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Coronavirus: Der Hammer und der Tanz

Wie die nächsten 18 Monate aussehen können, wenn Politiker uns Zeit kaufen

Christina Mueller
Mar 21 · 28 min read

Diese Veröffentlichung folgt inhaltlich Coronavirus: Warum du jetzt handeln musst!, einem Artikel mit über 40 Millionen Ansichten, der in über 30 Sprachen übersetzt wurde. Der Hammer und der Tanz von Tomas Pueyo (Originalversion hier verlinkt) wurde bereits vielfach zitiert (laufende Liste mit Vermerken hier), in über 37 Sprachen übersetzt und hat mehr als 10 Millionen Klicks.

Folgeartikel (deutsche Übersetzung jeweils am Ende des Artikels):

  1. Coronavirus: Out of Many, One: Die Situation in den USA.
  2. Coronavirus: Learning how to Dance: Was können wir von erfolgreichen Ländern lernen?
  3. Coronavirus: The Basic Dance Steps Everybody Can Follow: Was kann jeder einzelne jetzt tun?
  4. Coronavirus: Wie können effektives Testen und Kontaktverfolgung die Epidemie eindämmen?

Zusammenfassung des Artikels: Heute implementierte, harte Coronavirus-Maßnahmen könnten nur wenige Wochen andauern, danach sollte es nicht zu einer weiteren Infektionswelle kommen. Dies kann zu angemessenen Kosten für die Gesellschaft durchgeführt werden, wodurch Millionen von Menschenleben gerettet werden.

Innerhalb einer Woche haben sich Länder auf der ganzen Welt von: „Dieser Coronavirus ist keine große Sache“, bis hin zu Erklärung des Ausnahmezustands entwickelt. Dennoch haben viele Länder immer noch nicht den Ernst der Lage realisiert. Warum nicht?

Jedes Land stellt die gleiche Frage: Welche Maßnahmen sollen wir ergreifen? Die Antwort ist für sie nicht offensichtlich.

Einige Länder, wie Frankreich, Spanien oder die Philippinen, haben seitdem harte Maßnahmen, wie z.B. Ausgangssperren, angeordnet. Andere, wie die USA, Großbritannien, Deutschland, die Schweiz oder die Niederlande, haben die Entscheidung in die Länge gezogen und soziale Distanzierungsmaßnahmen nur zögerlich implementiert.

Folgendes werden wir heute behandeln, wieder mit einigen Diagrammen, Daten und Modellen und mit vielen Quellen:

  1. Wie ist die aktuelle Coronavirus Situation?
  2. Welche Handlungsalternativen haben wir?
  3. Worauf es jetzt ankommt: Zeit.
  4. Wie sieht eine gute Coronavirus-Strategie aus?
  5. Wie sollten wir über die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen denken?

Wenn du mit dem Lesen des Artikels fertig bist, nimmst du Folgendes mit:

  • Unser Gesundheitssystem bricht bereits zusammen.
  • Die Länder haben zwei Möglichkeiten: Entweder ergreifen sie jetzt harte Maßnahmen, oder sie werden eine massive Epidemie erleiden.
  • Wenn sie sich für die Epidemie entscheiden, werden Hunderttausende sterben. In einigen Ländern Millionen.
  • Und das würde nicht einmal weiteren Infektionswellen vorbeugen.
  • Wenn wir jetzt kämpfen, werden wir die Sterblichkeitsrate niedrig halten.
  • Wir werden unser Gesundheitssystem entlasten.
  • Wir werden besser vorbereitet sein.
  • Wir werden lernen.
  • Die Welt hat noch nie zuvor so schnell gelernt.
  • Und wir brauchen Zeit, weil wir zu wenig über dieses Virus wissen.
  • All diese Maßnahmen werden uns helfen, eine entscheidende Ressource zu erhalten: Zeit.

Wenn wir uns entscheiden zu kämpfen, wird der Kampf abrupt beginnen und sich dann Schritt für Schritt fortsetzen.
Wir werden für einige Wochen eingeschränkt sein, nicht für Monate.
Danach werden wir immer mehr Freiheiten zurückbekommen.
Möglicherweise kehren wir nicht sofort wieder zur Normalität zurück.
Aber wir werden immer näher an die Normalität herankommen und schließlich wird es irgendwann wieder normal sein.
Und das alles können wir auch unter Berücksichtigung der Wirtschaft tun.

Ok, fangen wir an!

1. Wie ist die Situation?

Letzte Woche habe ich diese Kurve gezeigt:

Chart 1: Coronavirus-Fälle pro Land letzte Woche

Es zeigte Coronavirus-Fälle auf der ganzen Welt außerhalb Chinas. Wir konnten nur Italien, Iran und Südkorea erkennen. Also musste ich die untere rechte Ecke vergrößern, um die restlichen Länder zu erkennen. Mein Punkt ist, dass diese sich bald den ersten drei Ländern anschließen werden.

Seitdem ist folgende Entwicklung eingetreten:

Wie vorhergesagt, ist die Zahl der Fälle in einigen Ländern explodiert. Zur Verbesserung der Lesbarkeit habe ich nur Länder mit über 1.000 Fällen abgebildet. Ein paar Dinge sind hier zu beachten:

  • Spanien, Deutschland, Frankreich und die USA haben alle eine höhere Fallzahl als Italien, als sie verglichen im Zeitverlauf die einschränkenden Maßnahmen bzw. Ausgangssperren anordneten.
  • Weitere 16 Länder haben heute mehr positiv getestete Fälle als Hubei damals, als die Region isoliert wurde: Japan, Malaysia, Kanada, Portugal, Australien, Tschechien, Brasilien und Katar haben mehr Fälle als Hubei, aber weniger als 1.000. Die Schweiz, Schweden, Norwegen, Österreich, Belgien, die Niederlande und Dänemark haben alle über 1.000 Fälle.

Merkst du etwas Seltsames an dieser Liste von Ländern? Außerhalb von China und Iran, die massive, unbestreitbare Ausbrüche erlitten haben, sowie Brasilien und Malaysia gehört jedes einzelne Land auf dieser Liste zu den reichsten der Welt.

Denkst du, dass dieses Virus etwas nur auf reiche Länder abzielt? Oder ist es wahrscheinlicher, dass reiche Länder das Virus besser identifizieren können?

Es ist unwahrscheinlich, dass ärmere Länder vom Virus verschont bleiben. Warmes und feuchtes Wetter verhindert keinen Ausbruch — sonst würden Singapur, Malaysia oder Brasilien keine Ausbrüche erleiden.

Die wahrscheinlichste Interpretation ist, dass das Coronavirus entweder länger gebraucht hat, um diese Länder zu erreichen, weil sie durch die vorhandene Infrastruktur weniger verbunden sind. Oder es ist bereits vorhanden, aber diese Länder konnten nicht genug in Tests investieren, um die positiven Fälle zu identifizieren.

In jedem Fall bedeutet dies, dass die meisten Länder dem Coronavirus nicht entkommen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie Ausbrüche sehen und Maßnahmen ergreifen müssen.

Welche Maßnahmen können verschiedene Länder ergreifen?

2. Was sind unsere Optionen?

Seit dem Artikel letzte Woche, hat sich die Auseinandersetzung mit der Situation verändert und viele Länder haben Maßnahmen ergriffen. Hier sind einige der anschaulichsten Beispiele:

Maßnahmen in Spanien und Frankreich

Ein Extrem sind Spanien und Frankreich. Dies ist der Zeitverlauf der Maßnahmen für Spanien:

Am Donnerstag, den 12. März, wies der Präsident Vorschläge zurück, welche besagten, dass die spanischen Behörden die Gesundheitsbedrohung unterschätzt habe.

Einen Tag später, am Freitag, erklärten sie den nationalen Notstand.

Am Samstag wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

  • Ausgangssperre: Menschen können ihr Zuhause nur aus wichtigen Gründen verlassen: Lebensmittelversorgung, Weg zur Arbeit, Apotheke, Krankenhaus oder Bank.
  • Spezielles Verbot mit Kindern spazieren zu gehen oder Freunde oder Familie zu sehen (außer um sich um Menschen zu kümmern, die Hilfe benötigen, und nur unter strengen Auflagen von Hygienemaßnahmen)
  • Alle Bars und Restaurants wurden geschlossen. Speisen und Getränke gibt es nur zum Mitnehmen.
  • Alle Unterhaltungsangebote wurden geschlossen: Fitnessstudios, Kinos, Museen, städtische Feste…
  • Bei Hochzeiten sind ab jetzt keine Gäste erlaubt. Beerdigungen dürfen nur mit einer niedrigen Anzahl Menschen durchgeführt werden.
  • Der öffentliche Personennahverkehr bleibt intakt.

Am Montag wurden die Landesgrenzen geschlossen.

Ein Teil der Menschen bewertet dies als eine großartige Liste von Maßnahmen. Der andere Teil ist entsetzt und verärgert. Dieser Artikel versucht, diese Unterschiede sachlich zu bewerten.

Im Zeitverlauf sind die ergriffenen ergriffenen Maßnahmen in Frankreich im Grunde genommen identisch, außer dass das Land mehr Zeit für die Anwendung benötigt hat und deshalb jetzt eine striktere Durchführung der Maßnahmen notwendig ist.

Maßnahmen in den USA und Großbritannien

Die USA und Großbritannien haben wie die Schweiz oder die Niederlande viel Zeit bei der Umsetzung von Maßnahmen verstreichen lassen. Hier ist der Zeitverlauf der USA:

  • Mittwoch, 11. März: Einreiseverbot.
  • Freitag, 13. März: Nationaler Notstand erklärt. Keine weiteren Maßnahmen.
  • Montag, 16. März: Die Regierung fordert die Öffentlichkeit auf, Restaurants oder Bars zu meiden und keine Veranstaltungen mit mehr als 10 Personen zu besuchen. Keine der sozialen Distanzierungsmaßnahmen ist strafrechtlich verankert. Es sind nur Vorschlag.

Viele US-Bundesstaaten und Städte ergriffen daraufhin die Initiative und forderten strengere Maßnahmen.

In Großbritannien wurden ähnliche Maßnahmen ergriffen: Viele Empfehlungen, aber sehr wenige Vorschriften zur Eingrenzungen.

Diese beiden Ländergruppen veranschaulichen die beiden extremen Ansätze zur Bekämpfung des Coronavirus: Minderung und Unterdrückung. Was diese genau bedeuten, erkläre ich jetzt.

Option 1: Nichts tun

Bevor wir die Minderung und Unterdrückung betrachten, werde ich veranschaulichen, was es für ein Land wie die USA bedeuten würde, keine Maßnahmen zu ergreifen:

Dieser Epidemie-Rechner erklärt, was in verschiedenen Szenarien passieren wird. Ich habe unter dem Diagramm die Schlüsselfaktoren eingefügt, welche das Verhalten des Virus bestimmen. Beachte, dass die Anzahl der Infizierten (rosa Balken), einen Höchststand von mehreren zehn Millionen erreichen können. Die meisten Variablen wurden unverändert belassen. Die einzigen wesentlichen Änderungen sind R (Übertragungsrate) von 2,2 auf 2,4 (entspricht den derzeit verfügbaren Informationen. Siehe unten im Epidemie-Rechner), Todesrate (4% aufgrund des Zusammenbruchs des Gesundheitssystems (siehe Details unten oder im vorherigen Artikel), Länge des Krankenhausaufenthalts (von 20 auf 10 Tage) und der Krankenhausaufenthaltsrate (von 20% auf 14% aufgrund schwerer und kritischer Fälle. Beachte, dass die WHO eine Rate von 20% fordert) basierend auf unserer jüngsten verfügbaren Forschungssammlung. Beachte außerdem, dass diese Zahlen die Ergebnisse nicht wesentlich verändern. Die einzige Änderung, die zählt, ist die Sterblichkeitsrate.

Wenn wir keine Maßnahmen ergreifen, ist mir folgendem Verlauf zu rechnen: Der Großteil der Bevölkerung wird sich infizieren, das Gesundheitssystem wird überfordert, die Sterblichkeit explodiert und ca. 10 Millionen Menschen sterben (blaue Balken). Kurz gefasst ist die Rechnung wie folgt: ca. 75% der Bevölkerung infizieren sich, das entspricht in den USA ca. 245 Millionen Menschen. Von ihnen sterben rund 4%, wie bisher in Hubei oder im Iran und in Italien, weil das Gesundheitssystem überfordert ist. Das sind 10 Millionen Menschenleben und entspricht ungefähr dem 25-fachen der Anzahl der US-Todesfälle im Zweiten Weltkrieg.

Du denkst jetzt vielleicht: „Diese Zahl scheint mir sehr hoch gegriffen. Ich habe von einer sehr geringeren Anzahl gehört!”

Wo ist der Haken? Bei all diesen Zahlen, die wir tagtäglich sehen und hören, kann es leicht zu Verwirrung kommen. Es sind jedoch nur zwei Zahlen von Bedeutung: Die Infektionsrate (der Anteil der Menschen, die sich mit dem Virus infizieren wird), und die Sterblichkeitsrate (der Anteil der Menschen, die an der Infektion sterben wird). Wenn nur 25% der infizierten erkranken (weil die anderen das Virus tragen, aber keine Symptome zeigen und daher nicht als Fälle gezählt werden) und die Todesrate 0,6% statt 4% beträgt, sterben in den USA 500.000 Menschen. Immer noch eine hohe Zahl. Aber 20-mal weniger als oben.

Die Sterblichkeitsrate ist also entscheidend, lasst uns deshalb etwas genauer hinschauen. Was verursacht wirklich die Todesfälle durch Coronaviren?

Wie sollen wir über die Sterblichkeitsrate denken?

Dies ist das gleiche Diagramm wie zuvor, aber jetzt werden Krankenhauspatienten anstelle von Infizierten und Todesfällen betrachtet:

Der hellblaue Bereich gibt die Anzahl der Personen an, die stationär ins Krankenhaus eingeliefert werden, und das dunklere Blau steht für diejenigen, die auf der Intensivstation betreut werden müssen. Du kannst sehen, dass diese Zahl über 3 Millionen erreichen würde.

Vergleiche dies jetzt mit der Anzahl der Betten auf der Intensivstation, die wir in den USA haben (50.000 heute, allerdings könnten wir die Anzahl verdoppeln). Das ist die rote Linie.

Nein, das ist kein Fehler.

Diese rot gepunktete Linie ist die Kapazität, die wir in den USA für Intensivbetten haben. Jeder Patient über dieser Linie wäre in einem kritischen Zustand, könnte aber nicht auf die benötigte Pflege zugreifen und würde wahrscheinlich sterben.

Anstelle von Intensivbetten könnte man auch die verfügbare Anzahl der Beatmungsgeräte betrachten, aber das Ergebnis ist im Großen und Ganzen das gleiche, da es in den USA weniger als 100.000 Beatmungsgeräte gibt.

Aus diesem Grund starben in Hubei Menschen in Scharen und sterben jetzt in hoher Anzahl in Italien und in Iran. Die Hubei-Todesrate endete niedriger als es hätte sein können, auch weil fast über Nacht (innerhalb von 10 Tagen) zwei Krankenhäuser gebaut wurden. Italien und der Iran können dies nicht durchführen. Wenige Länder, wenn überhaupt, können diese Gegenmaßnahmen ergreifen. Es bleibt abzuwarten, was dort passiert.

Warum liegt die Sterblichkeitsrate nahe bei 4%?

Wenn 5% der Fälle eine Intensivpflege erfordern und diese nicht verfügbar ist, sterben die meisten dieser Menschen.

Zusätzliche zeigt ein aktueller Artikel, dass Coronavirus-Infektionen in den USA im Vergleich zu China schwerwiegender verlaufen.

Ich wünschte, das wäre schon alles, aber es gibt weitere Faktoren.

Kollateralschäden

Diese Zahlen zeigen nur Menschen, die an der Coronavirus Infektion sterben. Aber was passiert, wenn das gesamte Gesundheitssystem wegen Coronavirus-Patienten zusammengebrochen ist?

Was passiert, wenn du einen Herzinfarkt hast, der Krankenwagen jedoch 50 Minuten anstatt 8 Minuten (aufgrund zu vieler Coronavirus-Fälle) benötigt und bei deiner Ankunft keine Intensivkapazitäten und kein Arzt verfügbar sind? Du wirst sterben.

Jedes Jahr werden in den USA 4 Millionen Menschen auf die Intensivstationen gebracht, und 500.000 (ca. 13%) von ihnen sterben. Ohne Kapazitäten auf der Intensivstation würde dieser Anteil wahrscheinlich viel näher an 80% liegen. Selbst wenn lediglich 50% sterben würden, steigen die in einer einjährigen Epidemie erwarteten Todesfälle von 500.000 pro Jahr auf 2 Millionen an, sodass 1,5 Millionen Todesfälle hinzukommen, nur durch Kollateralschäden.

Wenn sich das Coronavirus ausbreitet, wird das US-amerikanische Gesundheitssystem zusammenbrechen und die Zahl der Todesfälle wird bei Millionen liegen, vielleicht mehr als 10 Millionen.

Das gleiche Denken gilt für die meisten Länder. Die Anzahl der Betten und Beatmungsgeräte auf der Intensivstation sowie der Beschäftigten im Gesundheitswesen ist in den meisten Ländern in der Regel ähnlich wie in den USA oder niedriger. Die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus führt zum Zusammenbruch des Gesundheitssystems und das bedeutet Massensterben.

Die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus bedeutet den Zusammenbruch des Gesundheitssystems und dies bedeutet ein Massensterben.

Option 2: Minderungsstrategie

Inzwischen hoffe ich, dass es ziemlich klar ist, dass wir handeln sollten. Die beiden Optionen, die wir haben, sind Minderung und Unterdrückung.

Die Minderungsstrategie sieht folgendermaßen aus: „Es ist unmöglich, das Coronavirus jetzt zu verhindern. Lassen wir es also einfach seinen Lauf nehmen, während wir versuchen, den Spitzenwert der Infektionen zu verringern.” Lassen wir die Kurve nur ein wenig abflachen, um sie für das Gesundheitssystem besser handhabbar zu machen. “

Dieses Diagramm erscheint in einem sehr wichtigen Artikel, der am Wochenende vom Imperial College London veröffentlicht wurde. Anscheinend hat es die britische und die US-Regierung dazu gedrängt, den Kurs zu ändern.

Es ist ein sehr ähnliches Diagramm wie das vorherige. Nicht dasselbe, aber konzeptionell gleichwertig. Hier ist die Situation „Nichts tun“ die schwarze Kurve. Jede der anderen Kurven ist das, was passieren würde, wenn wir immer härtere Distanzierungsmaßnahmen implementieren würden. Die Kurve in blau zeigt die härtesten Distanzierungsmaßnahmen: Isolieren infizierter Menschen, Quarantäne von möglicherweise infizierten Personen und Abschottung alter Menschen. Diese blaue Linie ist im Großen und Ganzen die derzeitige britische Coronavirus-Strategie, obwohl die britische Regierung sie zur Zeit nur vorschlägt und nicht vorschreibt.

Auch hier ist die rote Linie die Kapazität für Intensivstationen, diesmal in Großbritannien. Auch diese Linie liegt sehr nahe am Boden. Der gesamte Bereich der Kurve über dieser roten Linie repräsentiert Coronavirus-Patienten, die meistens aufgrund des Mangels an Ressourcen auf der Intensivstation sterben würden.

Nicht nur das, sondern durch das Abflachen der Kurve werden die Intensivstationen über Monate zusammenbrechen, was die Kollateralschäden erhöht.

Spätestens jetzt solltest du schockiert sein. Wenn ein Politiker sagt: „Wir werden die Lage beruhigen”, sagen sie in Wirklichkeit: „Wir werden das Gesundheitssystem wissentlich überwältigen und die Todesrate um mindestens das 10-fache erhöhen.”

Du würdest dir vorstellen, dass das schlimm genug ist. Aber wir sind noch nicht fertig. Denn eine der Annahmen dieser Strategie ist die sogenannte “Herdenimmunität”.

Herdenimmunität und Virusmutation

Die Idee der Herdenimmunität ist, dass alle Menschen, die infiziert sind und sich dann erholen, immun gegen das Virus sind. Der Kern dieser Strategie bedeutet in Wirklichkeit:„Ich weiß, dass es für einige Zeit schwierig sein wird, aber wenn wir fertig sind und ein paar Millionen Menschen sterben, wird der Rest von uns dagegen immun sein. Also wird dieses Virus aufhören, sich zu verbreiten, und wir verabschieden uns vom Coronavirus. Machen wir es besser sofort und machen wir es komplett, denn unsere Alternative besteht darin, bis zu einem Jahr einschränkende Maßnahmen zu implementieren. Es besteht die Gefahr, dass dieser Höhepunkt sowieso später eintreten wird.“

Dies setzt jedoch eines voraus: Der Virus mutiert nicht zu stark. Wenn sich nicht viel an der Struktur des Virus verändert, werden viele Menschen immun und irgendwann versiegt die Epidemie.

Wie wahrscheinlich ist es, dass dieses Virus mutiert?
Es scheint, als hat es das bereits getan.

Diese Grafik zeigt die verschiedenen Mutationen des Virus. Es ist erkennbar, dass die anfänglichen Stämme in China (in lila) begannen, sich von fort zu verbreiten und dann begannen zu mutieren. Jede Verzeigung auf der linken Seite der Graphik steht für eine Mutation.

Es ist nicht überraschend: RNA-basierte Viren wie das Coronavirus oder die normale Grippe mutieren etwa 100-mal schneller als DNA-basierte — das Coronavirus mutiert allerdings langsamer als Grippeviren.

Nicht nur das, sondern der beste Weg für die Mutation dieses Virus besteht darin, Millionen von Möglichkeiten zur Veränderung zu haben. Exakt diese Bedingungen würde diese Strategie bieten: Hunderte Millionen infizierter Menschen.

Dies ist der Grund, warum es jedes Jahr eine Grippeimpfung gibt. Da es so viele Grippestämme gibt, von denen sich ständig neue entwickeln, kann die Grippeschutzimpfung niemals vor allen Stämmen schützen.

Anders ausgedrückt: Diese Minderungsstrategie geht nicht nur von Millionen Todesfällen in einem Land wie den USA oder Großbritannien aus. Sie spekuliert auch darauf, dass das Virus nicht zu stark mutiert — obwohl wir wissen, dass es mutiert. Dieses Vorgehen gibt dem Virus die Möglichkeit, zu mutieren. Sobald wir mit ein paar Millionen Todesfällen fertig sind, könnten wir bereit sein für ein paar Millionen mehr — jedes Jahr. Dieses Coronavirus könnte eine wiederkehrende Tatsache des Lebens werden, wie die Grippe, aber um ein Vielfaches tödlicher.

Der beste Weg für die Mutation dieses Virus besteht darin, Millionen von Möglichkeiten zur Mutation zu erhalten. Also genau das, was eine Minderungsstrategie bieten würde.

Was ist die Alternative, wenn weder Nichts tun noch eine Minderungsstrategie funktioniert?

Es ist die Unterdrückungsstrategie.

Option 3: Unterdrückungsstrategie

Die Minderungsstrategie versucht nicht, die Epidemie einzudämmen, sondern glättet die Kurve nur ein wenig. Währenddessen versucht die Unterdrückungsstrategie, einschneidende Maßnahmen zu ergreifen, um die Epidemie schnell unter Kontrolle zu bringen. Speziell gehören dazu:

  • Konsequent durchgreifen. Starke soziale Distanzierung. Die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle bekommen.
  • Dann Maßnahmen freigeben, damit die Menschen nach und nach ihre Freiheiten wiedererlangen und etwas, das sich dem normalen sozialen und wirtschaftlichen Leben nähert, wieder aufgenommen werden kann.

Wie sieht das aus?

Alle Modellparameter sind gleich, außer dass zum jetzigen Zeitpunkt eine Intervention durchgeführt wird, um die Übertragungsrate auf R = 0,62 zu senken. Da das Gesundheitssystem nicht zusammengebrochen ist, sinkt die Sterblichkeitsrate auf 0,6%. Ich habe “ungefähr jetzt” als ~ 32.000 Fälle bei der Umsetzung der Maßnahmen definiert (3x so hoch die offizielle Zahl ab heute, 19. März). Zu beachten ist, dass dies für das gewählte R nicht allzu empfindlich ist. Ein R von 0,98 zeigt zum Beispiel 15.000 Todesfälle. Fünfmal mehr als mit einem R von 0,62, aber immer noch Zehntausende von Todesfällen und nicht Millionen. Es verändert sich auch nicht zu sehr bei Änderungen der Sterblichkeitsrate: Wenn es 0,7% statt 0,6% beträgt, steigt die Zahl der Todesopfer von 15.000 auf 17.000. Es ist die Kombination aus einem höheren R, einer höheren Sterblichkeitsrate und einer Verzögerung bei der Ergreifung von Maßnahmen, die die Anzahl der Todesfälle explodieren lässt. Deshalb müssen wir heute Maßnahmen ergreifen, um R zu reduzieren. Zur Verdeutlichung ist das berühmte R0 am Anfang (R zum Zeitpunkt 0). Dies ist die Übertragungsrate, wenn noch niemand immun ist und keine Maßnahmen dagegen ergriffen wurden. R ist die Gesamtübertragungsrate.

Im Rahmen einer Unterdrückungsstrategie liegt die Zahl der Todesopfer nach der ersten Welle bei Tausenden und nicht bei Millionen.

Warum? Weil wir nicht nur das exponentielle Wachstum von Fällen reduzieren. Wir haben auch die Todesrate gesenkt, da das Gesundheitssystem nicht völlig überfordert ist. Hier habe ich eine Todesrate von 0,9% verwendet, ähnlich zu dem, was wir heute in Südkorea beobachten, das bei der Verfolgung der Unterdrückungsstrategie im Vergleich zu anderen Ländern am effektivsten war.

Nach diesen Ausführungen klingt es mehr als trivial. Jeder sollte der Unterdrückungsstrategie folgen.

Warum zögern einige Regierungen?

Sie befürchten drei Konsequenzen:

  1. Diese erste Ausgangssperre würde Monate dauern, was für viele Menschen inakzeptabel erscheint.
  2. Eine monatelange Ausgangssperre würde die Wirtschaft stark schädigen.
  3. Die Situation wäre trotzdem nicht direkt gelöst, weil wir die Epidemie nur verschieben würden: Später, wenn wir die sozialen Distanzierungsmaßnahmen aufheben, werden sich die Menschen immer noch millionenfach infizieren und sterben.

Diese Grafik visualisiert, wie das Imperial College-Team Unterdrückungsstrategien modellierte. Die grünen und gelben Linien sind verschiedene Szenarien der Unterdrückung. Es sieht nicht gut aus: Wir bekommen immer noch hohe Infektionsspitzen. Warum ist es dennoch wichtig, dieser Strategie zu folgen?

Wir werden gleich auf diese Fragen eingehen, aber vorher gibt es noch etwas wichtigeres hervorzuheben.

Diese Theorie geht völlig daneben.

Auf diese Weise dargestellt, sehen die Minderungstrategie und die Unterdrückungsstrategie nebeneinander nicht sehr vielversprechend aus. Entweder sterben viele Menschen kurzfristig und wir schaden der Wirtschaft zeitnah nicht, oder wir schaden der Wirtschaft unmittelbar, nur um den Tod vieler Menschen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Die Theorie ignoriert allerdings den Wert der Zeit.

3. Der Wert der Zeit

In unserem vorherigen Beitrag haben wir den Wert der Zeit für die Rettung von Menschenleben erklärt. Jeden Tag, jede Stunde, die wir darauf warteten, Maßnahmen zu ergreifen, breitete sich die exponentielle Bedrohung weiter aus. Wir haben gesehen, wie ein einziger Tag die Gesamtzahl der Fälle um 40% und die Zahl der Todesopfer um mehr als 40% senken kann.

Und Zeit ist noch wertvoller.

Wir stehen vor der größten Druckwelle auf das Gesundheitssystem, die jemals in der Geschichte verzeichnet wurde. Wir sind völlig unvorbereitet und stehen einem Feind gegenüber, den wir nicht kennen. Das ist keine gute Position für einen Krieg.

Was wäre, wenn du deinem schlimmsten Feind gegenüber stehen würdest, von dem du nur sehr wenig wüsstest, und du zwei Optionen hättest: Entweder rennst du auf ihn zu oder du fliehst, um dir ein bisschen Zeit für die Vorbereitung zu verschaffen. Welche würdest du wählen?

Wir müssen jetzt schnell handeln. Die Welt ist erwacht. Jeden Tag, an dem wir das Coronavirus verzögern, können wir uns besser vorbereiten. In den nächsten Abschnitten erfährst du, was uns diese Zeit bringen würde,

Verringern der Anzahl der Fälle

Mit einer wirksamen Unterdrückung würde die Anzahl der wahren Fälle über Nacht sinken, so wie wir es letzte Woche in Hubei gesehen haben.

Am heutigen Tag gibt es in der gesamten 60 Millionen großen Region von Hubei keine neuen positiven Fälle von Coronaviruserkrankungen.

Die Diagnose würde ein paar Wochen lang weitergehen, aber dann würden sie anfangen zu sinken. Mit weniger Fällen sinkt auch die Todesrate. Und der Kollateralschaden wird ebenfalls reduziert: Weniger Menschen würden an anderen Ursachen sterben, weil das Gesundheitssystem nicht überfordert ist.

Mit der Unterdrückung gehen folgende Ergebnisse einher:

  • Insgesamt weniger Coronavirus-Fälle
  • Sofortige Erleichterung für das Gesundheitssystem und für die Angestellten
  • Reduzierung der Sterblichkeitsrate
  • Reduzierung des Kollateralschadens
  • Fähigkeit für infizierte, isolierte und unter Quarantäne gestellte Beschäftigte im Gesundheitswesen, gesund zu werden und wieder an die Arbeit zu gehen. In Italien machen Beschäftigte im Gesundheitswesen 8% aller Ansteckungen aus.

Das wahre Problem verstehen: Testen und Nachverfolgen

Derzeit haben Großbritannien und die USA keine Ahnung von ihren tatsächlichen Fallzahlen. Wir wissen nicht, wie viele infizierte Personen es gibt. Wir wissen nur, dass die offiziellen Fallzahlen die Situation nicht korrekt beschreiben. Die Wahrheit bewegt sich wahrscheinlich in der Größenordnung von Zehntausenden Fällen. Dies ist passiert, weil wir nicht genügend testen und positiv getestete Personen und deren Kontakte nicht verfolgen und unter Quarantäne stellen.

  • In ein paar Wochen könnten wir in den USA unsere Testsituation in den Griff bekommen und flächendeckender testen. Mit diesen Informationen würden wir endlich das wahre Ausmaß des Problems erkennen und die Schwachstellen und Regionen bewerten können, um von einer Ausgangssperre befreit zu werden.
  • Neue Testmethoden könnten das Testen beschleunigen und die Kosten erheblich senken.
  • Wir könnten auch eine Kontaktverfolgung (engl. “tracing”) einrichten, wie sie in China, Südkorea oder anderen asiatischen Ländern durchgeführt wird, in der alle Personen identifiziert werden können, denen jeder positiv Getestete begegnet ist, und diese unter Quarantäne gestellt werden können. Dies würde uns wertvolle Informationen geben, welche wir später bei unseren Distanzierungsmaßnahmen nutzen können: Wenn wir wissen, wo sich das Virus befindet, können wir uns auf diese Orte fokussieren. Dies ist keine Quantenphysik: Es sind die Grundlagen dafür, wie einige asiatische Länder den Ausbruch kontrollieren konnten.

Die Maßnahmen aus diesem Abschnitt (Isolation, Quarantäne, Testen und Kontaktverfolgung) haben das Wachstum des Coronavirus in Südkorea im Alleingang gebremst und die Epidemie unter Kontrolle gebracht, ohne dass soziale Distanzierungsmaßnahmen ergriffen wurden.

Kapazitäten aufbauen

Die USA (und vermutlich Großbritannien) stehen kurz davor, ohne Rüstung in den Krieg zu ziehen. In den USA gibt es Masken für 2 Wochen, wenige persönliche Schutzausrüstungen (PSA), nicht genügend Beatmungsgeräte, nicht genügend Kapazitäten auf Intensivstationen… Aus diesem Grund wäre die Sterblichkeitsrate bei einer Minderungsstrategie sehr hoch.

Aber wenn wir uns etwas Zeit kaufen, können wir das ändern:

  • Wir haben mehr Zeit, um alle Geräte zu kaufen, die wir für eine zukünftige Infektionswelle benötigen.
  • Wir können unsere Produktion von Masken, PSA, Beatmungsgeräten, ECMOs und anderen kritischen Geräten schnell aufbauen, um die Sterblichkeitsrate zu senken.

Anders ausgedrückt: Wir brauchen keine Jahre, um unsere Rüstung zu bekommen, wir brauchen Wochen. Und jetzt bringen wir unsere Produktion zum Laufen. Länder werden mobilisiert. Menschen sind erfinderisch, wie zum Beispiel die Verwendung des 3D-Drucks für Teile eines Beatmungsgeräts. Wir können es schaffen.

Wir brauchen nur mehr Zeit.

Würdest du ein paar Wochen warten, um dir eine Rüstung zu besorgen, bevor du dich einer Schlacht im Krieg stellst?

Dies ist nicht die einzige Kapazität, welche wir benötigen. Wir werden so schnell wie möglich Gesundheitspersonal brauchen. Woher bekommen wir es? Wir müssen die Menschen darin schulen, einfachere Aufgaben zu erledigen, die Krankenschwestern heute erledigen, und wir müssen medizinische Mitarbeiter aus dem Ruhestand holen. Viele Länder haben bereits begonnen, aber auch das braucht Zeit. Wir können dies allerdings in ein paar Wochen tun, aber nicht, wenn alles zusammenbricht.

Geringere öffentliche Ansteckung

Die Öffentlichkeit hat Angst. Das Coronavirus ist neu. Die Leute haben nicht gelernt, mit dem Händeschütteln aufzuhören. Sie umarmen sich immer noch. Sie öffnen keine Türen mit dem Ellbogen. Sie waschen ihre Hände nicht, nachdem sie eine Türklinke berührt haben. Sie desinfizieren Oberflächen nicht regelmäßig.

Sobald wir genug Masken haben, können wir sie auch außerhalb des Gesundheitssystems verwenden. Im Moment sollten die Menschen keine Masken tragen, weil sie knapp sind. Es wichtiger ist, Beschäftigte im Gesundheitswesen ausreichend auszustatten. Aber wenn Masken nicht knapp wären, könnten die Menschen sie in ihrem täglichen Leben tragen, was es weniger wahrscheinlich macht, dass sie andere Menschen infizieren, wenn sie erkrankt sind. Durch Hygieneschulungen kann auch die Wahrscheinlichkeit verringert werden, dass die Maskenträger infiziert werden (einen Mundschutz zu tragen ist besser als dies nicht zu tun).

All dies sind ziemlich günstige Möglichkeiten, um die Übertragungsrate zu reduzieren. Je weniger sich dieses Virus verbreitet, desto weniger Maßnahmen werden wir in Zukunft benötigen, um es einzudämmen. Aber wir brauchen Zeit, um die Menschen über all diese Maßnahmen aufzuklären und sie auszurüsten.

Das Virus verstehen

Wir wissen sehr sehr wenig über das Virus. Aber jede Woche werden Hunderte neuer wissenschaftlicher Artikel veröffentlicht.

Die Welt ist endlich gegen einen gemeinsamen Feind vereint. Forscher auf der ganzen Welt mobilisieren sich, um dieses Virus besser zu verstehen.

  • Wie verbreitet sich das Virus?
  • Wie kann die Ansteckung verlangsamt werden?
  • Wie hoch ist der Anteil asymptomatischer Träger?
  • Sind sie ansteckend? Wie sehr?
  • Was sind gute Behandlungen?
  • Wie lange überlebt es und auf welchen Oberflächen?
  • Wie wirken sich verschiedene soziale Distanzierungsmaßnahmen auf die Übertragungsrate aus?
  • Was kosten die Maßnahmen?
  • Was sind gute Beispiele für die Kontaktverfolgung?
  • Wie zuverlässig sind unsere Tests?

Klare Antworten auf diese Fragen werden dazu beitragen, unsere Maßnahmen so zielgerichtet wie möglich zu gestalten und gleichzeitig den wirtschaftlichen und sozialen Kollateralschaden zu minimieren. Und diese Antworten werden in Wochen kommen, nicht in Monaten oder Jahren.

Behandlungsmöglichkeiten finden

Nicht nur das, sondern was wäre, wenn wir in den nächsten Wochen eine Behandlungsmethode finden würden? Jeder Tag bringt uns diesem Ziel näher. Derzeit gibt es bereits mehrere Kandidaten wie Favipiravir oder Chloroquin. Was wäre, wenn sich herausstellen würde, dass wir in zwei Monaten eine Behandlung für das Coronavirus entdeckt haben? Wie fahrlässig hätten wir uns verhalten, wenn wir wie nach einer Minderungsstrategie bereits Millionen von Todesfällen zu beklagen hätten?

Kostenvorteile verstehen

Alle oben genannten Faktoren können uns helfen, Millionen von Menschenleben zu retten. Das sollte als Argument stark genug sein. Leider können Politiker nicht nur an das Leben der Infizierten denken. Sie müssen an die gesamte Bevölkerung denken, denn starke soziale Distanzierungsmaßnahmen wirken sich auf jeden einzelnen aus.

Derzeit haben wir keine belastbaren Studienergebnisse darüber, wie unterschiedliche soziale Distanzierungsmaßnahmen die Übertragung verringern können. Wir haben auch keine genauen Angaben dazu, wie hoch ihre wirtschaftlichen und sozialen Kosten sind.

Ist es nicht relativ schwierig zu entscheiden, welche Maßnahmen wir langfristig benötigen, wenn wir deren Kosten oder Nutzen nicht kennen?

Ein paar Wochen würden uns genug Zeit geben, um sie zu studieren, zu verstehen, Prioritäten zu setzen und zu entscheiden, welche wir implementieren sollten.

Weniger Fälle, besseres Verständnis des Problems, Aufbau von Ressourcen, Verständnis des Virus, Verständnis des Kosten-Nutzen-Verhältnisses verschiedener Maßnahmen, Aufklärung der Öffentlichkeit… Dies sind einige Kerninstrumente zur Bekämpfung des Virus, und wir brauchen nur ein paar Wochen, um viele von ihnen zu entwickeln. Wäre es nicht fatal, sich auf eine Strategie festzulegen, die uns stattdessen unbewaffnet in die Krieg mit unserem Feind schickt?

4. Der Hammer und der Tanz

Jetzt wissen wir, dass die Minderungsstrategie wahrscheinlich eine suboptimale Wahl ist und dass die Unterdrückungsstrategie einen kurzfristigen Vorteil hat.

Die Menschen haben jedoch berechtigte Bedenken hinsichtlich dieser Strategie:

  • Wie lange wird die Phase tatsächlich dauern?
  • Wie teuer wird die Implementierung der Maßnahmen sein?
  • Wird es eine zweite Infektionswelle geben, welche so groß ist, als hätten wir keine Maßnahmen ergriffen?

Nun werden wir uns ansehen, wie eine mögliche Unterdrückungsstrategie aussehen würde. Wir nennen diese Strategie den Hammer und den Tanz.

Der Hammer

In der Phase des Hammers handeln wir schnell und konsequent. Aus all den oben genannten Gründen möchten wir diesen Virus angesichts des wichtigen Zeitfaktors so schnell wie möglich eindämmen.

Eine der wichtigsten Fragen ist: Wie lange wird das dauern?

Die Angst, die jeder hat, ist, dass wir monatelang in unseren Häusern eingesperrt sein werden, mit der daraus resultierenden wirtschaftlichen Krise und psychischen Zusammenbrüchen. Diese Idee wurde leider in der berühmten Veröffentlichung des Imperial College verfolgt:

Erinnerst du dich an dieses Diagramm? Hellblau ist der Zeitraum, den der Artikel als Hammer empfiehlt, die anfängliche Unterdrückung, die starke soziale Distanzierung beinhaltet.

Wenn die Politik erkennt, dass eine Option darin besteht, Hunderttausende oder Millionen von Menschen mit einer Minderungsstrategie zu gefährden, und die andere darin besteht, die Wirtschaft für fünf Monate zu stoppen, einzig um dann erneut denselben Höhepunkt von Infektionen und Todesfällen zu erreichen— dann klingt das sicher nicht nach der besten Option.

Der Verlauf könnte in der Realität anders sein. Diese Veröffentlichung wurde wegen Kernmängeln oftmals kritisiert: Sie vernachlässigt die Kontaktverfolgung von infizierten Personen (im Kern der Politik in Südkorea, China oder Singapur, Reisebeschränkungen (in China ein Erfolgsfaktor), und sie ignoriert die Auswirkungen großer Menschenmengen und deren erhöhtes Infektionsrisiko.

Die Phase des Hammer dauert einige Wochen, aber nicht Monate.

Diese Grafik zeigt die täglichen neuen Fälle in der gesamten Hubei-Region (60 Millionen Menschen) seit dem 23. Januar. Innerhalb von zwei Wochen begann das Land die Wirtschaft langsam wieder zu aktivieren. Innerhalb von ca. 5 Wochen war es vollständig unter Kontrolle. Und innerhalb von 7 Wochen war die Anzahl neuer Fälle nur ein Rinnsal. Denken wir daran, dass dies die am schlimmste betroffene Region in China war.

Denken wir auch noch einmal daran, dass dies die orangefarbenen Balken sind. Die grauen Balken, die tatsächlichen Fälle, waren viel früher zurückgegangen.

Die Maßnahmen, die sie in Hubei ergriffen, waren denen in Italien, Spanien oder Frankreich ziemlich ähnlich: Isolierungen, Quarantänen, Menschen mussten zu Hause bleiben, es sei denn, es gab einen Notfall oder sie mussten Lebensmittel kaufen; Kontaktverfolgung, Tests, mehr Krankenhausbetten, Reiseverbote …

Allerdings kommt es auf die Details an.

Chinas Maßnahmen waren sehr konsequent. Zum Beispiel waren es erlaubt, dass eine Person pro Haushalt alle drei Tage das Haus verlassen durfte, um Lebensmittel zu kaufen. Auch sind die Maßnahmen konsequent durchgesetzt worden und mit Geldstrafen verstärkt worden. Es ist wahrscheinlich, dass diese konsequente Durchsetzung die Epidemie schneller gestoppt hat.

In Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland waren die Maßnahmen nicht so drastisch und ihre Umsetzung ist nicht so konsequent. Die Leute gehen immer noch auf die Straßen, viele ohne Maske. Dies führt wahrscheinlich zu einer verlängerten Phase des Hammers: Mehr Zeit wird benötigt, um die Epidemie vollständig zu kontrollieren.

Einige Leute bewerten dies so: „Demokratien werden diese notwendige Senkung von Infektionen niemals erreichen können.” Das ist falsch.

Südkorea hatte mehrere Wochen lang die schlimmste Epidemie außerhalb Chinas. Jetzt ist sie weitgehend unter Kontrolle. Ohne Ausgangssperren. Südkorea erreichte dies vorwiegend durch sehr viele Testungen, Kontaktverfolgung sowie angeordnete Quarantänen und Isolierungen.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick darüber, welche Maßnahmen verschiedene Länder ergriffen haben und wie sich dies auf die Entwicklung ausgewirkt hat (Tabelle zeigt aktuellen Arbeitsstand, Feedback erwünscht).

Quelle: Matt Bell, Elena Baillie, Genevieve Gee, Tomas Pueyo

Diese Übersicht zeigt, dass Länder, die mit Aufklärung über Hygiene und sozialer Distanzierung sowie Früherkennung und Isolation vorbereitet waren, danach nicht mit kostenintensiveren Maßnahmen bezahlen mussten.

Umgekehrt haben Länder wie Italien, Spanien, Deutschland oder Frankreich dies nicht ausreichend erreicht und mussten dann den Hammer mit den harten Maßnahmen anwenden, um aufzuholen.

Das Fehlen von Maßnahmen in den USA und in Großbritannien steht in starkem Kontrast zu Südkorea, insbesondere in den USA. Diese Länder ergreifen keine vergleichbaren Maßnahmen, welche Singapur, Südkorea oder Taiwan ermöglicht haben, das Virus zu kontrollieren. Obwohl ihre Ausbrüche exponentiell zunehmen. Es ist eine Frage der Zeit. Entweder haben sie eine massive Epidemie oder sie machen ihren Fehler zu spät und müssen mit einem schwereren Hammer überkompensieren. Es gibt kein Entrinnen davon.

Denn es ist machbar. Wenn ein Ausbruch wie der Südkoreas innerhalb von wenigen Wochen und ohne vorgeschriebene soziale Distanzierung kontrolliert werden kann, können westliche Länder, die bereits einen schweren Hammer mit strengen sozialen Distanzierungsmaßnahmen anwenden, den Ausbruch definitiv innerhalb von Wochen kontrollieren. Es geht um Disziplin, konsequente Implementierung und darum, wie sehr sich die Bevölkerung an die Regeln hält.

Sobald der Hammer eingesetzt wurde und der Ausbruch kontrolliert ist, beginnt die zweite Phase: der Tanz.

Der Tanz

Wenn man den Hammer anwendet, kann man die Fallzahlen innerhalb weniger Wochen kontrollieren und ist in einer viel besseren Verfassung, um das Virus zu bekämpfen. Jetzt kommt die längerfristige Anstrengung, dieses Virus so lange einzudämmen, bis es einen Impfstoff gibt.

Dies ist wahrscheinlich der größte Fehler, den Menschen machen, wenn sie über diese Phase nachdenken: Sie glauben, dass sie dadurch monatelang zu Hause bleiben. Dies ist überhaupt nicht der Fall. In der Tat ist es wahrscheinlich, dass unser Leben wieder fast normal wird.

Der Tanz erfolgreicher Länder

Wie kann es sein, dass Südkorea, Singapur, Taiwan und Japan seit langem Infektionen haben, im Fall von Südkorea auch einige Tausend Fälle, und dennoch sind die Bürger nicht zu Hause eingesperrt?

In diesem Video erklärt die südkoreanische Außenministerin, wie ihr Land das gemacht hat. Es war ziemlich einfach: effizientes Testen, effizientes Nachverfolgen, Reiseverbote, effizientes Isolieren und effiziente Quarantäne.

Dieser Bericht erklärt Singapurs Ansatz:

Die Maßnahmen kann man erraten: Sie waren vergleichbar mit denen in Südkorea. In ihrem Fall unterstützten sie mit wirtschaftlicher Hilfe diejenigen, die sich in Quarantäne begeben mussten.

Ist es für andere Länder zu spät? Nein. Wenn sie den Hammer anwenden, erhalten sie eine neue Chance, einen neuen Versuch, dies richtig zu machen.

Was aber, wenn all diese Maßnahmen nicht ausreichen?

Der Tanz von R.

Ich nenne die monatelange Zeit zwischen dem Hammer und einem Impfstoff den Tanz, weil es keine Zeit sein wird, in der die Maßnahmen immer die gleichen sind. In einigen Regionen kommt es erneut zu Ausbrüchen, in anderen über einen längeren Zeitraum nicht. Je nachdem, wie sich die Fälle entwickeln, müssen wir die Maßnahmen zur sozialen Distanzierung verschärfen, oder sie wieder lockern. Das ist der Tanz von R: eine Kombination von Maßnahmen zwischen der Wiederherstellung unseres Lebens und der Verbreitung der Krankheit, ein Tanz von Wirtschaft und Gesundheitswesen.

Wie funktioniert dieser Tanz?

Es dreht sich alles um das R. Falls du dich erinnerst, ist R die Übertragungsrate. Zu Beginn der Epidemie liegt R zwischen 2 und 3: Während der wenigen Wochen, in denen jemand infiziert ist, infiziert er oder sie durchschnittlich zwischen 2–3 andere Menschen.

Wenn R > 1 beträgt, wachsen Infektionen exponentiell zu einer Epidemie. Wenn R < 1 ist, verringern sich die Infektionen und der Verlauf der Epidemie verlangsamt sich.

Während der Phase des Hammer ist es das Ziel, R so schnell wie möglich unter 1 zu senken, um die Epidemie zu verlangsamen. In Wuhan wird geschätzt, dass R anfänglich 3,9 betrug und nach der Isolation der Stadt und zentralisierten Quarantäne auf 0,32 gesunken ist.

Aber sobald der Tanz eintritt, ist dies nicht mehr notwendig. Dann brauchen wir nur R < 1. Und mit ein paar einfachen Maßnahmen ist dies machbar.

Detaillierte Daten, Quellen und Annahmen hier

Dies ist eine Annäherung daran, wie verschiedene Patientengruppen auf das Virus reagieren und wie ansteckend sie sind. Niemand weiß, wie dieses Diagramm in der Realität verläuft, aber wir haben Daten aus verschiedenen Veröffentlichungen gesammelt, um annähernd zu skizzieren, wie es aussehen kann.

Tag für Tag, nachdem jemand sich mit dem Virus infiziert, hat die infizierte Person ein gewisses Ansteckungspotential. Zusammen ergeben all diese Ansteckungstage im durchschnittlich 2,5 Ansteckungen.

Es wird angenommen, dass bereits während der Anfangsphase, in der Personen noch keine Symptome zeigen, Ansteckungen auftreten. Danach, wenn die Symptome zunehmen, gehen die Menschen normalerweise zum Arzt, werden diagnostiziert und ihre Ansteckungsgefahr nimmt ab.

Hat eine Person beispielsweise früh das Virus, aber keine Symptome, verhält sie sich wie gewohnt. Wenn sie mit Menschen spricht, verbreitet sie das Virus. Wenn diese Person ihre Nase berührt und dann die Türklinke, infiziert sie die nächste Person, welche die Tür öffnet und ihre Nase berührt.

Je mehr das Virus in ihr wächst, desto ansteckender ist sie. Sobald sie Symptome bekommt, kann sie nicht mehr arbeiten, wird im Bett bleiben, eine Maske tragen oder zum Arzt gehen. Je größer die Symptome sind, desto mehr distanziert sich die Person und verringert die Ausbreitung des Virus.

Sobald sie ins Krankenhaus eingeliefert wird, verbreitet die Person das Virus, selbst wenn sie sehr ansteckend ist, nicht so stark, da sie isoliert ist.

Hier sind die massiven Auswirkungen von Maßnahmen wie der von Singapur oder Südkorea zu sehen:

  • Wenn massiv getestet wird, können Infizierte identifiziert werden, noch bevor Symptome sichtbar sind. Unter Quarantäne wird die Übertragung minimiert.
  • Wenn Menschen darauf geschult werden, ihre Symptome früher zu erkennen, reduzieren sie die Anzahl der Ansteckungen in der Anfangsphase (blau) und damit ihre allgemeine Ansteckungsgefahr.
  • Wenn Menschen isoliert sind, sobald sie Symptome haben, verschwinden die Ansteckungen aus der orangefarbenen Phase.
  • Wenn Menschen über persönliche Distanz, das Tragen von Masken, das Händewaschen oder das Desinfizieren von Räumen aufgeklärt werden, verbreiten sie über den gesamten Zeitraum weniger Viren.
  • Nur wenn all dies fehlschlägt, brauchen wir stärkere soziale Distanzierungsmaßnahmen.

Der Return-on-Investment der sozialen Distanzierung

Wenn wir mit all diesen Maßnahmen immer noch weit über R = 1 liegen, müssen wir die durchschnittliche Anzahl der Personen reduzieren, die jede Person trifft.

Es gibt einige sehr günstige Möglichkeiten, dies zu tun, z. B. das Verbot von Veranstaltungen mit mehr als einer bestimmten Anzahl von Personen (z. B. 50, 500) oder das Arbeiten von Hause im Home Office.

Andere Maßnahmen sind erheblich teurer, wie die Schließung von Schulen und Universitäten, nationale Ausgangssperren, oder die Schließung von Bars und Restaurants.

Dieses Diagramm ist eine Schätzung, da genaue Daten bisher nicht vorliegen. Niemand hat genug darüber geforscht oder all diese Maßnahmen so zusammengestellt, dass sie verglichen werden können.

Das ist bedauerlich, denn es ist das wichtigste Diagramm, welches die Politik benötigen würden, um Entscheidungen zu treffen. Es zeigt, was den Politikern wirklich durch den Kopf geht.

Während der Phase des Hammers ist es das Ziel, R durch die Anwendung von Maßnahmen so effizient wie möglich zu senken, sodass die Situation für die Bevölkerung trotzdem erträglich bleibt. In Hubei erreichte man 0,32. Das brauchen wir in anderen Ländern möglicherweise nicht: vielleicht genügt 0,5 oder 0,6.

Aber während der Phase des Tanzes sollte R so nahe wie möglich an 1 herankommen und langfristig darunter bleiben.

Dies bedeutet, dass die Entscheider, Politiker und Führungspersonen, unabhängig davon, ob sie es erkennen oder nicht, folgendes tun:

  • Alle Maßnahmen, die zur Reduzierung von R ergriffen werden können, aufgelisten
  • Vorteilen der Anwendung der Maßnahmen verstehen: Reduzierung von R.
  • Kosten analysieren: wirtschaftliche und soziale Kosten.
  • Initiativen anhand des Kosten-Nutzen-Verhältnisses anordnen.
  • Diejenigen auswählen, die die größte R-Reduktion bis zu 1 bei gleichzeitig niedrigen Kosten ergeben.

Was unsere Politiker und Verantwortlichen tun müssen, ist den Prozess zu formalisieren: Verstehen, dass dies ein Zahlenspiel ist, in dem wir so schnell wie möglich lernen müssen, wie groß R ist, welche Auswirkungen jede Maßnahme auf die Reduzierung von R hat und welche sozialen und wirtschaftlichen Kosten diese haben.

Nur dann können Regierungen eine rationale Entscheidung treffen, welche Maßnahmen sie ergreifen sollten.

Fazit: Wir brauchen Zeit

Das Coronavirus verbreitet sich global. 152 Länder haben positive Fälle. Die Zeit spielt gegen uns. Aber das muss nicht so sein: Es gibt einen klaren Weg, wie wir darüber nachdenken können.

Einige Länder, insbesondere diejenigen, die noch nicht stark vom Coronavirus betroffen sind, fragen sich möglicherweise: Wird mir das passieren? Die Antwort lautet: Es ist wahrscheinlich schon passiert. Sie haben es einfach nicht bemerkt. Wenn es wirklich eintritt, wird ihr Gesundheitssystem in einem noch schlechteren Zustand sein als in wohlhabenden Ländern, in denen die Gesundheitssysteme belastbarer sind. Vorsicht ist besser als Nachsicht, deshalb sollten jetzt Maßnahmen ergriffen werden.

Für die Länder, in denen das Coronavirus bereits vorhanden ist, sind die Optionen klar.

Auf der einen Seite können Länder den Weg der Minderung gehen: Eine massive Epidemie auslösen, das Gesundheitssystem überwältigen, den Tod von Millionen von Menschen bewirken und neue Mutationen dieses Virus in Umlauf bringen.

Auf der anderen Seite können Länder die Epidemie unterdrücken. Sie können für ein paar Wochen eine Ausgangssperre verhängen, um uns Zeit zu verschaffen, einen fundierten Maßnahmenplan zu erstellen und dieses Virus zu kontrollieren, bis wir einen Impfstoff haben.

Regierungen auf der ganzen Welt, darunter einige wie die USA, Großbritannien, die Schweiz oder die Niederlande, haben bisher den Weg der Minderung gewählt.

Das heißt, sie geben kampflos auf. Sie sehen, dass andere Länder das Coronavirus erfolgreich bekämpft haben, aber sie glauben: „Das können wir nicht!”

Was wäre, wenn Churchill dasselbe gesagt hätte? „Nazis sind schon überall in Europa. Wir können sie nicht bekämpfen. Lass uns einfach aufgeben.” Dies tun leider heute viele Regierungen auf der ganzen Welt. Sie geben dir damit keine Chance, das Virus zu bekämpfen. Wir müssen dies einfordern.

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Besonderer Dank geht an Pierre Djian, Jorge Peñalva, John Hsu, Genevieve Gee, Elena Baillie, Chris Martinez, Yasemin Denari, Christine Gibson, Matt Bell, Dan Walsh, Jessica Thompson, Karim Ravji, Mike Kidd, Nils Barth, Josephine Gavignet und Aishwarya Khanduja. Dies war eine Teamleistung.

Vielen Dank auch an Berin Szoka, Shishir Mehrotra, QVentus, Illumina, Josephine Gavignet, Mike Kidd und Nils Barth für Ihren Rat. Vielen Dank an meine Firma, Course Hero, für die Zeit und die Möglichkeit, mich darauf zu konzentrieren.

Danke an Tito Hubert, Genevieve Gee, Pierre Djian, Jorge Peñalva, und Matt Bell.

Übersetzt von Christina Müller am 20.03.2020 (aktualisiert am 30.04.2020)

Tomas Pueyo

Insights about Growth, including Coronavirus Growth

Christina Mueller

Written by

Marketing + international Management B.A. & Business Psychology M.Sc., FMCG background, market research analyst. #Staysafe everyone

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