times

Dieses Diagramm wurde erst vor zwei Wochen aktualisiert. Wie sieht diese Polarisierung heute aus?

Jetzt sind beide Parteien gleichermaßen besorgt. Dies ist wichtig, denn das Virus wird die republikanischen Staaten schwer treffen.

Das Coronavirus wird auch die Republikaner treffen

Dies ist das Wachstum von Coronavirus-Fällen in Staaten, die heute einen republikanischen Gouverneur haben:

Chart 9 — Offizielle Coronavirusfälle in US-Bundesstaaten mit republikanischem Gouverneur — aktualisiert am 30.03.2020.

Es gibt 16 Hubeis unter den republikanischen Staaten (Staaten mit mehr Fällen als Hubei, als es isoliert wurde). Mit den aktuellen Wachstumsraten wird es nächste Woche 22 geben. Zur Erinnerung: Hubei hatte über 70.000 Fälle und 3.200 Todesfälle.

Es überrascht nicht, dass sowohl demokratisch als auch republikanisch orientierte Wähler nachdrücklich für Maßnahmen zur Eindämmung des Virus eintreten:

Quelle zum Artikel

Es ist bemerkenswert, dass die Mehrheit der Wähler beider Parteien jede einzelne der oben genannten Maßnahmen unterstützt. Die Wähler wollen harte Maßnahmen gegen das Coronavirus.

Welche Maßnahmen ergreifen die von den Republikanern regierten Staaten?

Coronavirus-Maßnahmen in von Republikanern regierten Staaten

Einzelheiten zu den Maßnahmen pro Bundesland findest du auch auf der Website der Kaiser Family Foundation — aktualisiert am 29.03.2020.

Alle fünfzig Staaten haben den Notstand erklärt, und einige haben weiterführende Maßnahmen ergriffen. Zum Beispiel hat Alaska trotz einer sehr geringen Bevölkerungsdichte strenge Regelungen vorgeschrieben, wie z. B. Ausgangssperre, Reiseverbote und weitreichende Schließungen im Einzelhandel. West Virginia hat mit nur 40 Fällen die Ausgangssperre verhängt. Diese Maßnahmen sind angesichts der einzigartigen Herausforderungen bei der Bereitstellung von Gesundheitsleistungen in ganz Alaska und der Tatsache, dass West Virginia den 44. Platz in der Bewertung der allgemeinen Gesundheit und den 48. Platz in der klinischen Versorgung belegt, sinnvoll.

Aber die meisten Staaten sind immer noch sehr begrenzt in der Anwendung von Maßnahmen, die sie ergreifen müssen. Zum Beispiel gibt es in Florida immer noch kein Verbot für große Versammlungen, keine Schließungen im Handel und keine Ausgangssperren, die über die Quarantäne für Reisende hinausgehen. Dennoch führt es alle anderen von Republikanern regierten Staaten in Bezug auf Fälle an. Schlimmer noch, Florida hat gerade unzählige Spring Breaker innerhalb der USA distribuiert, die zusammen zu Veranstaltungen gingen, insbesondere an Stränden, die der Staat nicht schließen wollte.

Georgia, ein weiterer Staat mit hoher Fallzahl, hat ähnliche Maßnahmen wie Florida ergriffen, mit der Ausnahme, dass Bars und Restaurants immer noch mit eingeschränktem Service geöffnet sind und Risikogruppen gebeten werden, zu Hause zu bleiben.

In der Zwischenzeit benötigt Mississippi mit fast 1.000 Fällen, Fieber (ab 38°C Temperatur) UND starken Husten oder Brustschmerzen, um Tests zu erhalten. Am 24. März hob der Gouverneur lokale Schließungen auf, die von den örtlichen Behörden angewendet wurden.

Länder wie Südkorea oder Singapur können mit leichten Maßnahmen zur sozialen Distanzierung davonkommen, da sie über umfangreiche Tests, Kontaktverfolgung, Quarantänen, Isolierungen und Reiseverbote verfügen. Dank dieser Maßnahmen können sie Fälle schnell identifizieren und verhindern, dass sie andere infizieren.

Dies ist in vielen dieser US-Staaten nicht der Fall. Wie wir gesehen haben, haben die meisten eine geringe Testdichte. Die Kontaktverfolgung ist schlechter: Kein Bundesstaat in den USA hat derzeit einen guten Prozess. Aus diesem Grund müssen die meisten Staaten den Hammer anwenden — eine Strategie der starken sozialen Distanzierung für einige Wochen -, um das Virus zu kontrollieren und sich Zeit zu nehmen, um diese Maßnahmen einzurichten. Viele Staaten tun dies hingegen nicht, besonders wenn sie von republikanischen Gouverneuren regiert werden:

Chart 12 — Coronavirusfälle und Maßnahmen in republikanisch regierten US-Bundesstaaten -Diagramm aktualisiert am 29.03.2020.

Von Republikanern regierte Staaten hatten einen großen Vorteil: Sie haben gesehen, was mit ihren demokratisch kontrollierten Brüdern passiert ist. Weil sie im Durchschnitt ländlicher leben, brauchte das Coronavirus Zeit, um sie zu erreichen. Aber es wird sie erreichen. Einige ländliche Staaten wie Alaska oder Idaho haben diese Verzögerung ausgenutzt. Andere, wie Oklahoma, Mississippi oder Missouri, ergreifen nicht genügend Maßnahmen, um das Virus einzudämmen: Es wird sich weiterhin unsichtbar ausbreiten und die Menschen in diesen Staaten infizieren.

Update: Die Bundesstaaten Mississippi, Nevada, Georgia und Florida haben am Tag an dem dieser Artikel veröffentlicht wurde, landesweite Ausgangssperren.

Der Gesetzgeber des Staates berücksichtigt viele Dinge bei der Entscheidung, welche Maßnahmen zu ergreifen sind, vor allem Gesundheit und Wirtschaft. Ein weiterer Faktor, der sicherlich in ihren Gedanken ist, aber nicht viel diskutiert wird, ist die politische Berechnung.

Das Coronavirus tötet republikanisch orientierte Wähler mehr

Die meisten Leser kennen die Sterblichkeitsraten pro Altersgruppe:

Chart 13 — Sterblichkeitsrate nach Altersgruppe

Was ich bisher nicht häufig gesehen habe, ist die Überlappung dieses Diagramms mit der Parteizugehörigkeit:

Chart 13b — Coronavirusfälle und Parteizugehörigkeit nach Altersgruppe — inkl. Anteil der Wähler während der Präsidentschaftswahlen im Jahr 2016.

Je älter ein US Amerikaner ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass er sowohl Republikaner wählt als auch an dem Coronavirus stirbt. Wähler ab 80 Jahren sterben 80-mal häufiger an dem Coronavirus als Wähler unter 40 Jahren (16% Todesrate gegenüber ~ 0,2%).

Dieser Effekt ist stark genug, dass Menschen, die bei den Wahlen 2016 für Donald Trump gestimmt haben, mit einer um 30% höheren Wahrscheinlichkeit an dem Coronavirus sterben als Demokraten. In einigen Swing-Staaten der Wahlen von 2016, wie Pennsylvania, hätte dieser Effekt allein bis zu 30% der Lücke zwischen Republikanern und Demokraten auslöschen können.

Infizierte Republikaner sterben aufgrund der Altersverteilung innerhalb der Partei 30% häufiger an dem Coronavirus als Demokraten

Dies zeigt den Verlust von Wählern durch Todesfälle ausgelöst von Coronaviren. Andere Auswirkungen, wie die Stimmen der Familienmitglieder des Verstorbenen, die sich über den vermeidbaren Tod ihrer Angehörigen über Politiker ärgern könnten, oder Kollateralschäden von Menschen, die aufgrund eines zusammengebrochenen Gesundheitssystems sterben könnten, werden hier nicht berücksichtigt.

Viele andere Faktoren werden den ländlich angesiedelten Wählern mehr schaden als den Städtischen. Zum Beispiel hat das Gesundheitssystem in ländlichen Gebieten viel weniger Kapazität. Die ländliche Bevölkerung hat tendenziell eine schlechtere Gesundheit, daher eine höhere Wahrscheinlichkeit von Begleiterkrankungen, welche die Todesrate des Coronavirus erhöhen. Darüber hinaus werden sie außerdem nicht eher von Infektionen verschont im Vergleich zu Menschen, welche in Städten leben: Die Grippesaison verzögert sich zwar in ländlichen Gebieten im Vergleich zu städtischen Gebieten, aber wenn sie auftritt, trifft sie viel stärker.

Chart 14 — Wie die Bevölkerungsdichte die Intensität einer Grippeepidemie beeinflusst. Diese Grafik zeigt, wie sich Grippeepidemien auf 600 US-Städte auswirken, basierend auf ihrer Größe. Größere Städte befinden sich eher rechts und haben größere Kreise, sodass die kleinen Blasen links kleinere Städte anzeigen. Die vertikale Achse gibt an, wie konzentriert die Grippesaison in bestimmten Wochen ist. Wir können sehen, dass sich Großstädte unten rechts konzentrieren, was bedeutet, dass sich ihre Epidemien über viele Wochen erstrecken. Umgekehrt, je kleiner die Städte sind, desto mehr befinden sie sich oben links, was bedeutet, dass sich ihre Epidemien in weniger Wochen konzentrieren. Es wird angenommen, dass dies teilweise auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass in städtischen Gebieten immer eine gewisse Übertragung und damit eine anhaltende Herdenimmunität stattfindet. Allerdings wird diese Situation beim Coronavirus nicht der Fall sein, da es noch keine Herdenimmunität gibt. Es zeigt jedoch, dass kleinere Städte nicht verschont bleiben, weil sie klein sind. Sie werden getroffen, und wenn es passiert, trifft die Epidemie auch kleinere Städte hart.

In dem Maße, in dem republikanische Gouverneure aus politischen Gründen zögern, strenge Unterdrückungsmaßnahmen zu erklären, wird sich irgendwann herausstellen, dass sie die Politik genau rückwärts verstanden haben: Die frühzeitige Einführung strengerer Maßnahmen hätte dazu beigetragen, ihre loyalsten Wähler am Leben zu erhalten.

3. Coronomics

Das größte Zögern einiger amerikanischer Politiker, frühzeitig gegen das Coronavirus vorzugehen, beruht auf wirtschaftlichen Kompromissen zwischen zwei sehr unterschiedlichen Ansätzen.

  1. Minderung / Schadensbegrenzung: Einige Maßnahmen ergreifen, aber nicht zu aggressiv. Einfach nur die Kurve flach halten, durch die Epidemie gehen, Herdenimmunität aufbauen und wie gewohnt zur Normalität zurückkehren. Dies hat den Vorteil, dass ein wirtschaftlicher Schock frühzeitig vermieden wird, da die Wirtschaft einige Wochen oder Monate lang nicht abschaltet. Aber während der Epidemie werden die Menschen aus Angst vor einer Infektion vermeiden, zur Arbeit zu gehen oder zu konsumieren. Diese anhaltende Panik kann die Wirtschaft belasten, solange die Menschen glauben, dass die Epidemie unkontrolliert ist.
  2. Unterdrückung (Der Hammer und der Tanz): Frühzeitig einen „Hammer“ anwenden und die Wirtschaft für einige Wochen oder Monate ausschalten. Dadurch werden die Infektionen auf nahezu Null gebracht, und es bleibt Zeit, alles zu organisieren, vom Testen bis zur Kontaktverfolgung. Sobald die Testdaten zeigen, dass es sicher ist, geht man zum „Tanz“ über, einem Zeitraum, in dem die Maßnahmen zur sozialen Distanzierung reduziert werden. Abhängig von der Situation sind jedoch möglicherweise noch weitere Maßnahmen notwendig.

Beide Ansätze haben Konsequenzen und Kosten. Zum Beispiel kann die hohe psychologische Belastung durch die Angst vor dem Virus oder den Verlust eines Arbeitsplatzes die Verbraucher und ihr Einkommen belasten und ihren Konsum senken. Der daraus resultierende Nachfrageschock könnte Unternehmen in die Insolvenz bringen, wenn sie nicht über genügend Bargeld verfügen und Banken keine Kredite vergeben möchten. Wenn zu viele dieser Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit einstellen, könnte das Finanzsystem selbst gefährdet sein. Verbraucher, die besonders von Verlusten schockiert sind, könnten ihre Sparquote erheblich erhöhen — was bedeutet, dass der Verbrauch über Jahre hinweg erheblich gesenkt wird.

Was sind also die wirtschaftlichen Auswirkungen der einzelnen Faktoren?

Das große Ganze der Pandemien

Bevor wir in den Vergleich einsteigen, ist es nützlich, einen Schritt zurückzutreten und die gesamte Pandemie in eine wirtschaftliche Perspektive zu rücken: Wie schlimm wird es in den nächsten Jahren wirtschaftlich sein? Dies sind die möglichen Szenarien:

Chart 15 — Szenarien für Konjunkturerholung nach einer Epidemie

Es gibt 3 Szenarien:

  1. Wir können zurück zur Normalität kehren. BCG und der Harvard Business Review nennen dies “V-Form”.
  2. Wir können wieder wie früher wachsen, haben aber genug BIP verloren, um dieses Wachstum nie wieder zu erzielen, und es dauert einige Jahre, bis wir wieder auf das gleiche wirtschaftliche Niveau zurückkehren. Dieses Szenario wird “U-Form” genannt.
  3. Der wirtschaftliche Einbruch ist groß. Danach gibt es einige anhaltende Probleme in der Wirtschaft, und wir kehren nicht ganz auf das gleiche Niveau des BIP-Wachstums zurück. Dieses Szenario wird “L-Form” genannt.

Diese Szenarien können sich sowohl auf die Höhe des BIP als auch auf sein Wachstum auswirken.

Welches Szenario jedes Land durchmachen wird, hängt davon ab, wie wir reagieren. Nach einem Jahr mit rückläufigem Trend ist es jedoch wahrscheinlich, dass es wieder normal werden wird. Kurz zur Erklärung:

Eine kürzlich durchgeführte Analyse ergab, dass die Pandemie von 1918 das Pro-Kopf-BIP eines Landes um 6% und den Verbrauch um 8% für ein Jahr senkte. Bei den meisten Pandemien des 20. Jahrhunderts normalisierte sich die Wirtschaft danach also wieder.

Link zur Quelle

Diese Beobachtung ist wichtig, weil sie die gesamte Diskussion relativiert: Was wir heute entscheiden, wird sich kurzfristig auf Leben und Wirtschaft auswirken. In der heutigen Wirtschaft gibt es auch andere Risiken als in der Vergangenheit. Die Geschichte lehrt uns jedoch, dass sich die Wirtschaft nach einer Pandemie normalerweise wieder normalisiert. Die Entscheidungen, die wir treffen, werden in diesem und im nächsten Jahr enorme Auswirkungen haben, aber wirtschaftlich gesehen ist es in einigen Jahren wahrscheinlich, dass die Auswirkungen minimal sein werden.

Welche Strategie ist besser, Minderung oder Unterdrückung?

Die Komplexität der wirtschaftlichen Ergebnisse zur Minderung und Unterdrückung ist so groß, dass es sehr schwierig ist, sie zu modellieren. Wenn es nur einen realen Test gegeben hätte, bei dem wir die verschiedenen Strategien vergleichen könnten …

Es stellt sich heraus, dass es einen gibt.

In der Pandemie von 1918 hatten verschiedene US-Städte unterschiedliche Ansätze zur Pandemie. Einige, wie Philadelphia, nahmen es leicht mit Maßnahmen, die zu spät und nur für kurze Zeit kamen. Andere Städte wie St. Louis haben schnell und über einen längeren Zeitraum Maßnahmen ergriffen.

Ich habe bereits in der Vergangenheit über diese Städte gesprochen, aber nur über Todesraten. Ein bedeutender Artikel, der am Donnerstag, dem 26. März, veröffentlicht wurde, vergleicht nun auch ihre Maßnahmen mit ihren wirtschaftlichen Ergebnissen.

Bevor wir die Ergebnisse zeigen, ist es wichtig, sich zu fragen: Welche Effekte können wir erwarten?

Chart 17a — Hypothetische Illustration — Würden Maßnahmen die Konjunktur negative beeinflussen?

Es ist wichtig, dieses Diagramm zu verstehen. Auf der horizontalen Achse haben wir die Sterblichkeit. In der Vertikalen haben wir als Äquivalent für das Wirtschaftswachstum das Beschäftigungswachstum. Diese Grafik zeigt die Hypothese, nicht die tatsächlichen Daten: Rote Punkte sind hypothetische Städte, die nur wenige soziale Distanzierungsmaßnahmen auferlegen, während grüne Punkte Städte sind, die stärkere soziale Distanzierungsmaßnahmen ergreifen.

Wenn soziale Distanzierungsmaßnahmen tatsächlich schlecht für die Wirtschaft gewesen wären, sollten wir sehen, dass Städte mit höheren Sterblichkeitsraten (weil diese Maßnahmen ergriffen haben, die zu spät waren) in den folgenden Jahren ein größeres Wirtschaftswachstum verzeichneten.

Aber haben wir das tatsächlich gefunden?

Chart 17b — Einfluss von Maßnahmen auf Sterblichkeit und Beschäftigungsanteil. Dies ist eines der komplexeren Diagramme in diesem gesamten Artikel. Deshalb nachfolgend eine kurze Erklärung; Rote Punkte sind Städte mit schwächeren sozialen Distanzierungsmaßnahmen als die durchschnittliche Stadt. Grüne Punkte sind Städte mit stärkeren sozialen Distanzierungsmaßnahmen als der Durchschnitt. Die Linie zeigt den Trend: Mehr Sterblichkeit bedeutete weniger Beschäftigung nach der Pandemie. Der graue Bereich zeigt das Konfidenzintervall: Der wahre Trend liegt wahrscheinlich in diesem Bereich, was bedeutet, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass es sich um einen Abwärtstrend handelt. Da das Virus zuerst die Ostküste traf, hatten die Städte im Westen Zeit, von den Städten im Osten zu lernen und stärkere und schnellere Maßnahmen zu ergreifen. Dies erzeugt jedoch eine Verzerrung. Es gibt mehr Vorurteile, zum Beispiel, dass wohlhabendere Städte die Gesundheitskrise besser bewältigen könnten, aber möglicherweise stärker vom Virus betroffen sind, oder dass Städte mit größerer Dichte stärker betroffen sein könnten. Die Forscher kontrollierten also Faktoren wie Dichte, Wohlstand, Bevölkerung … Ihre Kontrollen waren der Beschäftigungsanteil in der Landwirtschaft von 1910, der Beschäftigungsanteil im verarbeitenden Gewerbe von 1910, der Anteil der städtischen Bevölkerung von 1910, das Pro-Kopf-Einkommen von 1910 und die logarithmische Bevölkerung von 1910.

Die Forscher fanden das Gegenteil der Hypothese. “Minderung”, die Strategie, bei der die ergriffenen Maßnahmen schwächer sind, war für die Wirtschaft viel schlechter als “Unterdrückung”, durch schwerere soziale Distanzierungsmaßnahmen.

Wie man im Diagramm sehen kann, befinden sich die meisten grünen Punkte oben links (weniger Todesfälle, mehr Wirtschaftswachstum) und die roten Punkte unten rechts (mehr Todesfälle, weniger Wirtschaftswachstum). Zusammen bilden sie einen Trend: Je mehr Menschen starben (weil es schwächere soziale Distanzierungsmaßnahmen gab), desto schwächer war die Wirtschaft danach.

Nicht nur das, sondern dies galt sowohl für die Dauer der Maßnahmen als auch für die Geschwindigkeit ihrer Umsetzung. Und dies war nicht nur auf den Verlust von mehr Arbeitskräften zurückzuführen: Dies gilt auch für andere Wirtschaftsindikatoren wie das Wachstum des produzierenden Gewerbes und das Wachstum des nationalen Bankvermögens.

Aus den nachstehenden Diagrammen geht hervor, dass mehr soziale Distanzierungsmaßnahmen für die Wirtschaft besser waren.

Hier sind einige Zitate direkt aus dem Artikel:

„Unsere Ergebnisse legen nahe, dass Pandemien erhebliche wirtschaftliche Kosten verursachen können und NPIs wirtschaftliche Vorteile haben können, die über die Senkung der Sterblichkeit hinausgehen.”

„Städte, die früher intervenierten und aggressiver waren, verzeichneten nach der Pandemie einen relativen Anstieg der realen Wirtschaftstätigkeit.”

„In stärker betroffenen Gebieten ist ein relativer Rückgang der Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe, im produzierenden Gewerbe, des Bankvermögens und der Gebrauchsgüter zu verzeichnen.”

„Die Rückgänge bei allen Ergebnissen sind anhaltend und die stärker betroffenen Gebiete bleiben im Vergleich zu weniger exponierten Gebieten von 1919 bis 1923 depressiv.”

„Wenn wir 10 Tage früher auf die Pandemie in einer bestimmten Stadt reagieren, steigt die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe in der Nachperiode um rund 5%. Ebenso erhöht die Implementierung von NPIs für weitere 50 Tage die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe nach der Pandemie um 6,5%. “

Offensichtlich gibt es Unterschiede zwischen der Grippepandemie von 1918 und der Coronavirus-Pandemie von 2020: Diese betrifft ältere Menschen, hat eine niedrigere Todesrate, das Gesundheitssystem ist stärker, die Menschen können mehr von zu Hause aus arbeiten, wir sind viel mehr miteinander verbunden. Überall verbreitet sich das Virus schneller… Wir wissen nicht, was für diese Pandemie zutreffen würde. Aber… der einzige wirtschaftliche Beweis für soziale Distanzierungsmaßnahmen ist, dass sie der Wirtschaft geholfen und nicht geschadet haben.

Welche anderen Datenpunkte können wir untersuchen, um zu beurteilen, wie schlecht die Unterdrückung für die Wirtschaft sein könnte? Was ist mit den Finanzmärkten?

Wie der chinesische Aktienmarkt den Hubei Lockdown bewertete

China ist das einzige gute Beispiel, um zu verstehen, wie die Märkte einen massiven Ausbruch bewerten, denn es ist das einzige Land, das einen ausgeprägten Ausbruch hatte und (anscheinend) in der Lage war, ihn zu kontrollieren.

Als Hubei isoliert wurde, gerieten die Aktienmärkte in Panik. Aber nachdem sie unten waren, gingen sie auch wieder hoch. Anfang März waren sie fast wieder normal, ihr Niveau vor der Isolierung und ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Dies bedeutet, dass die Anleger an eine vollständige Isolierung eines Gebiets von 60 Millionen Menschen glaubten.

Erst als das Coronavirus zur Pandemie wurde, machten sich die Anleger wieder Sorgen. Was hier jedoch zählt, ist, wie sie die Kosten der Isolierung bewertet haben. Die Antwort scheint zu sein: Nicht viel.

An dem Tag, an dem Präsident Trump den Nationalen Notstand ankündigte, stiegen die Märkte übrigens.

Dies sind nicht viele Informationen, aber wir müssen erkennen, dass wir Entscheidungen treffen, die mit sehr wenigen Daten Millionen von Menschenleben kosten könnten. Alle Informationen, die wir haben, müssen Teil unserer Analyse sein. Und bis jetzt deuten alle uns vorliegenden Beweise darauf hin, dass eine Unterdrückungsstrategie nicht teurer als eine Minderung ist, ganz im Gegenteil.

Ok, Zeit für ein kurzes Zwischenfazit. Jetzt haben wir einige Beweise dafür, dass:

  • Pandemien des 21. Jahrhunderts tendenziell kurzfristige Auswirkungen auf die Wirtschaft haben
  • Schnellere und längere soziale Distanzierungsmaßnahmen der Wirtschaft zugutekommen dürften
  • Eine Sperrung, die einen Ausbruch kontrollieren kann, ausreichte, um das Vertrauen der Anleger zu stärken, den chinesischen Aktienmarkt wieder auf das Niveau vor der Isolierung zu bringen.

Basierend auf dem Wenigen, das wir heute wissen, sieht es so aus, als ob eine Unterdrückungsstrategie wirtschaftlich besser ist als eine Minderungsstrategie, sobald es einen Ausbruch gibt.

Der Preis eines Lebens

Eine der zentralen Herausforderungen für den Gesetzgeber beim Vergleich von Unterdrückung und Minderung bzw. Schadensbegrenzung besteht darin, dass der Zielkonflikt zwischen Leben und Geld schwierig zu bewerten ist. Der Hauptvorteil der Unterdrückung, die geretteten Menschenleben, können nicht in Geld umgewandelt werden.

Doch, können sie.

Die Kosten für Todesfälle in den USA würden zwischen 750 und 15 Billionen US-Dollar liegen.

Das machen wir die ganze Zeit. In der Versicherung oder im Gesundheitswesen muss die Gesellschaft beispielsweise entscheiden, wie viel ein Leben wert ist.

Dies ist eine schmerzhafte Realität im Gesundheitswesen: Wir haben keine unendlichen Ressourcen. Wir können leider nicht jeden und alles behandeln. Andernfalls würden wir bankrott gehen. Als Gesellschaft sind wir gezwungen, Entscheidungen zu treffen: Wie sollen wir die begrenzten Ressourcen ausgeben, die wir haben? Welche Maßnahmen sind es wert, bezahlt zu werden, und welche sind zu teuer?

Wir berechnen dies, indem wir uns fragen: Wie viel sind wir bereit zu zahlen, um unser Leben zu verlängern? Im Gesundheitswesen in den USA liegt diese Zahl zwischen 50.000 und 150.000 US-Dollar pro Jahr. Wenn wir davon ausgehen, dass das durchschnittliche Todesalter für Coronainfizierte 78 Jahre beträgt, haben diese Menschen durchschnittlich noch 10 Jahre zu leben, was bedeutet, dass der durchschnittliche Coronavirus-Patient bis zu 1,5 Millionen US-Dollar zahlen würde, um den Tod zu vermeiden (10 Jahre * 150.000 US-Dollar pro Jahr).

Wir leben nicht, um Geld zu verdienen. Wir verdienen Geld, um zu leben.

In meinem vorherigen Beitrag habe ich erklärt, wie direkte Todesfälle aufgrund einer Minderungsstrategie in den USA zwischen 500.000 und über 10 Millionen liegen können. Zur Erinnerung daran, dass der Anteil der infizierten US-Bevölkerung zwischen 40% und 75% und die Todesrate zwischen 1% liegt (derzeit 1,5% in Südkorea), dem Land mit einem der besten Test- und Gesundheitssysteme) und 4% (Region Hubei. Beachten Sie, dass die aktuelle Todesrate in Italien ~ 10% beträgt, aber es handelt sich wahrscheinlich um eine Verzerrung durch die geringe Testrate). Dies berücksichtigt keine Kollateralschäden (andere Menschen, die sterben, weil sie keinen Zugang zu dringender Gesundheitsversorgung haben), was die Sterblichkeitsrate erheblich erhöhen könnte.

Wenn wir berücksichtigen, wie wir ein Menschenleben monetär bewerten, würden die Kosten für das Coronavirus bei Todesfällen in den USA zwischen 750 und 15 Billionen US-Dollar liegen. Im Kontext sind das zwischen 4% und 75% des BIP. Die Kosten in Menschenleben wären horrend.

Fassen wir jetzt all diese Informationen zusammen:

Anmerkungen: Einige Personen haben mich gefragt, wie es möglich ist, dass der Wert des Lebens einiger Leute mit der Größe des BIP vergleichbar ist. Das BIP ist im Großen und Ganzen der Wert, der in einem Jahr geschaffen wurde, nicht der Gesamtreichtum, den wir haben. Das Gesamtvermögen, das wir in den USA haben, beträgt durchschnittlich ungefähr 1 Million US-Dollar pro Person, was bedeutet, dass das Vermögen der USA ca. 320 Billionen US-Dollar beträgt. Das erklärt nicht den Wohlstand in Bezug auf das Leben, sondern relativiert die Kosten von 15 Billionen US-Dollar in Menschenleben. Ich habe auch nicht über die Kosten für die Wirtschaft der Tanzphase der Unterdrückungsstrategie gesprochen, sobald schwere soziale Distanzierungsmaßnahmen nachlassen. Das liegt daran, dass Länder, wenn sie es gut machen, mit nur einer kleinen Teilmenge von Maßnahmen „tanzen“ können, die nicht viel kosten: Testen, Kontaktverfolgung, Quarantäne, Isolation, Hygieneausbildung und Reiseverbote. Zu beachten ist weiterhin, dass eine Unterdrückungsstrategie die gesamte Gesellschaft kosten würde, aber älteren Menschen mehr zugute kommen würde, da sie durch diese Maßnahmen am wahrscheinlichsten gerettet werden. Als solche sind sie ein Transfer von Reichtum von der gesamten Gesellschaft zu unseren Senioren, die in den USA dazu neigen, Republikaner zu wählen.

Einige Länder verfolgen einen Ansatz des „survival of the fittest“, also des Überlebens der am besten angepassten Individuen, indem sie ihre Bevölkerung dem Virus aussetzen und die Schwachen sterben lassen. Aber es sieht so aus, als ob dieser Ansatz diese Gesellschaften mehr schwächen könnte, was sie wiederum nicht zu den Stärksten macht, die sie angesichts dieser Epidemie sein könnten.

All diese Zahlen mit der überraschenden Schlussfolgerung, dass eine Unterdrückungsstrategie wahrscheinlich weniger kostspielig wäre als eine Minderungsstrategie. Aber diese Zahlen verschleiern eine größere Wahrheit:

Wir leben nicht, um Geld zu verdienen. Wir verdienen Geld, um zu Leben.

Und der beste Weg, dies zu veranschaulichen, ist der Krieg.

4. Aus vielen entsteht eine Einheit

Das ist Krieg

Präsident Trump hat es am 18. März sehr deutlich ausgedrückt: Dies ist Krieg.

Er verglich die Opfer, die wir bringen müssen, mit denen des Zweiten Weltkriegs. Genau so sollten wir das Problem betrachten.

Stell dir vor vor, wir hätten ausländische Agenten. Sie haben die USA infiltriert. Sie sind unsichtbar. Sie breiten sich im ganzen Land aus: langsam, leise. Und dann schlagen sie zu: schnell, zufällig. Die Leute fallen wie die Fliegen. Innerhalb weniger Tage wird die Zahl der Todesopfer vom 11. September überschritten und dann in den Schatten gestellt. Irgendwann wird klar, dass die Zahl der Todesopfer schlimmer sein wird als im Irakkrieg. Schlimmer als im Vietnamkrieg. Schlimmer als der Zweite Weltkrieg. Schlimmer als alle Kriege Amerikas zusammen.

In diesem Fall würden die USA alles aufhalten, was sie tun, und all ihre Aufmerksamkeit und ihre Ressourcen zielstrebig darauf konzentrieren, diesen Feind zu besiegen.

Deshalb haben die USA das mächtigste Militär der Welt. Deshalb wurden 2,4 Billionen US-Dollar für die Kriege gegen den Irak und Afghanistan ausgegeben. Deshalb waren während des Zweiten Weltkriegs zwei Drittel der amerikanischen Wirtschaft in die Kriegsanstrengungen integriert worden: um die Feinde zu besiegen, die Amerika bedrohen.

Genau das sollte jetzt passieren. Die Tatsache, dass unsere Feinde unsichtbare Viren und keine unsichtbaren Agenten sind, ändert nicht viel. Wenn überhaupt, macht es das nur einfacher, weil wir schlauer als sie sind und sie schlagen können.

Aber nur eine Einheit kann den Krieg erklären und die Ressourcen nutzen, die wir benötigen würden: die Regierung.

Survival of the Fittest

China hatte eine zentral gesteuerte Reaktion auf das Coronavirus. Südkorea hatte ebenfalls eine zentralisierte Antwort. Taiwan. Italien. Spanien. Frankreich. Großbritannien. Polen. Indien. Allesamt hatten zentralisierte Antworten. Inzwischen haben wir in den USA die Bundesstaaten die Führung übernehmen lassen.

Es gibt viele Situationen, in denen dieser Ansatz sinnvoll ist. Krieg gegen eine exponentiell wachsende Bedrohung zu führen, der alle Länder gleichzeitig ausgesetzt sind, ist jedoch keine dieser Situationen.

Wir haben ein 2-Billionen-Dollar-Paket zur Bekämpfung des Coronavirus. Es ist ein kriegsähnliches Budget, aber ohne kriegerische Maßnahmen. Die US-Regierung hat sich beispielsweise auf den Defense Production Act berufen, es aber noch nicht angewendet. Infolgedessen haben Staaten und Unternehmen Schwierigkeiten, sich der Herausforderung zu stellen, aber an einigen Orten versinken sie bereits im Chaos.

Handelskrieg um Material

Eines der besten Beispiele ist der Kauf von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) wie Masken, Schutzbrillen, Kleidung oder Handschuhen.

Traditionelle medizinische Distributoren wie Cardinal Health oder McKesson tun alles, um PSA aus dem Produktionszentrum der Welt, China, zu beziehen. Abgesehen davon, dass China seit fast einem Monat geschlossen ist. Gerade als das Angebot sank, explodierte die Nachfrage auf der ganzen Welt, und Bestellungen aus allen Ländern der Welt nach mehr von allem häuften und häufen sich. Selbst wenn China wollte, könnte es nicht alles liefern. Dies setzt voraus, dass China dies will. Inmitten eines Handelskrieges mit den USA und mit einem Graumarkt, der viel profitabler ist als der offizielle, funktionieren die traditionellen Kanäle nicht. Lieferanten verkaufen an den Meistbietenden.

Wenn es einen Willen gibt, können wir diese Herausforderungen bewältigen, wie zum Beispiel die jüngste Luftbrücke der vom Weißen Haus angeführten medizinischen Versorgung. Aber das ist momentan nur ein Puzzleteil, aber kein systematischer Ansatz.

Selbstgemachtes Chaos für Schutzausrüstung

Das Land ist mobilisiert. Jeder möchte helfen, von der Technik bis zur Bildung. Im Gesundheitswesen sind Hunderte von Initiativen entstanden, um die PSA zu produzieren, die unsere Beschäftigten im Gesundheitswesen benötigen. Produktionsstätten im ganzen Land versuchen, ihre Produktion auf Masken, Gesichtsschutz oder andere PSA umzustellen. Aber sie haben nicht das Geld, die Designs oder die Logistik, um anzufangen, und sie wissen nicht, wo sie verkaufen sollen. Dutzende von Organisationen, wie die PPE-Koalition, sind entstanden, um zu helfen. Wir brauchen jedoch eine zentrale Leitstelle, um alle Hersteller, Finanziers, Designer, Anwälte, Logistikexperten und Kunden sofort an einem Ort zu koordinieren.

Wenn wir Monate hätten, könnte der Privatsektor es herausfinden. Aber wir haben Tage. Wenn man Geschwindigkeit braucht, braucht es einen einzigen Akteur, der alles koordiniert, und der offensichtliche ist die Bundesregierung.

Bisher war es jedoch eine Reaktion der Staaten, dies selbst herauszufinden. Die Bundesregierung hat den Gouverneuren der Bundesstaaten geraten, selbst Beatmungsgeräte zu finden. Das ist tragisch.

Brudermord für Beatmungsgeräte

Erstens sind Staaten keine Experten auf diesem Gebiet. Sie haben keine eigenen CDC (Centers for Disesase Control and Prevention; auf Deutsch Zentren für Seuchenkontrolle und -prävention). Sie befassen sich nicht mit dem Markt für Beatmungsgeräte. Sie wissen nicht, wo sich das Angebot befindet. Jeder Tag zählt, aber anstatt zu bestimmen, was passieren muss, versuchen Tausende von Staatsangestellten, über Nacht Experten für die Beschaffung von Beatmungsgeräten und PSA zu werden.

Aber selbst wenn sie Experten wären, könnten sie es nicht tun. Denn jetzt kämpft jeder Staat für sich. Jeder Staat braucht Beatmungsgeräte, entweder weil sie sie heute brauchen oder weil sie sie morgen brauchen werden. Dies ist eine Frage von Leben und Tod, also bieten sie gegeneinander. Beatmungsgeräte- und PSA-Anbieter prüfen dies und verkaufen an den Meistbietenden. Survival of the fittest.

Staaten bieten gegeneinander für Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung. Survival of the fittest.

Eine koordinierte Reaktion der Regierung würde all diese Probleme beseitigen: Sie würde die Erfahrung der besten Experten nutzen, die Preise und Mengen bestimmen und Vermögenswerte nach Bedarf verteilen, nicht danach, welcher Staat schnell und reich genug ist, um sie zuerst zu kaufen.

Unbezahlbare Testkits

Die wohl wichtigste Maßnahme gegen das Coronavirus besteht darin, so viele Menschen wie möglich zu testen, um alle Infizierten zu identifizieren, zu isolieren, ihre Kontakte zu verfolgen und sie unter Quarantäne zu stellen. Dies ist das A und O, und das Erfolgsrezept aller ostasiatischen Länder, welche es geschafft haben, das Virus zu kontrollieren. So werden wir wissen, wann es in einer Unterdrückungsstrategie an der Zeit ist, vom Hammer (totale Isolierung) zum Tanz (entspannte soziale Distanzierungsmaßnahmen) zu wechseln.

Aber in den USA fällt es uns nicht nur sehr schwer, Tests durchzuführen. Es ist teilweise unbezahlbar. Wenn das Testen auf den Virus so einfach wäre wie ein Test, der von Ihrer Versicherung abgedeckt wird, wäre das einfach. Aber so funktioniert es nicht.

Personen, die symptomatisch sind und Hilfe suchen, können einen Arztbesuch, einen Influenza-Test, eine Röntgenaufnahme des Brustkorbs sowie Bakterien-, Virus- oder Blutkulturtests in Rechnung gestellt bekommen. Diese Kosten können sich sehr schnell summieren, insbesondere für Personen ohne Versicherung oder mit Krankenversicherungen mit hohem Selbstbehalt. Quelle: Castlight-Bericht

Mit all diesen Hindernissen kann ein einfacher Coronavirus-Test Menschen über 4.000 US-Dollar kosten. Das beinhaltet nicht die Behandlung. Es gibt keine Möglichkeit flächendeckend, mit dieser hohen finanziellen Belastung, zu testen.

Kontaktverfolgung und Quarantäne-Maßnahmen

In China gab es 1.800 Teams mit jeweils fünf Personen, die herausfanden, welche Personen ein Coronavirus-Patient unterwegs möglicherweise infiziert hatte. Diese Techniken waren äußerst fortschrittlich und untersuchten den Standort von Mobiltelefonen oder Kreditkartendaten, Querverweise mit ÖPNV Tickets und die Verwendung anderer Tools, um jede einzelne potenzielle Ansteckung zu identifizieren.

In den USA überlassen wir das alles den Bundesstaaten.

Die Durchsetzung der Quarantäne ist technologisch ebenso fortschrittlich wie zeitaufwändig. Einige Länder verwenden Apps, während andere die Bewegung des Telefons verfolgen, um festzustellen, ob die Person noch zu Hause ist, und sie anrufen, wenn sie den Verdacht haben, dass sie Ihr Telefon zu Hause gelassen hat.

Nichts davon existiert in den USA. Wie wir wissen, hat die NSA (National Security Agency) bereits viele dieser Daten. Die Regierung nutzt es bereits, sie nutzt es nur noch nicht dafür, und von 50 Staaten kann nicht erwartet werden, dass es alle selbst herausfinden.

Die Regierung muss das alles nicht selbst ausführen, aber sie muss es koordinieren. Wir werden viel schneller sein, wenn wir eine einzige App für alle Bundesstaaten entwickeln und jedem sagen, dass er dieselbe App verwenden soll. Wir benötigen auch Software für die Kontaktverfolgung, um die Arbeit zu erledigen. Die Staaten können diese benötigten Arbeitnehmer beschäftigen, aber mit der uns zur Verfügung stehenden Zeit ist der schnellste Weg, dies zu erreichen, eine Bundesregierung, selbst wenn dies durch eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen Technologieunternehmen geschieht.

Dies kann unter Wahrung der Privatsphäre erfolgen, wie in Singapur. Und wenn die Leute die App nicht nutzen möchten, können sie sich wie in Polen abmelden und nur zufällige Besuche von Mitarbeitern der staatlichen Strafverfolgungsbehörden erwarten.

Das schwächste Glied

Dies bringt die US-Bundesstaaten in eine sehr schwierige Situation. Die reichsten könnten in der Lage sein, all dies zu organisieren und die erforderliche Technologie zu entwickeln. Aber viele werden es nicht. Diese Staaten leiden unter Ausbrüchen, die sie nicht sehen oder kontrollieren können. Das wird eine schwierige Dynamik zwischen ihnen erzeugen.

Stell dir vor, Alaska wendet einen teuren Hammer an und sperrt den Staat wochenlang. Es schafft es, die Epidemie zu kontrollieren und großartige Test- und Kontaktverfolgungsprozesse einzurichten. In der Zwischenzeit möchte Texas vielleicht nicht dasselbe tun, und es gibt eine unkontrollierte Epidemie.

Was wird Alaska tun? Wird es Texaner kommen lassen, die Gefahr laufen, neue Ausbrüche zu säen? Nein, es wird ihnen verbieten wollen, nach Alaska zu reisen. Clevere Texaner reisen einfach in einen anderen Staat und von dort nach Alaska. Alaska wird also gezwungen sein, seine Grenzen zu schließen. Und jeder Staat, der das Coronavirus ernst nimmt, muss auch seine Grenzen schließen. Das passiert schon.

Während du dies für unmöglich hältst, sind sich Rechtsexperten einig: Staaten können ihre Grenzen zu anderen Staaten schließen.

Wenn die Bundesregierung jeden Staat wie ein unabhängiges Land behandelt, benötigen die Staaten dieselben Instrumente wie die unabhängigen Länder. Obwohl Spanien als unabhängiges Land Teil der Europäischen Union ist, hat es seine Grenzen geschlossen.

Einzelne Staaten sind nur so stark wie das schwächste Glied. Entweder schreiben die USA Maßnahmen auf Bundesebene vor, oder die Staaten werden gezwungen sein, sich wie Länder zu verhalten und schließlich ihre Grenzen zu schließen.

Was sollen die Bundesstaaten und die Regierung tun?

Sowohl die Bundesländer als auch die Bundesregierung haben ihre eigenen Aufgaben zu erfüllen. Bisher übernehmen Staaten die Führung und viele tun, was nötig ist. Aber manche haben es nicht. Und selbst die Besten müssen in einigen Bereichen noch koordiniert werden.

Auf dieser Grundlage sollten die Bundesregierung einige wichtige Maßnahmen in Betracht ziehen:

  • Gesundheitsbedarf: Zentralisierung des Einkaufs kritischer Verbrauchsmaterialien (Beatmungsgeräte, PSA, Testkits…) und Distribution an die Bundesstaaten, damit sie innerhalb des Staates verteilt werden können. Bereitstellung von Lieferantengarantien, damit diese nicht unterproduzieren, weil sie befürchten, zu viel unverkauftes Inventar zu haben.
  • Eigenproduktion: Unterstützung der Eigenproduktion kritischer Lieferungen, einschließlich Finanzierung und Lieferantengarantien. Bestimmung einer zentralen Koordinationsstelle, damit Angebot, Nachfrage und Ehrenamtler wissen, wo sie sich treffen müssen. Entweder Aufbau durch eine öffentlich-private Partnerschaft auf oder Nutzung einer vorhandenen Plattformen, um den Ablauf zu beschleunigen (z. B. Google für Beatmungsgeräte, PPE Coalition für PSA).
  • Kontaktverfolgung zentralisieren: Aufbau einer öffentlich-privaten Partnerschaft für Technologie, welche für die einfache Verfolgung von Kontakten erforderlich ist. Erstellung eines Gesetzes, nach dem Unternehmen Daten bereitstellen müssen, um die Durchführbarkeit zu gewährleisten, und welches die Verwendung durch Mitarbeiter von Bund und Ländern ermöglicht. Bereitstellung der notwendigen Mittel, um die Kontaktverfolgung tatsächlich durchzuführen. Optimierung des Datenschutzes inkl. einem automatischen Ablaufdatum für die gesetzlich festgelegten Maßnahmen.
  • Entweder landesweite soziale Distanzierungsmaßnahmen vorschreiben oder sehr spezifische Richtlinien für Staaten festlegen und deren Fähigkeit klären, Grenzen miteinander abzudichten. Die Anwendung sozialer Distanzierungsmaßnahmen sollte sich an die Realität vor Ort anpassen: Was in infizierten Städten mit vielen Work-from-Home-Möglichkeiten funktioniert, passt möglicherweise nicht in ländliche Gebiete mit geringer Dichte, ohne Coronavirus-Fälle und vorherrschender landwirtschaftlicher Tätigkeit. Wenn ein Bundesmandat nicht durchführbar ist, sollte der Zugang zu anderen Ressourcen und Finanzmitteln für die Einhaltung erweitert werden.
  • Beschleunigung der Entscheidungsfindung oder falls notwendig, Staaten Agilität verschaffen. Zum Beispiel könnten Testkits ohne die strenge Aufsicht der FDA angesichts der internationalen Best Practices und der Geschwindigkeit lokaler Organisation wohl besser dran sein. Verwenden Sie die FDA-Empfehlungen als Leitfaden und Best Practices und nicht als Hindernis.
  • Einführung einer Initiative, um den Bürgern kostenlose Coronavirus-Tests zu garantieren, einschließlich aller Kosten.
  • Reiseverbote aktiv aktualisieren: Derzeit kommen Coronavirus Infizierte hauptsächlich aus China, dem Iran und Europa, aber dies spiegelt nicht mehr die Realität vor Ort wider. Bis heute gibt es 23 Länder außerhalb dieser Regionen mit mehr als 1.000 Fällen, und viele wachsen schneller.
  • Unterstützung der Staaten mit Rat und Geld, um die Bevölkerung über die Bedeutung und die besten Praktiken sozialer Distanzierung und Hygiene aufzuklären.

Fazit

Die Vereinigten Staaten sind das stärkste Land der Welt. Es hat die dynamischste Wirtschaft, das mächtigste Militär. Es hat Demokratien durch die Geschichte inspiriert und strahlt die Werte der Freiheit auf der ganzen Welt aus.

All dies entstand vor zweieinhalb Jahrhunderten, als eine Gruppe von Kolonien, die einem entfernten König unterworfen waren, beschlossen, sich zusammenzuschließen, um eine Tyrannei zu überwinden.

Dieser Triumph ging aus der Vereinigung der ursprünglichen dreizehn Staaten hervor. Einzeln konnten sie das mächtige Vereinigte Königreich nicht schlagen. Zusammen haben sie es getan.

Deshalb werden die USA die Vereinigten Staaten genannt. Es war die Einheit, die die Macht brachte. Deshalb erklärt das Siegel der Vereinigten Staaten von Amerika: E Pluribus Unum.

Aus vielen entsteht eine Einheit.

Wir stehen vor der größten Schlacht unserer Generation, und der heutige Tag ist wichtiger denn je. Wir haben zwei Möglichkeiten: Entweder wir vereinen uns als Land oder wir werden als einzelne Staaten zusammenbrechen.

Die Toleranzgrenze ist so gering. Ein paar Tage ohne Maßnahmen und Tausende US-Amerikaner sterben. Unsere Mitarbeiter im Gesundheitswesen sterben bereits an der Front. Sie sind bereit, ihr Leben für uns alle zu geben. Denn darum geht es beim Leben. Auch wir müssen um jedes Leben unserer Landsleute kämpfen. Weil wir wissen, wenn wir diese Leben addieren, wird dies den Unterschied zwischen Gewinnen und Verlieren ausmachen. Zwischen dem Leben oder dem Sterbenlassen unserer Lieben.

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Dies war eine massive Teamarbeit mit Hilfe von Dutzenden von Menschen, die Nachforschungen, Quellen, Argumente und Rückmeldungen zum Wortlaut angestellt, meine Argumente und Annahmen in Frage gestellt und mir nicht zugestimmt haben. Besonderer Dank geht an Carl Juneau, John Hsu, Genevieve Gee, Matt Bell, Elena Baillie, Xianhang Zhang, Jorge Peñalva, Pierre Djian, Mike Kidd, Yasemin Denari, Eric Ries, Castlight, Berin Szoka, Andy Skrzypacz, Shishir Mehrotra, Dan Hess, Mudit Garg, David Walker, Max Henderson, Jonathan Kreiss-Tomkins, Mischa David Chellam, Michael Ovadia, Peter Schwartz, Mick Costigan und viele mehr. Dies wäre ohne euch alle unmöglich gewesen.

Übersetzt von Christina Müller am 02.04.2020

Tomas Pueyo

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